Herr der Ringe Online
In Herr der Ringe Online wird das Frühlingsfest gefeiert. Im virtuellen Mittelerde erwarten euch die...
Quer durch Mittelerde haben sie uns gejagt, die Elben, Zwerge, Menschen und Hobbits mit ihren Aufträgen. Wölfen das Fell abziehen sollten wir, Wildschweine jagen, Drachen besiegen und einige Außenposten der Orks infiltrieren, dunkle Minen erkunden, Liebschaften retten und goldene Wälder bestaunen. Doch jetzt haben die Spielchen ein Ende: Der Krieg steht vor den Toren der Freien Völker, und ihr kämpft an vorderster Front.
Einst war der Düsterwald noch als der Große Grünwald bekannt. Elben lebten hier vor Jahrzehnten in Frieden mit den Waldmenschen und der Natur, und König Thranduil zählte die Region zu seinem Herrschaftsbereich, dem friedlichen Waldlandreich.
Doch dann kam Sauron, und alles wurde schlagartig anders: Der Wald verfinsterte sich und war fortan alles andere als der sichere Zufluchtsort von einst. Zahlreiche feindselige Kreaturen patrouillierten unter den Baumkronen. Das mächtige Reich von Thranduil wurde gen Norden zurückgedrängt und das Böse ergriff Besitz von einem Großteil der Waldregion. Das war die Zeit, als die Bewohner von Mittelerde dem Wald einen neuen Namen gaben: Düsterwald.
Ganz schön düster
Keine allzu friedliche Region also, die euch da in der zweiten kostenpflichtigen Inhalts-Erweiterung für Der Herr der Ringe Online erwartet. Fernab von der Heimeligkeit des Auenlandes und der Geborgenheit von Bree erwartet euch ein Gebiet das zwar nicht die Ausmaße von Moria annimmt, aber noch einmal um einiges bedrohlicher daher kommt. Nicht zu unrecht trägt es den Namen Düsterwald: Mit Braun und Grau ist die genutzt Farbpalette dann auch schon weitestgehend vollständig genannt.
Unheilsschwangerer Nebel wabert durch den Wald, am Horizont ragt Dol Guldur emport - Die Belagerung des Düsterwaldes weißt atmosphärisch zu überzeugen.
Ziel eures Wanderausfluges durch den Düsterwald ist die Feste Dol Guldur, ganz im Osten der neuen Region. Hier erwartet euch kein geringerer als der erste der neun Nazgûl.
Doch bevor ihr den finsteren Kapuzenträger mit dem Schwert pieken dürft, steht euch natürlich erst einmal wieder das Absolvieren zahlreicher Quests bevor. Schließlich will zunächst die neue Maximalstufe von 65 erreicht werden.
In Herr der Ringe Online wird das Frühlingsfest gefeiert. Im virtuellen Mittelerde erwarten euch die...
In Herr der Ringe Online eröffnete die adrette Hobbit-Dame Lalia ihr eigenes Geschäft. Modebewusste...
Dass das "MiniOn" günstiger als das AddOn davor ist, ist wahr. Tatsächlich ist es sogar umfangreicher als ihm nachgesagt wird. Allerdings muss hinzugefügt werden, dass einige Dinge und Features im Grunde bereits als Buchupdate angekündigt waren, sodass der Beigeschmack eines "Bezahl-Buches" bleibt.
Das AddOn selbst ist für manchen schlicht und ergreifend "zu" klein. Für Powergamer bleibt häufig das Twinken, denn im unteren Bereich sind die Designer besonders tüchtig. Wer mehr erleben möchte sieht sich dank entschärftem Geargatings mit einer neue Raidinstanz konfrontiert, die wirklich knackig ist und stellenweise an WoW-AQ40 erinnert (gleich zu Beginn Dauerprügeln mit Respawn Richtung Boss...). Doch da der Raidloot nicht unbedingt unter dem Begriff "toll" subsumiert werden kann, dank eingeführtem Strahlensystem (Geargating-Attribut seit Moria) zum Selbstzweck degeneriert, ziehen einige doch lieber weiter gen DN, der Vorgänger-Instanz (wenn man es so sagen möchte).
Das Scharmützelsystem ist nett und dynamisch, die Belohnungen nützlich aber sehr teuer. Die Flexibilität der Bosse ist leicht durchschaubar, die Effizienz ist bislang leider noch im Solobereich bei Vergleich Kosten<->Nutzen höher, sodass Schlachtgruppenscharmützel kaum bis gar nicht stattfinden.
