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Test zum Spiel: Harry Potter und der Halbblutprinz Spiel-Test

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Plattformen:
NDS, PC, PS2, PS3, PSP, Wii, XBox 360
Release:
keine Angabe
Status:
keine Angabe
Publisher:
Electronic Arts
Entwickler:
Electronic Arts
Genre:
Action-Adventure
USK:
keine Angabe
Offizielle Seite:
keine Angabe
Fanseite:
keine Angabe
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Denis Brown | 14.07.2009, 18:49 Uhr

Harry Potter und der Halbblutprinz - Test
The Wiizard

1 Wertung

Zu Schade. Nach einer gar nicht mal schlechten fünften Episode kehrt Harry Potter wieder zum Durchschnitt zurück. Zumindest bei der Spielumsetzung von EA, die nach wie vor auf Nintendos Wii am meisten Spaß macht.
Ich würde mich ganz bestimmt nicht zu den waschechten Harry Potter-Fans zählen. Okay, Ich habe alle sieben Bücher gelesen, teils auf englisch, teils auf deutsch, und finde sie gut. Es ist keine gehobene Literatur, aber Harry, Ron und Hermine durch ihre Schullaufbahn und viele kleine Abenteuer zu begleiten, war durchaus unterhaltsam. Ansonsten verhält es sich bei Harry Potter genauso wie mit allen anderen Serien, an denen ich Gefallen gefunden habe: Ich neige einfach dazu, mir allen möglichen Blödsinn aus diesen fiktiven Geschichten zu merken. Darum erinnere ich mich an irgendwelche Raumschiff-Bezeichnungen aus Star Trek oder Handlungsverzweigungen aus dem Herr der Ringe, ohne mir darüber Gedanken zu machen. So als ob mein Gehirn ein Magnet für nutzloses Trivialwissen wäre.

Hat aber auch manchmal Vorteile. Speziell beim Rezensieren zugehöriger Software, deren Qualität in der Regel reziprok zum Bekanntheitsgrad der Lizenz steht. Gerade in solchen Fällen ist es unheimlich sinnvoll, sich auszukennen, wenn auch nicht immer nötig.

So war die Versoftung des fünften Harry Potter Bandes gar nicht mal so schlecht. Man lief sich zwar im nachgestellten Schulschloss Hogwarts die virtuellen Hacken wund, aber ansonsten bekam man für seine 60 Euro brauchbare Action-Adventure-Kost, die speziell auf Nintendos Wii ungemütliche Regentage überbrücken konnte.

Die Spielfassung von Harry Potter und der Halbblutprinz versucht es mit einem ähnlichen Rezept. Durch das Schloss laufen, alle Nase lang Wappensymbole sammeln, die irgendwie ungemein an den Sternenstaub aus Super Mario Galaxy erinnern und die Handlungsabschnitte der Vorlage abklappern. Allerdings ist die Story des sechsten Bandes derart beschnitten worden, dass ich richtig froh bin, ihn bereits gelesen zu haben. Schon die Einleitung hinterlässt gerade bei Fans mehr Fragen als Antworten, denn es werden Zusammenhänge gefestigt, von denen im Original kein Sterbenswörtchen steht und Dinge, die Hauptfigur Harry nur vermutet hatte, als Fakt dargestellt.

Das Brauen der Tränke gehört zu den spaßigsten Aufgaben. Zumindest auf Nintendos Wii. (Screenshot: Wii)

Auch wenn ich davon ausgehe, dass die meisten potentiellen Käufer dieses Spiels den Stoff bereits kennen, möchte in dieser Rezension nicht allzu viel von der Geschichte verraten und kann deshalb nicht auf Details eingehen. Da dies aber gleich der erste Anlaufpunkt meines Textes ist, könnt ihr euch vielleicht vorstellen, wie enttäuscht ich letztendlich war, als ich sah, wie schnell und lieblos einige äußerst wichtige Handlungsstränge abgehandelt wurden. EAs Versoftung des sechsten Bands wird euch jedenfalls keine Träne entlocken, ganz egal wie tragisch das Ende des Buches auch ausfiel.

Angesichts der technischen Voraussetzungen ist das jedoch nicht verwunderlich. Die Engine und viele Grafiken wurden ganz offensichtlich aus dem Vorgänger übernommen und wenn überhaupt nur minimal aufgewertet. Die etwas steifen Animationen und die leider noch immer stark an PS2 erinnernde Schlossarchitektur hätten jedenfalls eine Rundumerneuerung verdient.

In den Duellen herrschen die Spezialeffekte. Großen Anspruch dürft ihr aber nicht erwarten. Nur auf Wii geht man wirklich intuitiv vor. (Screenshot: Wii)

PS2? Entschuldigt, ich meine natürlich die Wii, die erneut als Leadsystem dient. Der Grund dafür liegt buchstäblich auf der Hand: Wie schon Teil fünf baut auch das aktuelle Harry Potter-Spiel auf die Verwendung der Wii-Remote, die als Zauberstab-Ersatz herhalten darf. Wobei einige der Gestiken nochmals vereinfacht wurden, um die Reaktionszeit zu verringern. Rein inhaltlich bleibt jedoch alles beim Alten. Accio und Depulso verwendet ihr, um Gegenstände heranzuholen oder von euch weg zu stoßen, Reparo zum reparieren, Incendio zum Feuer machen, und den berühmten Wingardium Leviosa-Zauberspruch, um Dinge schweben zu lassen. Wirklich schwere Puzzles sucht man allerdings vergebens. Tatsächlich braucht man das Gehirn nicht ein einziges Mal im ganzen Spiel anzuwerfen, da einem so ziemlich alles mundgerecht vorgekaut wird und die kompliziertesten Handlungen gerade mal darin bestehen, ein Wappensymbol in seine Teile zu zerbröseln, durch ein Gitter schweben zu lassen und anschließend wieder zusammenzusetzen.

1 Wertung




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