Harveys Neue Augen - Test
Wuuuuuggiiiii! - Harveys Neue Augen im Test
Im Verlauf der Geschichte wird uns auch deutlich vor Augen geführt, dass die naive Protagonistin eigentlich gar nicht so lieb und süß ist - tatsächlich ist sie nämlich eine wandelnde Katastrophe! Es passieren immerzu mysteriöse Ereignisse, die nach und nach die anderen Schüler hinwegraffen. Da fallen zum Beispiel Termiten über einen mit Honig beschmierten Mitschüler her, oder es lockert sich ein Kronleuchter von der Decke und erschlägt einen Clown. Auch ein explodierender Ofenkessel, indem sich ein verängstigter Junge versteckte, kann nicht ohne Außenwirkung in die Luft gehen. Und wieso löst sich plötzlich ein Stein-Gargoyle aus seiner Verankerung? Ist der Kleinen überhaupt bewusst, was sie da anrichtet? Scheinbar nicht, denn kaum ist ein Unglück passiert, tauchen sofort kleine Zensurgnome auf, die die Gräueltaten ganz fix mit rosa Farbe übertünchen. Schönfärberei eben.
Die acht Verbote: nicht mit dem Feuer spielen, nicht Erwachsenen widersprechen, keinen Alkohohl trinken, nicht lügen, keine gefährliche Orte betreten, keine scharfen Gegenstände verwenden, nicht wütend werden und nicht tun und lassen, was man will.
Der Psychotrip führt uns linear durch drei Akte und zwar von der Klosterschule in ein (Western-)Dorf, wo Lilli auch eine Reise in ihr Unterbewusstsein unternimmt, und zur aus "Edna bricht aus" bekannten Anstalt. Das angepasste Blondinchen muss sich den Verboten stellen bzw. unterlaufen, um sich in der Geschichte voran zu rätseln. Dabei sammelt Lilli Gegenstände auf, setzt diese irgendwo ein oder kombiniert sie sinnvoll. Die Aktionen werden mit humorvollen, manchmal auch zynischen Bemerkungen bedacht. Oftmals sind die Aufgaben miteinander verknüpft und die Problemknoten werden nach und nach entwirrt. Unlogische Passagen oder richtig harte Knopfnüsse gibt es nicht - dafür sorgen Hinweise in den Dialogen oder vom Erzähler aus dem Off, der übrigens hervorragend von Götz Otto gesprochen wird. Auch kleine Minigames wurden eingebunden, die aber teilweise etwas deplatziert wirken und sich überspringen lassen. Wer die Umgebung nicht mit der Maus absuchen möchte, lässt sich diese einfach per Leertasten-Klick anzeigen und Interaktionsmöglichkeiten werden hervorgehoben. Es ist alles sehr überschaubar, wodurch man dann aber auch schnell den Abspann zu Gesicht bekommt.
Weiterführende Links:





Fan werden
Newsletter 
RSS 


Mendoras
06.09.2011, 20:14 Uhr
Lucille
04.09.2011, 15:14 Uhr
Finde ich auch schade. Steht im Fazit :)
Khero
04.09.2011, 15:11 Uhr