Harveys Neue Augen - Preview
Schau mir in die Augen, Kleines! - Harveys Neue Augen in der Vorschau
Diesmal verfrachtet uns die Geschichte von der Klapsmühle direkt ins Kloster. Lilli, das bravste Mädchen auf der ganzen Welt, harkt gerade Laub. Das findet die Klosterschülerin mit den süßen Zöpfchen und dem trutschigem Schleifchen so toll, dass sie sogar beschwingt vor sich hin singt - zur Missbilligung der knarzigen Oberin Ignatz, der fröhliche Ki-Ki-Kinderstimmen ein Dorn im Gehörgang sind. Aber der Leiterin der Klosterschule kann es die tollpatschige Lilli eh nie recht machen, oder wieso sonst sollte die angepasste Schülerin denn sonst immerzu etliche Aufgaben für die Oberin erledigen? Denn kaum hat sie ihre erste Pflicht - mehr oder weniger gut - erledigt, wird sie zum Beet umgraben und zur Entfernung der Termiten am Schaukelbaum geschickt.
Stille Wasser sind tief
Lilli steht schon vor den ersten kniffligen Aufgaben, die sie mit bloßen Händen nicht bewerkstelligen kann. Zum Glück trifft die Kleine auf ihre beste Freundin Edna, die gerade einen Schatz heben möchte. Kenner von "Edna bricht aus" werden zweifelnd mit der Stirn runzeln und sich fragen, ob die wirklich einen guten Einfluss auf die Klosterschülerin ausübt. Aber Edna hat wirklich gute Tipps auf Lager. Eine Schaufel brauchen wir, und was Süßes sollen wir besorgen. Zudem braucht jedes Mädel eine gute Freundin - vor allem Lilli.
Das schüchterne, angepasste Mädchen ist nämlich in der Klosterschule nicht sonderlich beliebt. Einerseits gibt sich die Blondine sehr einsilbig, denn mehr außer "Hmmm" oder "Äh" bekommt sich nicht heraus, da sie sowieso immer sofort unterbrochen wird. Andererseits zieht sie durch ihre Unfähigkeit immerzu den Zorn der Oberin auf sich - und na klar auf die anderen Klosterschüler. Und ab und zu ereignen sich auch einige mysteriöse Unfälle, die aber von kleinen Zensurgnomen ganz fix rosa übertüncht werden. Kein Scherz! Immerhin setzt "Harveys Neue Augen" auf eine gewaltfreie Darstellung der Inhalte - es könnten ja Kinder vor dem Monitor sitzen.
Da fällt ein wasserspeiender Gargoyle vom Sims, ein Kronleuchter von der Decke oder ein Bienennest vom Baum? Ach, da wird schon nichts Schlimmes passiert sein. Wo aber nach und nach die Mitschüler, wie etwa der fiese Schulrowdy Freeman oder die beiden beliebten Manga-Girlies Suka und Shy, abgeblieben sind...? Diese doch sehr grausamen Ereignisse sowie die zurückhaltende Wortkargheit der Protagonistin sorgen anfänglich noch für ein überraschtes Brauenzucken, aber mit der Zeit nutzen sie sich durch die Wiederholungen etwas ab.
Verhaftet die üblichen Verdächtigen!
Aber wo ist eigentlich der blaue Plüschhase Harvey, dessen Name den Spieltitel ziert? Keine Sorge, den bekommen wir im Verlauf des Abenteuers schon noch oft genug zu Gesicht. Der Frotteelappen mit den roten Augen ist nämlich das Spielzeug des Psychiaters Dr. Marcel, der derweil im Rollstuhl sitzt ("Edna bricht aus" hat Spuren hinterlassen). Die Oberin Ignatz zog den renommierten Therapeuten zu Rate, weil die Klosterschüler - insbesondere eine bestimmte Mitschülerin - dermaßen ungezogen sind, dass nun der anerkannte (oder sollte man eher sagen berüchtigte?) Psychologe wieder für Zucht und Ordnung sorgen soll.





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Shariko
18.07.2011, 19:13 Uhr