King's Bounty: The Legend - Test
Heroes of Might and Magic light?
Wer sich nicht bereits im Vorfeld mit dem Spiel auseinandergesetzt hat, der wird in den ersten Spielminuten so einige Überraschungen erleben. Das wöchentliche Upgraden von Städten sowie das Abholen der neu produzierten Einheiten könnt ihr schon mal vergessen. Weshalb? Nun, weil es keine Wochen und Tage gibt. Geritten wird in Echtzeit über die Weltkarte, lediglich die Kämpfe sind rundenbasiert. Ebenso hinderlich am Städterüsten ist der Umstand, dass Städte im ursprünglichen Sinn gar nicht existieren. Stattdessen steuert ihr das ganze Spiel über nur einen Helden und rekrutiert aus dem Schloss oder über die Karte verstreute Gebäude direkt eure Einheiten, selber produzieren könnt ihr keine.
"Was bleibt denn da noch übrig?", könntet ihr nun vielleicht fragen. Zwar geht der Städteausbau tatsächlich etwas ab, jedoch ist das Fehlen weiterer Helden reine Geschmackssache. Wer etwa Heroes wie ich ohnehin stets nur mit einem Haupthelden gespielt hat (gebt es zu - ich weiß, dass ich nicht der Einzige bin), dem kommt King's Bounty vollends entgegen. Nicht nur, dass man die restlichen Helden nicht mehr als Monstertransporter unter ihrem Wert verkauft. Man kann hier aufgrund der Echtzeit in komfortabler Dauer jederzeit selbst zum Schloss zurückreiten, um sich zu verstärken. Echten Makro-Strategen könnte in dieser Beziehung allerdings ein wenig der Tiefgang fehlen. Die Betonung liegt auf "in dieser Beziehung", denn King's Bounty punktet dafür an ganz anderen Stellen.
Einige davon sind die Charakterentwicklung und die Rollenspielaspekte im Allgemeinen. Passend zu den Klassen Krieger, Paladin und Magier gibt es drei Fähigkeiten-Bäume, in denen ihr mittels entsprechender Talentrunen neue Skills erlernen könnt. Heroes-Veteranen wird dabei einiges vertraut vorkommen: So sind etwa alte Bekannte wie Diplomatie (ein Teil der feindlichen Truppen schließt sich gegen Bezahlung an) oder Nekromantie (nach einem Kampf werden gefallene Kreaturen in Untote verwandelt) mit an Bord. Das Schöne am Runen-System ist, dass ihr mit eurer Klassenwahl nicht ausschließlich auf einen Baum beschränkt seid. Als Magier etwa bekommt ihr bei einem Levelanstieg mehr Runen vom Typ "Magie" als von den anderen beiden. Dadurch müsst ihr den Magie-Baum fokussieren, könnt aber auch ausgewählte Fähigkeiten der anderen Klassen erlernen. Beinahe noch wichtiger als die Runen ist jedoch die Führungskraft. Dieses Attribut steigt kontinuierlich durch gesammelte Banner und bestimmt eure Armeekapazität. Jeder Kreaturentyp benötigt abhängig von seiner Stärke unterschiedlich viel Führungskraft pro Einheit. Damit gibt euch der aktuelle Wert dieses Attributs eine Obergrenze pro Kreaturentyp vor. Ihr habt lediglich fünf Slots (plus zwei freischaltbare Reserve-Slots) für unterschiedliche Einheitentypen zur Verfügung, darum solltet ihr die Limits auch so gut wie möglich ausreizen.
Apropos Einheiten: Solltet ihr bislang Gedanken der Sorte "Und was hat das alles noch mit Heroes zu tun?" gehabt haben, dann stürzt euch ins nächstbeste Gefecht und atmet erleichtert auf. Altbekannte Hexagone lachen euch entgegen und warten darauf, mit dem Blut eurer Feinde befleckt zu werden. Ok, ganz so brutal geht es im Spiel eigentlich nicht zu. Genau wie in Heroes bekommt ihr pro Kreaturentyp einen Avatar samt Anzahl der Einheiten angezeigt. Rundenweise bewegt ihr und der Gegner die Einheiten über die sechseckigen Felder des Schlachtfeldes und greift benachbarte Feinde an oder attackiert mit Fernkampfeinheiten aus der Distanz. Doch King's Bounty offenbart hier mehr taktische Tiefe als das Bruderspiel. Eure Kreaturen werden durch Aktionspunkte gesteuert. Wenn ihr etwa nur zwei Felder zieht und dann auf Warten klickt, der Gegner in der Zwischenzeit in eure Nähe kommt und ihr danach im selben Zug noch einmal dran kommt, könnt ihr eure restlichen Punkte verbrauchen und so den Gegner als erster angreifen. Zudem besitzen viele Kreaturen bis zu drei Spezialfähigkeiten, die begrenzt oft einsetzbar sind. Schatztruhen und zufällige Objekte (etwa ein Bienenschwarm, der benachbarte Einheiten angreift), die am Schlachtfeld verteilt werden, sorgen für zusätzliche Abwechslung und Taktik.
Mehr zu King's Bounty: The Legend:
-
News: Ab sofort zum Schnäppchen-Preis erhältlich (7 News insgesamt)





Fan werden
Newsletter 
RSS 




Hyphistos
19.11.2008, 11:42 Uhr
Surffix
19.11.2008, 09:03 Uhr
Kampagnen werden durchgespielt, die (derzeitige)KI kann niemals auf dauer menschliche Intelligenz ersetzen. Was kommt danach? Gerade Strategiespiele ob echtzeit oder rundenbasiert brauchen die Möglichkeit gegeneinander spielen zu können. Das hält ein Spiel auch lange am Leben. Homm wäre ohne diese Option sicher nicht das was es geworden ist.
Ich weiß nicheintmal ob aufgrund der Echtzeitbewegung auf der Abenteuerkarte überhaupt ein MP-Part umzusetzen ist.
Hyphistos
18.11.2008, 15:00 Uhr
Surffix
18.11.2008, 10:08 Uhr
Nach der Homm Serie, nun vielleicht ein neuer erfolgreicher Titel. Wäre wünschenswert!
Hoher Irokese
17.11.2008, 18:34 Uhr
becksbeste
15.11.2008, 20:21 Uhr
Valve
14.11.2008, 21:16 Uhr