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Dennis 'Leschni' Leschnikowski | 21.04.2011, 17:00 Uhr

JoWooD
Publisher endgültig am Ende

Wie heute bekannt gegeben wurde, scheiterte das geplante Sanierungsverfahren für JoWooD, womit der Publisher endgültig vor dem Aus steht. Konnte man ein Konkursverfahren in den Jahren 2002 und 2005 noch einmal abwenden, scheiterten in den vergangenen Wochen Gespräche mit entsprechenden Investoren, was zur Folge hat, dass der Sanierungsplan zurückgezogen wird.

Aktuell ist ein Insolvenzverwalter mit der Verwertung des Konzerns beschäftigt, der sich international mit Titeln wie Gothic 2, Spellforce und Torchlight einen Namen machte. Zuletzt lag der Aktienkurs von JoWooD bei gerade einmal 38 Cent, nachdem er in den vergangenen beiden Tagen um 6,7 und 9,5 Prozent sank.

Zuletzt versuchte man die Insolvenz mit einer Klage gegen den deutschen Publisher und Distributor Koch Media abzuwenden, in der es um vermeintlich ausstehende Zahlungen in Höhe von 2,36 Millionen Euro ging.



Publisher endgültig am Ende Kommentare (14)

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Arsat

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22.04.2011, 00:15 Uhr

Zitat von Morin:
Zitat von kalthorak:
tja, schade für die Leute, die jetzt ihren Arbeitsplatz verlieren und nicht direkt im Managment sitzen und das ganze zu verantworten haben.


mal ehrlich, würden die leute, gleich fehlerfrei programmieren, wäre das nicht passiert. das management ist nicht frei von fehlern, aber die verkaufen das, was unten programmiert wird und wenn da schon gleich mist gemacht wird, wird der mist eben auch verkauft.

ich hoffe nur, das diese spieleprogrammiere nicht software für flugzeuginstrumente schreiben.

Ich glaube du hast nicht ganz verstanden was JoWood damit zu tun hat.

Jeder Code hat erstmal Fehler. Das ist normal und Debugger finden da auch nicht alles.
Je umfangreicher der Code, desdo schwerer wird es den Fehler zu finden. Noch schlimmer ist es, daß ja mehrere Leute am gleichen Code arbeiten. Also noch mehr Fehlerquellen.
Dann kommt noch das aller schlimmste : Hunderttausende von Treibern, die auf dem Pc miteinander kollidieren können und so Fehler produzieren. Auf der Konsole ist das etwas leichter.

Deswegen ist eine Optimierung und Bugfix immer am Ende des Prozesses. Zwischendrin auch, aber die ganzen Feinheiten macht man alle am Schluss.

So, jetzt kommt aber der Publisher von Anfang an, der ein bestimmtes Produkt haben will und sofort einen Zeitrahmen festlegt. Was ja erstmal nicht unbedingt etwas schlechtes ist. Nur oft hat der Publisher keine Lust mehr Geld in ein Projekt zu stecken und setzt dann einen Releasetag fest. Egal in welchem Zustand das Spiel ist. Dann wird gefixt und leider auch geschlampt, weil es geht hier ja ums Geld und die Jobs. Was dann eben fehlt ist die ganze Testingsache und das Optimieren und das Bugfixen. Hauptsache das Produkt läuft wenns zur Pressung geht. Egal wie.

Mit der Methode und dem Druck hat JoWood viele Spielehersteller ruiniert und sich selbst immer ein kleines Stück gleich mit.

Um bei deinem Beispiel bei der Software für Flugzeuginstrumente. Da gibts auch Druck, aber da geht Sicherheit vor. Das ist bei Spielepublishern nicht so.

Der Publisher hat das letzte Wort wann ein Spiel erscheint. Das darf man nie vergessen. Oft wird ja auch noch verschoben und Geld nachgeschossen, damit es was wird oder eben viel zu früh relesed auch wenn die Spielehersteller das eigentlich noch garnicht wollen würden.

