Guitar Hero World Tour - Test
Dreh den Verstärker auf elf
Die Aufteilung der Noten-Highways entspricht der von Rock Band - unten die Instrumente, oben der Gesang.
Gute Chancen auf einen Erfolg hat das Spiel schon alleine des Namens wegen. Er steht quasi als Synonym für musikbasierte Videospiele mit Plastikinstrumenten, ähnlich wie Singstar für Karaoke ein Aushängeschild darstellt. Wie gut der Name zieht, haben wir schon feststellen können, bevor wir an ein Testmuster kamen. Selbiges übte wohl so viel Reiz auf einen Übeltäter bei der Post aus, dass er Instrumente und Spiel kurzerhand aus dem Paket stibitzte. Dieser nette Mitarbeiter ist übrigens auch der Grund für die Verspätung dieses Reviews - ursprünglich wollten wir ja Rock Band 2 und Guitar Hero 4 im direkten Duell antreten lassen. An dieser Stelle sei Activision noch mal herzlich für das zweite Testmuster gedankt, denn einen ausführlichen Test wollten wir uns nicht entgehen lassen. Zwar durften wir uns bereits im Freundeskreis einen Eindruck von der Xbox 360-Version verschaffen, doch einem vollen Test wären diese Sessions nicht gleichgekommen.
Schon auf der diesjährigen Games Convention machte der Titel einen sehr guten Eindruck, schickte er sich doch an, die wenigen Schwächen von Rock Band auszunutzen und ein noch besseres Rock-Erlebnis auf die Mattscheibe zu zaubern. Prinzipiell sehen sich beide Spiele daher sehr ähnlich. Auch in Activisions Interpretation stehen bis zu vier Teilnehmer vor der Konsole, um sich an Plastik-Gitarre bzw. Bass, einem Leichtmikrofon und einem zusammengestutzten elektronischen Drumkit zu versuchen. Damit jeder weiß, was er singen / spielen soll, laufen eine Karaokespur sowie bis zu drei "Noten-Highways" über den Screen, auf dem farbige Symbole die zu aktivierenden Knöpfe an Gitarre und Drums angeben.
Ein Prinzip, bei dem man eigentlich nicht viel falsch machen kann. Schon die enge Verknüpfung mit der Musik und der Rock-Poser-Faktor sorgen für so viel Spielspaß, dass es bei einer Bewertung nur noch auf die Details ankommt. Wer auf die Zahl da oben geschielt hat, ahnt schon, dass die Umsetzung von Neversoft und Activision nicht ganz so gut gelungen ist wie erhofft. Einige Faktoren sind tatsächlich lobenswert fortschrittlich ausgefallen, andere hinken dem Genreprimus hinterher, weil Activision mehr auf die spielerische als auf die musikalische Note des Genres setzt.
Bei einem Spiel dieser Art ist z.B. das Bandgefüge einer der wichtigsten Faktoren. Was hat man davon, zusammen zu spielen und nicht einzeln in der Solo-Karriere? Zum einen macht das Abrocken gemeinsam mehr Spaß. Klar, man kann posen, die eigenen Skills zeigen und zu den Lieblingssongs abfeiern. Leider verzichtet Guitar Hero World Tour aber auf Features, die Nichtspielern einen leichteren Zugang zu diesem Multiplayer-Vergnügen ebnen. Stattdessen wird das nerdige Gamer-Dasein sogar noch belohnt, indem der Multiplayer-Part z.B. auf die Rettungs-Funktion verzichtet. Spielt ihr also mit einem Anfänger, der seine Einsätze ständig vergeigt, so fliegt nicht nur er aus der Band, sondern der ganze Auftritt findet ein rapides Ende.
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Gamer2000
31.12.2008, 21:05 Uhr
Ghaleon
27.11.2008, 09:06 Uhr
thx, ich hatte nur dnach Bundle's ausschau gehalten .
karaokefreak
27.11.2008, 00:14 Uhr
Die Wii-Version konnten wir leider nicht testen.
Ghaleon
27.11.2008, 00:10 Uhr
Dass ist SEHR übel... . Also wohl doch besser zu Rockband 2 greifen... . Wie kommt es eigentlich,dass Rockband 2 noch nicht in den Geschäften steht ? erst jetzt ausgeliefert?