Halo 3 - Test
Halo again
Wer sich im Universum der Halos bestens auskennt, kann sofort loslegen und wird sich über das schnelle Fortsetzen der Story freuen. Für Neulinge hingegen steht Geschichtsunterricht auf dem Stundenplan, bevor auch nur die Halo 3-Disk eingelegt wird. Denn Entwickler Bungie hat vorgesorgt und die Geschehnisse in Kurzform ins Handbuch gepackt. Wir setzen noch einen drauf und widmen uns nur kurz der Geschichte. Im Jahr 2552 steht die Menschheit im Krieg mit der Allianz - ein ziemlich unfreundliches und fieses Alien-Volk, das durch seinen Glauben an ringartige Waffen keine Rücksicht auf andere Rassen nimmt. Die angepriesenen Ringe werden Halos genannt und wurden vor langer Zeit von ihren Schöpfern, den Blutsvätern, verlassen. Da der nicht gerade redselige Protagonist des Spiels, der Master Chief, bereits einen dieser Ringe zerstört hat und die letzte Brut seiner Zunft ist, ruhen alle menschlichen Hoffnungen auf ihm. Immerhin ist er das letzte lebende Mitglied des Militärprogramms SPARTAN II. Als wäre der Ärger mit der Allianz nicht schon genug, gesellt sich auch noch ein alles verschlingender Parasit namens Flood dazu. Dieser will erst Ruhe geben, wenn er die Herrschaft über alle denkenden Kreaturen hat. Doch das ist noch nicht alles, die Spitze des Eisbergs ist der zweite Halo-Ring, der mittlerweile aktiviert wurde. Das Desaster ist damit perfekt: Im Krieg mit der Allianz, verfolgt von einer Art Virus und abschussbereiten Ringen, deren Kraft ins Unermessliche geht. Lange Rede kurzer Sinn: Der Master Chief muss aufräumen.
Kaum mit atemberaubender Geschwindigkeit in der Welt Mach 3 eingeschlagen, steht der coole Master Chief auch schon inmitten seiner Soldaten-Kollegen. Nach einem kurzen Fitness-Test geht es auch schon los, man kann erstmals das prachtvolle Ambiente von Halo 3 genießen: Raue Felsvorsprünge, idyllische Flussläufe und wuchtige Bäume zieren die eindrucksvolle Berglandschaft. Zusammen mit dem Gebieter, einem Kommandant der neu gewonnen verbündeten Eliten, und seiner Spezies macht man sich auf die Socken durch das weitläufige Grün. Hier zeigt sich schnell, was in den nächsten Stunden ansteht: Action satt. Ohne großes Vorgeplänkel geht es gleich ins Gefecht. Kaum erscheinen die ersten Grunts der Allianz, fliegen auch schon die für Halo typisch bunten Kugeln über den LCD-Fernseher. Wie auch in den Vorgängern wird man im Gegensatz zu vielen anderen Shootern keine Munition finden, sondern muss sich ans Wechseln der zwei möglichen Waffen gewöhnen. Der spärlichen Anzahl an Gegnertypen versuchen die Vehikel entgegen zu wirken. Auf Seiten der Menschen sorgen das einem Quad ähnelnde Mongoose, der Allround-Jeep Warthog sowie der robuste Scorpion-Panzer für einen fahrbaren Untersatz. Soll es hoch hinaus in die Lüfte gehen, steht der schwebende Hornet bereit, über den man im Laufe des Spiels auch die Kontrolle übernimmt. Lediglich ein Flugticket bekommt man dagegen beim Pelican, denn ans Steuer des Transportflugzeugs der UNSC darf man nicht.
Die Allianz greift bei ihren Angriffen ebenfalls auf fünf Helfer zurück. Neben dem wendigen Ghost stehen auch ein manövrierunfähiger Shade und ein behäbiger Wraith zur Verfügung. Als Flugunterstützung besitzen die Bösewichte einen Banshee und einen Phantom, welcher dem Transportschiff der Menschen sehr ähnelt. Absolutes Highlight aller Konstruktionen ist allerdings der Scarab-Panzer. Frei nach dem Motto "Größer ist besser" haben die Mannen von Bungie diesen Koloss als Zwischengegner spendiert. Inspirieren ließen sie sich dabei allem Anschein nach vom PS2-Klassiker Shadow of the Colossus, denn auch hier waren es unfassbar große Geschöpfe, die durch gezielte Treffer besiegt werden mussten.
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