Deswegen sag ich ja JoWood hat genug Schaden in der Szene angerichtet ( natürlich auch vielen Herstellern ne Chance gegeben, die sonst keine gehabt hätten. Das darf man natürlich nicht vergessen ) und irgendwann muss halt auch mal Schluss sein. Drei Mal insolvent muss reichen udn zeigt auch genau, daß etwas nicht gestimmt hat in der Firma.

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KamaruPWvergessen

21.04.2011, 22:28 Uhr

Zitat von Morin:
Zitat von kalthorak:
tja, schade für die Leute, die jetzt ihren Arbeitsplatz verlieren und nicht direkt im Managment sitzen und das ganze zu verantworten haben.


mal ehrlich, würden die leute, gleich fehlerfrei programmieren, wäre das nicht passiert. das management ist nicht frei von fehlern, aber die verkaufen das, was unten programmiert wird und wenn da schon gleich mist gemacht wird, wird der mist eben auch verkauft.

ich hoffe nur, das diese spieleprogrammiere nicht software für flugzeuginstrumente schreiben.



Mal ehrlich, Kalthorak hat natürlich Recht.

Es ist halt einfach wie überall, es trifft mit der Schließung einfach die Falschen und nicht die wirklichen Sackstützen.

Die einfachen Arbeiter, würden mit Sicherheit auch lieber ein Top-Spiel releasen - wer da halt Druck macht, sind die paar Nasen die eben das sagen haben, aber ihre Schäfchen schon lange im trockenen haben und denen die Schließung wirkich am Arsch vorbei geht.

Traurig - ist aber so... :P

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Alex

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21.04.2011, 22:11 Uhr

naja, ich denke eher es hat etwas mit Mißwirtschaft zu tun. Denn Spiele, wie Gothic, Torchlight etc. waren ja durchaus mit finanziellen Erfolgen verbunden. Egal ob nun bugversucht oder nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es daran lag. Wahrscheinlich wurde einfach schlecht gewirtschaftet und man hat das eingenommene Geld in sinnlose Projekte gesteckt.

Auch wenn man JoWood einiges vorwerfen kann, ist es schade... da der Markt dadurch wieder etwas kleiner wird. und die big three sich wahrscheinlich wieder neue und starke Spielelizenzen einverleiben werden.

Ob die Spiele dadurch besser oder innovativer werden, mag ich bezweifeln.

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Morin

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21.04.2011, 20:57 Uhr

Zitat von kalthorak:
tja, schade für die Leute, die jetzt ihren Arbeitsplatz verlieren und nicht direkt im Managment sitzen und das ganze zu verantworten haben.


mal ehrlich, würden die leute, gleich fehlerfrei programmieren, wäre das nicht passiert. das management ist nicht frei von fehlern, aber die verkaufen das, was unten programmiert wird und wenn da schon gleich mist gemacht wird, wird der mist eben auch verkauft.

ich hoffe nur, das diese spieleprogrammiere nicht software für flugzeuginstrumente schreiben.

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Dritoku

21.04.2011, 19:57 Uhr

haha :3

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formular

21.04.2011, 19:19 Uhr

Hoffentlich wirds von Bigpoint aufgekauft und wir kriegen ein "Gothic Online"!

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nizzie

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21.04.2011, 18:52 Uhr

win

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Lord Vivec

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21.04.2011, 18:51 Uhr

Schade um die Mitarbeiter,aber das Unternehmen war ein Miniatur-EA/Activision;klein aber nicht weniger widerlich.

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Arsat

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21.04.2011, 18:50 Uhr

Zitat von kalthorak:
tja, schade für die Leute, die jetzt ihren Arbeitsplatz verlieren und nicht direkt im Managment sitzen und das ganze zu verantworten haben.

Das sind weniger als man denkt. Ich hab die Zahl leider nicht zur Hand. Irgendwann hab ich sie schonmal gepostet.

Wenn man bedenkt wieviele Spielehersteller die mit ihrer Firmenpolitik in den Ruin getrieben haben ist das schon ok so.

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Meister Tupil

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21.04.2011, 18:49 Uhr

Hurray!

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