WoW-Fans sind bereits seit über einer Woche mit reichlich neuem Inhalt versorgt und unzählige Todesritter bevölkern seitdem ganz Azeroth. Der Trubel um Mitternachtsverkäufe oder erste Gilden, die bereits das komplette AddOn zu Blizzards Dauerbrenner durchgespielt haben, lässt die Fans von Der Herr der Ringe Online allerdings so kalt wie das Klima in Nordend. Denn seit wenigen Tagen strömen die Abenteurer Mittelerdes in Scharen durch das eigentlich ausgestorbene Eregion in Richtung des mächtigen Nebelgebirges. Zu dessen Füßen nämlich liegt er, der Eingang in Die Minen von Moria.
Nachdem mich die Arbeit bis zum Wochenende leider davon abhielt, mehr als nur den Soundtrack meiner Special Edition des ersten AddOns zu Turbines Mittelerde-MMOG zu genießen, verbrachte ich dafür meinen Samstag fast komplett damit, mir den Weg nach Khazad dûm zu bahnen. Und das ist leichter gesagt als getan, denn nachdem die Gemeinschaft des Ringes am Hulstentor vom geheimnisvollen Wächter angegriffen wurde, ist der westliche Eingang in die Minen unter Schutt und Stein begraben. Bevor es also in die Tiefen hinab geht, müssen zunächst einige Aufgaben an der Oberfläche absolviert werden. Eine Expedition der Zwerge aus den Ered Luin ist bereits eifrig dabei, das Tor zu den Hallen ihrer Vorväter wieder freizulegen. Doch hungrige Wölfe, marodierende Halb-Orks und spionierende Crebain behindern das Vorankommen der Zwergenarbeiter.
Schon beim Betreten von Eregion liegt das Ziel klar vor Augen: Die Berge über Moria.
Auf Stufe 50 sind diese Gegner natürlich kein allzu großes Hindernis mehr und schon bald ist der Moment gekommen, an dem die letzten Brocken vor dem Hulstentor aus dem Weg geräumt werden. [Achtung: Spoiler für den Rest des Absatzes!] Doch was ist das? War da nicht gerade eine Bewegung auf der sonst so totenstillen Wasseroberfläche des düsteren Teiches, dessen Ufer bis fast an den Rand der Berge reicht? Nein, nun ist wieder alles still. War wohl bloß Einbildung. Kein Grund die begeisterte Ansprache des Expeditionsleiters der Zwerge zu stören. Die Öffnung der Tore nach Khazad dûm soll schließlich ein feierlicher Akt sein. Doch plötzlich schießt ein riesiger Tentakel aus dem schwarzen Wasser und reißt einen der Zwerge blitzschnell in die Tiefe. Genau auf diesen Moment der Unachtsamkeit hatte der Wächter offensichtlich nur gewartet. Weitere Fangarme brechen durch die Wasseroberfläche und greifen nach den überraschten Zwergen. Widerstand ist zwecklos. Der Angriff kam zu unerwartet und plötzlich, sodass mir und den Zwergen nur die Flucht bleibt. Der Weg in die Minen bleibt also weiterhin versperrt.
Die Begegnung mit dem Wächter aus dem Wasser ist spannend in Szene gesetzt.
Diese Solo-Instanz ist dank der geschickt inszenierten Kamerafahrten und der tollen Atmosphäre, die die Landschaft selbst versprüht, ein perfekter Appetitanreger. Wer bereits so dicht vor den Toren des einst prächtigen Khazad dûm stand, der will sich den Eintritt auch nicht von einem uralten Monster aus den tiefsten Tiefen verwehren lassen. Um es mit diesem Türsteher der ganz speziellen Sorte aufnehmen zu können, bedarf es einer Waffe von entsprechendem Kaliber. Dies ist der Punkt, an dem das neue System der legendären Waffen ins Spiel kommt. Als Schurke entscheide ich mich natürlich für einen Dolch. Bevor ich diese Waffe aus der Zeit der Altvorderen jedoch benutzen kann, muss ich zunächst einen der neu hinzugekommenen NPCs aufsuchen, um sie identifizieren zu lassen. Erst dann wird das ganze Potential meiner Errungenschaft offenbart. Das Besondere an legendären Gegenständen ist jedoch, dass sie mit ihrem Träger an Macht gewinnen und mittels Fassungen, Runen und Edelsteinen weiter verbessert werden können. Welche Boni die Verbesserungen mit sich bringen, das ist ganz dem Spieler überlassen. So lässt sich eine Waffe perfekt auf den eigenen Spielstil zuschneiden.
