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Christoph Gerlinger | 07.09.2010, 17:33 Uhr

IFA 2010 - Special
Ein Blick in die Zukunft

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Zum 50. Mal hat in diesem Jahr die Internationale Funkausstellung ihre Pforten geöffnet. Und da wie gewohnt die Messehallen unterm Funkturm dazu einluden, sich die kommenden Highlights der Unterhaltungs-, Informations- und Kommunikationstechnik anzuschauen, ließen wir uns als echte Berliner nicht zwei Mal bitten.
Dass stimmt zwar nicht ganz, aber wir wurden so hartnäckig eingeladen, dass sich irgendwann doch noch ein Plätzchen im Terminkalender freimachen ließ. Notizblock und Kamera bereithaltend und auf eine Gelegenheit lauernd, ausrufen zu können: „Lassen Sie mich durch. Ich bin Journalist.“, haben wir uns also in den vermeintlichen Trubel gestürzt. Der Andrang am ersten Publikumstag war allerdings überschaubar und kein Vergleich zur gamescom mit ihren pulsierenden, schwitzenden Massen. Auch das Antlitz der IFA hat sich gewandelt. Die Zeiten von Marktschreiern, die die Besucher mit Werbegeschenken überhäuften, sind eindeutig vorbei – dabei hätten wir ein paar Kugelschreiber gut gebrauchen können.

Auf der anderen Seite steigt die Zahl der Anzug- und Krawatten-Träger pro Quadratmeter deutlich. Aber wen wundert es: Das Publikum für Hightech-Elektronik ist mittleren Alters und gut situiert. Bei 2,90 Euro für 0,2 Liter Orangensaft muss man das wohl sein; aber das nur als Randnotiz. Entsprechend bedächtig waren die Aussteller in Sachen Akustik. Keine schrillen Töne, keine wummernden Bässe und kein Animationsprogramm rund um ein paar T-Shirts. Stattdessen waren die meisten Stände von bedächtigem Lichtspiel geprägt – Gemütlichkeit und Erholung standen auf dem Programm. Im Mantel des Wohlbefindens sitzt das Portemonnaie ja auch gleich viel lockerer.

Neben freundlichen Messehostessen gab es auf der IFA vor allem Fernseher zu bestaunen.

Tief in die Tasche greifen muss man nämlich, um sich die neueste Fernseher-Generation in das heimische Wohnzimmer stellen zu können. Dafür gibt es den Film- und Sportgenuss zukünftig auch in 3D. Sonys Bilder von der Eröffnungszeremonie der Fussball-WM 2010 sahen jedenfalls beeindruckend aus. Nachteil: Das zusätzliche Nasenfahrrad ist nicht wirklich für Brillenträger geeignet, weil es gerne mal verrutscht und sich ganz grundsätzlich unbequem anfühlt. Außerdem geht die Brille mit einem Helligkeitsverlust des Bildes einher. Einen anderen Weg gehen da neue Fernseher-Modelle, die komplett ohne Zusatzequipment auskommen.

Die Glotzen gab es in allen Größen und für jeden Geldbeutel. Mal verträumt mit Blümchen...

3D-Genuss ohne Brille? Geht das überhaupt? Ja, es geht, allerdings mit Einschränkungen. Das Bild erinnert derzeit ein wenig an die von Aufklebern und Linealen bekannten Wackelbilder. Steht man richtig, bzw. hält den Kopf im richtigen Winkel, dann kann man klar die unterschiedlichen Tiefenebenen erkennen. Allerdings wirken derzeit Hintergründe noch verschwommen, bei falscher Kopfhaltung hingegen hat das Bild einen deutlichen Knick und Objekte in schneller Bewegung scheinen Artefakte hinter sich herzuziehen. Diese Eigenschaften schließen sie zwar noch für den Hausgebrauch aus, aber wer weiß, wo die Industrie in fünf Jahren angelangt sein wird.

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Ein Blick in die Zukunft Kommentare (8)

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IrealiTY

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08.09.2010, 09:52 Uhr

OK Von 3D halte ich auch nix, da ich es eh mit meinen Augen nicht sehen.... (Komischerweise auf dem 3DS schon... egal) Ich fand die IP-TVs viel interessanter (<- Android Anhänger)

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cobra79

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07.09.2010, 22:14 Uhr

Ich glaube, dass es mittlerweile schon ein Selbstläufer ist. Die Geräte werden gemauso rapide im Preis sinken wie die Flachbildfernseher vorher.

Großer technischer Aufwand scheint mir bei den Endgeräten mit Brille eh nicht dahinter zu stecken. Man muss ja letztendlich nur irgendwie sicherstellen, dass zwei unterschiedliche Bilder dargestellt werden, die jeweils nur ein Auge erreichen. Das Problem besteht mMn wohl eher auf der Content-Seite, aber da mittlerweile fast jeder größere Kinofilm in 3D erscheint und ESPN als großer Sportkanal ebenfalls eine 3D-Sparte in Planung hat, wird es nicht lange dauern, bis andere nachziehen.

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Valve

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07.09.2010, 20:59 Uhr

dieser 3d schmarrn wird sich nie durchsetzen.

das ist nur ne mode erscheinung, mit der sich mal kurz fett kohle machen lässt.

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Lazaruz

07.09.2010, 19:40 Uhr

3D + Television = Ultimative Gehirnwäsche.

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Fotomoloman

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07.09.2010, 19:10 Uhr

driman versucht ja nur zu trollen weil der sich sowas von seinem gärtnergehalt nie wird leisten können.

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Jim-West

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07.09.2010, 18:56 Uhr

und sich 3d wohl doch durchsetzen wird

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IrealiTY

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07.09.2010, 18:48 Uhr

Nur doof das von den 88% mindestens 60% schon marktreif angekündigt sind ;)

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Koibito

07.09.2010, 18:26 Uhr

88% der sachen die da gezeigt werden setzen sich doch eh nie durch.
Und 3D ist auch nicht zu gebrauchen ob nun mit oder ohne Brille... schmerzen einen so oder so die Augen nach einem Film.

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