Imperium Romanum: Gold Edition

Imperium Romanum: Gold Edition - Müde Römer

Kalypso Media bietet mit der Gold Edition des Aufbauspiels Imperium Romanum ein augenscheinliches Schnäppchen. Hauptspiel + Addon zum kleinen Preis, kann man da überhaupt was falsch machen als Käufer?

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Zugegeben: Das Aufbauspiel Imperium Romanum ist bereits einige Monate alt, und vielleicht erinnern sich einige von euch gar nicht mehr an dieses Spiel. Vielleicht haben einige davon bereits gehört, konnten sich bisher aber nicht so recht zum Kauf durchringen. Da kommt doch eine solche Gold Edition gerade recht. Diese enthält das gleichnamige Hauptspiel sowie das Addon Emperor. Das Paket kostet im Laden zirka 40 Euro, also so viel wie ein normales Vollpreisspiel. Grund genug, um sich das Angebot mal genauer anzuschauen.


Eine solche Holzwand schützt die aufstrebende Stadt nur bedingt vor Überfällen seitens der Barbaren.

Herrsche und teile
Dieser berühmte Satz wird gerne von Geschichtslehrern zitiert, wenn es um die große Epoche des Römischen Reiches geht. In die genau dieses Zeitalter entführt euch auch das Aufbauspiel Imperium Romanum. Ihr schlüpft in die Rolle eines Statthalters, der in mehr oder weniger entlegenden Provinzen dafür sorgen soll, dass eben diese florieren. Das Spielgeschehen unterscheidet sich im ersten Moment nicht von denen der Konkurrenztitel. Ihr errichtet Gebäude, sorgt euch um die Bedürfnisse der Bewohner und kümmert euch um kleinere oder größere Probleme. Selbst oder gerade rudimentäre Aspekte wie zum Beispiel den Warentransport solltet ihr niemals aus den Augen lassen. Wer zu wenig Sklaven in seiner Provinz "ansiedelt", bringt die Versorgung zum Erliegen, was wiederum erboste Bürger nach sich zieht.

Überhaupt ist der Wirtschaftspart von Imperium Romanum gut gelungen, ohne sich jedoch in uferloser Komplexität zu verlieren. Zwar haben die Bürger bestimmte Bedürfnisse nach Luxuswaren - ohne diese steigen sie nicht im Rang auf - doch das hält sich stets in überschaubaren Grenzen. Zwar gibt es einige Punkte zu beachten (Bürger arbeiten nur in Stätten in unmittelbarer Nähe etc.), doch selbst Einsteiger laufen nicht Gefahr, den Überblick zu verlieren. Das dürfte zwar Profispielern nicht so recht schmecken, aber es ist definitiv zu verschmerzen.

Der Schwierigkeitsgrad richtet sich zudem nach einem anderen Aspekt, der mehr Würze ins Leben eines Statthalters bringt - die Ereigniskarten. Diese ploppen im Spielverlauf immer wieder mal auf und müssen von euch aktiviert werden. Dahinter verbergen sich manchmal Geldgeschenke, meistens aber konkrete Aufgaben, die ihr meistern müsst. So gilt es unter anderem, alle Vorbereitungen für ein Wagenrennen zu treffen, Aquädukte zu errichten oder eine bestimmte Anzahl an reichen Bürgern in eurer Provinz anzusiedeln. Das sorgt für Abwechslung, krankt jedoch nach einigen Stunden leider an Wiederholungen, so dass dem System auf Dauer etwas die Luft ausgeht. Ebenfalls weniger schön ist die Kampagne des Hauptspiels, die aus aneinandergereihten Szenarien ohne storytechnischen Zusammenhang besteht. Hier hätten sich die Entwickler etwas mehr Mühe geben können, was auch der Atmosphäre des Spiels zugute gekommen wäre. Auch der Militärpart präsentiert sich sehr oberflächlich und gewährt euch nur indirekten Einfluss auf das Kampfgeschehen.


Bis man eine solch imposante Provinz errichtet hat, ziehen einige Stunden ins Land.

Addon: Mehr vom Selben?
Immerhin hatte das Team von Haemimont Games die Möglichkeit, einige dieser Mankos mithilfe des Addons namens Emperor zu beseitigen - diese Chance wurde jedoch nicht genutzt. Der Ansatz der Erweiterung ist dabei gar nicht mal so uninteressant: Ihr sollt in entlegenen Provinzen des Römischen Reiches (z.B. Britannien oder Germanien) neue Provinzen errichten und die Präsenz der Römer vergrößern. Hinzu kommt die Möglichkeit, sich einen bestimmten Patron für die Provinz auszusuchen, der bei ausreichender Huldigung spezielle Boni (schnellerer Warentransport etc.) gewährt. Doch all das versickert in den Weiten der vier neuen Kampagnen, da diese lediglich mehr vom Selben bieten: viele Missionen, die jedoch nur selten originelle Ideen mit sich bringen. Das Militär rückt zwar stellenweise mehr in den Vordergrund, bleibt jedoch wegen der geringen Einflussnahme weiterhin zu blass.

Dabei passt der Ausdruck "blass" gar nicht mal so gut zu Imperium Romanum. Das Spiel ist trotz seines "Alters" noch immer ein kleiner Hingucker mit hübschen Details und Animationen. Lediglich bei Nahaufnahmen erkennt man einige weniger schöne Texturen und Clippingfehler. Der Soundtrack ist ebenfalls gelungen und untermalt das Treiben in der Provinz mit passenden Klängen.

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