Mein Dolch ist zunächst noch auf der ersten Stufe von insgesamt 30. Um es mit dem Wächter aufnehmen zu können, muss meine Waffe erst ein wenig mächtiger werden. Legendäre Items sammeln Erfahrung ganz einfach durch ihren Einsatz. Je mehr Gegner ich also mit meinem neuen Lieblingsspielzeug erledige, desto effektiver wird es. Mit jedem Stufenaufstieg meines Dolches darf ich mich entscheiden, ob ich die erhaltenen Punkte lieber in erhöhten Schaden oder sonstige Klassen-spezifische Boni eintausche. So macht das Monstermetzeln gleich doppelt so viel Spaß.
Auch Sams Lieblingspony Lutz lässt sich in den weiten Landen von Eregion wiederfinden.
Der durch den Wächter erzwungene Aufschub meines Moria-Besuches hat aber auch sein Gutes, denn so nutze ich die Zeit das ebenfalls neue Gebiet Eregion genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Landschafts-Designer von Turbine haben sich dabei wieder einmal selbst übertroffen. Die raue Wildnis mit den ausgetrockneten Flussbetten, den vielen Felsbrocken und verfallenen Elbenruinen ist einfach wunderschön. Über Aufgabenmangel kann man sich ebenfalls nicht beschweren, denn in den Außenposten der Elben gibt es mehr als genug Quests. Wirklich innovative oder herausragende Aufträge sind mir dabei zwar bisher nicht unter gekommen, aber Fans der Bücher oder Filme kommen definitiv auf ihre Kosten. Mehrere Quests lassen den Weg der Gefährten nachvollziehen und sogar Lutz das Pony hat einen Auftritt spendiert bekommen.
An einigen Orten wie beispielsweise Pembar, an denen mehrere Aufgaben zu absolvieren sind, häufte sich die Spieleranzahl am Wochenende jedoch derart, dass der Kampf um die Gegner fordernder war als der Kampf gegen sie. Überhaupt war es auf den Servern seit Release nicht mehr so voll wie in den letzten Tagen. In den Startgebieten wimmelt es vor Runenbewahrern und Hütern, den beiden neuen Klassen, und Eregion ist alles andere als eine verlassene Einöde.
Seit dem Release von Die Minen von Moria gibt es auf gut gefüllten Servern sogar Warteschlangen, aufgrund des großen Spielerandrangs.
Schließlich ist es soweit: Mein Dolch hat die zehnte Stufe erreicht und kann damit neu geschmiedet werden. Dadurch wird er nicht nur noch mächtiger, ich bekomme auch die Möglichkeit, ihm einen eigenen Namen zu geben. Somit kommt meine Waffe anderen legendären Gegenständen wie Stich, Glamdring oder Anduril ein weiteres Stück näher.
Oh ja... und was ich auch wircklich beeindruckend finde - die Landschaftsdarstellung ist bisher unübertroffen, weder Age of Conan noch Warhammer und auch Aion schaffen es nicht weiträumige Landschaften so schön darzustellen. Die Bäume in diesem Spiel verdienen allein schon einen Award.
Das ist auch eines der ersten mmorpgs wo ich einfach so gerne auch mal durch die Landschaft laufe und die Welt von Mittelerde erkunden . In den Lowlevels hat die Action etwas gefehlt , was vielleicht einige abgeschrekt hat. Aber ansnosten das wohl bugfreiste und rundeste onlinespiel von Start ab. Toll ist, dass es auch auf schwächeren PC's noch relativ gut und hübsch läuft.
Dieses Spiel entwickelt sich langsam aber sicher zu einem echten Erlebniss. Wo ich noch von der Beta abgeschreckt war und danach vorm Rechner eingepennt bin immer mit dem Gefühl hier fehlt was, bin ich nun wirklich beeindruckt.
Allen denen WoW zu leicht geworden ist, sollten mal einen Blick riskieren denn Lotro is teil Grottenschwer in Gruppenquests und Instanzen.
Mehr zu Herr der Ringe Online: Die Minen von Moria:
becksbeste
27.11.2008, 16:52 Uhr
Ich bin sooo kurz davor mir das Spiel zuzulegen...
Muss nur gucken was Freundin sagt^^
Ghaleon
27.11.2008, 10:22 Uhr
Das ist auch eines der ersten mmorpgs wo ich einfach so gerne auch mal durch die Landschaft laufe und die Welt von Mittelerde erkunden . In den Lowlevels hat die Action etwas gefehlt , was vielleicht einige abgeschrekt hat. Aber ansnosten das wohl bugfreiste und rundeste onlinespiel von Start ab. Toll ist, dass es auch auf schwächeren PC's noch relativ gut und hübsch läuft.
Beasthole
26.11.2008, 17:55 Uhr
Allen denen WoW zu leicht geworden ist, sollten mal einen Blick riskieren denn Lotro is teil Grottenschwer in Gruppenquests und Instanzen.