Während Shooter-Fans und Anhänger des Action-Adventure-Genres vermutlich schon gar nicht mehr wissen, wie sie all die Blockbuster-Titel auf ihrem Weihnachtswunschzettel unterbringen sollen, klammern sich Rollenspieler aktuell verzweifelt an The Elder Scrolls V: Skyrim. Kingdoms of Amalur: Reckoning soll im Februar 2012 endlich für eine nennenswerte Alternative sorgen. Ein schwieriges Vorhaben mit einem vielversprechenden Spiel.
Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?
Auch wenn uns System-Designer Justin Perez von
Big Huge Games vor Ort in den Kölner Räumlichkeiten von Publisher
Electronic Arts anbot, einen Spielstand zu laden, der uns ein Stückweit in die Zukunft des Spielverkaufs verfrachten würde, haben wir uns zunächst für einen seichten Spieleinstieg am Anfang des Storygeschehens entschieden – eine Entscheidung, die wir nicht bereuen sollten. Der Spielbeginn selbst kommt nämlich als außerordentlich detailverliebt inszenierte und atmosphärische Charaktererstellung daher, die geschickt mit der Anfangssequenz verwoben wird: Zwei knuddelige Gnome transportieren unseren zunächst unter einer Decke verborgenen Helden auf einer Bare zu – ja, wohin eigentlich? Das soll sich zwar erst am Ende der kurzen Reise herausstellen. Uns schwant ob der doch recht trübseligen Katakomben allerdings bereits Böses, während wir zunächst Geschlecht, Rasse und Aussehen unserer späteren Spielfigur definieren – immer schön der Reihenfolge nach, in der einer der uns begleitenden Gnome seinen Kollegen über uns ausfragt, um den Totenschein korrekt ausfüllen zu können. Dank dieser Information dürfte nun auch ersichtlich sein, wohin die Baren-Reise führt: Auf einen Haufen – und zwar auf einen voller Leichen.
Bilderstrecke: Kingdoms of Amalur: Reckoning - Screenshots (Dezember 2011)
Kingdoms of Amalur: Reckoning wartet mit einem ansprechenden und abwechslungsreichen Mob-Design auf.
Selbstverständlich aber ist die Reise unseres mittlerweile mit einem individuellen Aussehen und Namen gesegneten sowie wahlweise der Klasse Kämpfer, Magier oder Dieb zugeordneten Helden hier noch nicht vorbei: Wie der Zufall es so will, erheben wir uns von den Toten und bahnen uns einen Weg hinaus aus dem düsteren Massengrab gescheiterter Experimente – das zumindest wird im weiteren Verlauf unserer Flucht deutlich. Eine Besonderheit, ein Auserwählter, das erste und einzig erfolgreiche einer ganzen Reihe von Experimenten mit dem so genannten Seelenbrunnen sind wir, wie uns verschiedene Gnome auf dem Weg nach draußen immer wieder verklicken.
Apropos Klassen: Das Klassensystem in
Kingdoms of Amalur: Reckoning ist nicht starr sondern weitestgehend frei. Im Klartext heißt das, dass ihr euch die Fähigkeiten von Magier, Dieb und Krieger fast nach Belieben zusammenstellen dürft - auch Hybrid-Klassen sind so möglich. Bestimmte Klassenfähigkeiten erreicht ihr jedoch nur, wenn ihr euch auf einen Pfad fokussiert.
EinGuterTropfen
12.12.2011, 11:36 Uhr
SuperMilhouse
09.12.2011, 17:02 Uhr
Agarthar
09.12.2011, 01:20 Uhr
Wäre nett, wenn dieses Spiel mehr Spaß macht, als es der erste Eindruck vermittelt.
Mal abwarten...
XellDincht
08.12.2011, 23:09 Uhr