Infinity Online - Preview
Beat'em Up goes MMO
Nach dem Ableben kann man als Geist mitverfolgen, ob seine Mitstreiter die Mission erfolgreich zu Ende bringen.
Schon im Tutorial fällt die Ähnlichkeit zu Street Fighter, Tekken und Co deutlich ins Auge. Worauf es bei Infinity nämlich ankommt, sind die verschiedenen Tastenkombinationen, die jede Menge Spezialangriffe auslösen. In richtiger Reihenfolge und Geschwindigkeit gilt es hier mehr oder weniger ununterbrochen die linke und rechte Maustaste sowie die Bewegungstasten zu strapazieren. Was auf einem Gamepad wunderbar intuitiv von der Hand geht, muss mit der Maus allerdings erst einmal einstudiert werden. Kompliziert wird es vor allem, wenn auch noch die Leertaste für Sprünge sowie die Tasten E und R für einen Block und einen Gegenangriff ins Spiel kommen. Für Fingerakrobaten kein Problem, für Einsteiger aber erst einmal eine echte Herausforderung.
Wie in Prügelspielen üblich, gibt es zwei Wege zum Erfolg: Entweder wie blöd auf die Tasten hauen und darauf hoffen, dass am Ende vielleicht etwas Brauchbares herauskommt oder sich die teils langen Tastenfolgen genauestens einprägen und im richtigen Moment gezielt einsetzen. Es muss wohl nicht erwähnt werden, dass die zweite Methode um ein Vielfaches effektiver ist.
Ein großer Unterschied zu Konsolentiteln wie Tekken oder Virtua Fighter ist die Kameraperspektive, die man aufgrund der besseren Übersicht die meiste Zeit in der isometrischen Draufsicht belassen sollte. Denn Übersicht ist bei Infinity ein nicht zu unterschätzender Faktor. Durch die enorme Anzahl an Gegnern, mit denen man es zu tun hat, ist es überlebensnotwendig zu wissen, von wo die nächste Angriffswelle kommt.
Doch zurück zum Tutorial. Die Trainingseinheiten sind erfreulicherweise sehr gut und verständlich aufgebaut, sodass man sich nach den Lektionen bestens auf das Kommende vorbereitet fühlt. Nachdem man die ersten Kombos von seinem Lehrmeister erklärt bekommen hat, kann man auch schon loslegen.
Charakterwahl
Eine typische Charaktererstellung, wie man sie aus MMOGs mit Rollenspielpart kennt, gibt es nicht. Stattdessen wird einem beim ersten Einloggen kurzerhand einer der vier zu Anfang verfügbaren Helden zugewiesen. Auch hier gibt es wieder klare Parallelen zu den Beat'em Ups wie z.B. Tekken. Zu Beginn ist der Charakterauswahl-Bildschirm lediglich mit einigen wenigen Kämpfern gefüllt, die restlichen Felder sind mit Fragezeichen bestückt. Erst wenn man genug virtuelles Geld namens Luna gesammelt hat, kann man sich neue Kämpfer dazu kaufen.
Die Charaktererstellung sucht man vergebens, dafür lassen sich - ausreichend Spieldauer vorausgesetzt - nach und nach neue Helden freischalten.
Auf in den Kampf!
Wer ein MMOG als ein Spiel mit persistenter Spielwelt definiert, wird Infinity nicht als solches einstufen können. Statt einer großen, frei begehbaren Welt gibt es hier lediglich einen Warteraum, von dem aus einzelne Missionen ausgewählt werden. Und auch das "Massively Multiplayer" findet man im neuesten Spiel aus dem Portfolio von Gametribe nur sehr bedingt wieder. In Missionen ist man selten mit mehr als vier Mitspielern unterwegs und auch in PvP-Kämpfen liegt das Maximum bei acht Spielern.
Aber bleiben wir zunächst bei den Missionen. Jede dieser Quests beginnt mit einer kleinen In-Engine-Cutscene, die ein wenig Story vermitteln soll. Allerdings kann man sich dabei nicht ganz sicher sein, ob diese nur ein Scherz der Entwickler oder tatsächlich so etwas wie eine Geschichte darstellen sollen. Im ersten Level sind unsere Gegner beispielsweise Kinder in Entenkostümen. Unsere Aufgabe besteht darin, einen Wagen und mehrere Fässer mit absolut unbekanntem Inhalt - wie unser Held sogar im Intro selbst feststellt - vor diesen frechen Blagen zu beschützen. Warum und wieso? Ich glaube, das könnten nicht einmal die verantwortlichen Entwickler beantworten.
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Naschas
07.03.2009, 19:02 Uhr
danke inm voraus
lg Naschas