InFamous 2 - Preview
Aktuelle Blitzermeldung
Das äußere Erscheinungsbild drängt sich naturgemäß zu allererst in den Vordergrund und stellt Staub- und Rauchwolken in schmutziger Echtheit dar, lässt Blitze und Lichteffekte noch ereignisreicher aufleuchten und liefert einen blitzeblanken Eindruck. Das ist schon imposant anzusehen, wenn es herumfunkt, flimmert und partikelt, wabert, strahlt und stroboskopiert. Den Warnhinweis für Epilepsieerkrankte sehe ich schon jetzt vor meinem geistigen Auge.
Im Gegensatz zum ersten Auftritt stürzen Baufassaden und leichtere Dächer - wie z.B. die von Lagerhäusern - wie Buddelschiffe in Barkeeperhänden ein und gesellen sich zu den verglühend herabfallenden Glutkörpern. Auch ohne in hektische Gamepadrodeos verwickelt zu werden, passiert auf dem Bildschirm massenhaft und könnte gewisse Reizkontingente sprengen. Man könnte aber auch einfach sagen: Verdammt, sieht das spitze aus!
In einer ersten Runde durften wir uns mit einem haushohen Monster anlegen, das in etwa so elegant und hübsch war wie eine aufgeplatzte Küchenschabe auf zwei Beinen. Ein ekelhafter, konstitutionell sehr robuster Mutant mit nur wenigen Schwachstellen an seinem Körper. Immer mal wieder öffnet er seine Gliedmaßen, um seine kleinen Freunde in die Stadt zu entlassen, die ihrerseits Passanten überrennen und zerfetzen; macht sich in solchen Momenten aber anfällig für Starkstrom. Jetzt muss man es nur noch schaffen, die beiden Kernaufgaben gleichmäßig zu jonglieren und die hechelnden Miniaturen fernhalten, während man die sensiblen Punkte auf dem Giganten befeuert.
Damit dieser Akt nicht linear und eingesperrt wirkt, sind jegliche Stellen der Stadt zum Aufstieg freigegeben. Alles, was man sieht, darf auch erklettert werden – womit die sexuelle Sinnauslegung natürlich nicht gemeint ist. Geradezu fließend sind die Bewegungen, die man beim "Nach-oben"-Kraxeln abruft, Simms für Simms, Fensterbrett um Fensterbrett. In wenigen Sekunden erreicht man mehrstellige Höhenmeter, muss sich nicht auf den leidigen Aufstieg konzentrieren, viel eher seine Taktik zurechtlegen, welche Strategie gegen die Riesenbestie wohl am besten greift.
Während dieser offenen Tour durch die neue Metropole New Marais erhaschen wir einen kleinen Einblick ins neue Stadtbild. Von der großflächigen Sumpflandschaft, die der Name im Übrigen sinngemäß mit „neuer Sumpf“ bewirbt, erkennt man da allerdings noch nichts. Dafür ist die Stadt einfach zu gewaltig. Es wird trotz dieser Weitläufigkeit kein Schnellreisesystem geben, sondern wie schon im ersten Teil durch viele Strommasten und eine fahrende S-Bahn flink passierbar. Cole reitet auf Stromleitern wie der Silversurfer durch die Luft. Das ist nicht nur cool, sondern auch äußerst praktisch.
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30.05.2011, 12:19 Uhr