Dadurch haben Mützel den Status eines Wiederholungs-Powergrinden mit dem Charme des Furbolgs-Prügeln aus Vanilla-WoW. Wer hier Abwechslung sucht dem bleibt nur ein erhöhter Schwierigkeitsgrad oder Auslassen. Für die Grinder ist das natürlich die Offenbarung.
Einen Eid auf die Offenbarung hat der für die Strahlen verantwortliche Designer geleistet. Das Geargating-Problem wurde nach eigenem Bekunden erhört, die Folge: Von der einfachsten bis zur schwersten Instanz, ob Hard- oder Questmodus - es gibt immer Tauschmünzen, weshalb für die schwierigeren Instanzen kaum Spieler gefunden werden. Zugleich wurde auch für die neue Raidinstanz der Wert für die erforderlichen Strahlen erhöht - zwar ist man jetzt erst bei deutlich mehr Grauen-Malus zufällig betäubt, dafür sinkt die Nützlichkeit gen Erdboden.
Die besseren Klassengegenstände gibt es zur Herstellung mittels Raredrop aus einer 6er Ini, was zum xfachen Lotto mutiert: Nicht nur muss das Item in der Truhe sein und erwürfelt werden, nein, die daraus entstandene Waffe sollte entsprechende Stats beim Identifizieren besitzen. Klassen, die auch noch die "Kopfstats" benötigen, sehen sich mit noch einem Multiplikator konfrontiert. Hier herrscht nach wie vor Nachbesserungsbedarf.
Das Handwerk selbst erfuhr dank Multi-Erzeugnissen (mehrere Ergebnisse für das gleiche Item, vorher einstellbar) eine kleine Renaissance, in Zusammenarbeit mit dem neu eingeführten herstellbaren 4. Reliktslot können sich jetzt all diejenigen freuen, die etwas Geld mit dem Handwerk verdienen wollen - auch wenn dank xtem Powertwink das Angebot gelinde gesagt "galoppierend inflationär" ist.
Den Begriff einer Inflation wirklich über-strapazierend dürfte wohl das legendäre Waffensystem sein: Durch die Anhebung der Stufen auf 65 heißt es für einige Klassen: "Und noch eine Runde powergrinden". Dank neuen Spruchrollen zur gezielten Anpassung der Waffen (Anhebung der Stufe, gezielter Austausch von Legacies) ist mehr Individualität vorhanden, in Kombination mit der Kopplung des Rollenerwerbs an Tauschmünzen sogar deutlich mehr Grind.
Die epische Buchgeschichte ist schön, aber mitunter lästig (gerade im Hinblick auf die Epilog-Quests). Grundsätzlich ist aber alles schön in Szene gesetzt.
Die Instanzen sind zwar schön designed, aber recht schlauchartig und folgen dem allgemeinen Trend "kürzer ist besser". Was aber am Schwierigkeitsgrad nichts ändert, sofern man den Hardmodus anstrebt, den es nun auch für die neue Raidinstanz gibt.
Alles in allem kann man nicht wirklich klagen, für ein AddOn wurden die Karten ordentlich neu gemischt. Wirklich viel Neues darf nicht erwartet werden - der Rest wird aber, wie gewohnt, in Buchupdate-Form nachgeliefert.
Shariko schrieb:
Vielleicht ist die Erweiterung "Die Belagerung des Düsterwalds" nicht ganz so umfangreich wie "Die Minen von Moria", aber dafür zahlt man ja auch weniger und levelt auch "nu... ![]()
Vielleicht ist die Erweiterung "Die Belagerung des Düsterwalds" nicht ganz so umfangreich wie "Die Minen von Moria", aber dafür zahlt man ja auch weniger und levelt auch "nur" bis Lvl 65. Des weiteren gibt es diese Erweiterung ja auch nicht im Laden in einer Box zu kaufen, sondern nur als elektronische Erweiterung über das Accountsystem von Codemasters.
Da kann man vielleicht zweigeteilter Meinung sein, aber die Entwickler selber haben für diese Erweiterung generell weniger Zeit gebraucht als für die Minen.
Aus meiner Sicht kann man dann auch verschmerzen, dass es keine neue Klasse gibt und dass die Erweiterung ansich nicht ganz so umfangreich ist wie die letzte. Denn so gesehen macht auch Kleinvieh Mist und Hauptsache ist doch, dass die Geschichte sinnvoll fortgeführt wird und dass dem Spielspaß kein Abbruch getan wird.
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