IFA 2010 - Special
Ein Blick in die Zukunft
Auf der anderen Seite steigt die Zahl der Anzug- und Krawatten-Träger pro Quadratmeter deutlich. Aber wen wundert es: Das Publikum für Hightech-Elektronik ist mittleren Alters und gut situiert. Bei 2,90 Euro für 0,2 Liter Orangensaft muss man das wohl sein; aber das nur als Randnotiz. Entsprechend bedächtig waren die Aussteller in Sachen Akustik. Keine schrillen Töne, keine wummernden Bässe und kein Animationsprogramm rund um ein paar T-Shirts. Stattdessen waren die meisten Stände von bedächtigem Lichtspiel geprägt – Gemütlichkeit und Erholung standen auf dem Programm. Im Mantel des Wohlbefindens sitzt das Portemonnaie ja auch gleich viel lockerer.
Tief in die Tasche greifen muss man nämlich, um sich die neueste Fernseher-Generation in das heimische Wohnzimmer stellen zu können. Dafür gibt es den Film- und Sportgenuss zukünftig auch in 3D. Sonys Bilder von der Eröffnungszeremonie der Fussball-WM 2010 sahen jedenfalls beeindruckend aus. Nachteil: Das zusätzliche Nasenfahrrad ist nicht wirklich für Brillenträger geeignet, weil es gerne mal verrutscht und sich ganz grundsätzlich unbequem anfühlt. Außerdem geht die Brille mit einem Helligkeitsverlust des Bildes einher. Einen anderen Weg gehen da neue Fernseher-Modelle, die komplett ohne Zusatzequipment auskommen.
3D-Genuss ohne Brille? Geht das überhaupt? Ja, es geht, allerdings mit Einschränkungen. Das Bild erinnert derzeit ein wenig an die von Aufklebern und Linealen bekannten Wackelbilder. Steht man richtig, bzw. hält den Kopf im richtigen Winkel, dann kann man klar die unterschiedlichen Tiefenebenen erkennen. Allerdings wirken derzeit Hintergründe noch verschwommen, bei falscher Kopfhaltung hingegen hat das Bild einen deutlichen Knick und Objekte in schneller Bewegung scheinen Artefakte hinter sich herzuziehen. Diese Eigenschaften schließen sie zwar noch für den Hausgebrauch aus, aber wer weiß, wo die Industrie in fünf Jahren angelangt sein wird.









IrealiTY
08.09.2010, 09:52 Uhr
cobra79
07.09.2010, 22:14 Uhr
Großer technischer Aufwand scheint mir bei den Endgeräten mit Brille eh nicht dahinter zu stecken. Man muss ja letztendlich nur irgendwie sicherstellen, dass zwei unterschiedliche Bilder dargestellt werden, die jeweils nur ein Auge erreichen. Das Problem besteht mMn wohl eher auf der Content-Seite, aber da mittlerweile fast jeder größere Kinofilm in 3D erscheint und ESPN als großer Sportkanal ebenfalls eine 3D-Sparte in Planung hat, wird es nicht lange dauern, bis andere nachziehen.
Valve
07.09.2010, 20:59 Uhr
das ist nur ne mode erscheinung, mit der sich mal kurz fett kohle machen lässt.
Lazaruz
07.09.2010, 19:40 Uhr
Fotomoloman
07.09.2010, 19:10 Uhr
Jim-West
07.09.2010, 18:56 Uhr
IrealiTY
07.09.2010, 18:48 Uhr
Koibito
07.09.2010, 18:26 Uhr
Und 3D ist auch nicht zu gebrauchen ob nun mit oder ohne Brille... schmerzen einen so oder so die Augen nach einem Film.