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Test zum Spiel: Guitar Hero Aerosmith Spiel-Test

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Plattformen:
PS2, PS3, XBox 360
Release:
Playstation 2: 2008
Playstation 3: 27. Juni 2008
XBox 360: 27. Juni 2008
Status:
Released
Publisher:
Activision
Entwickler:
Neversoft
Genre:
Anderes
USK:
Alle Altersstufen
Offizielle Seite:
keine Angabe
Fanseite:
keine Angabe

DISKUSSIONEN zum SPIEL

News
Patch für die XB360 Rock Band-Gitarre 2
Neuste: 06.07.2008 20:39
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Denis Brown | 09.04.2009, 20:38 Uhr

Guitar Hero Aerosmith - Test
Zwanzig Euro die Stunde

1 Wertung

Die luftigen Schmidts laden zur digitalen Show und Neversoft organisiert die Bühne. Guitar Hero: Aerosmith begleitet die Altrocker auf einem Mini-Flashback durch ihre Karriere, die jedoch deutlich länger ausfiel als der Spaß, den ihr mit dieser Disc haben werdet. Rund ein Jahr nach der Veröffentlichung der Konsolen-Fassungen ist übrigens auch die PC-Version in unser Testlabor geflattert.
Schon letztes Jahr kündigte es sich an: Auf dem Musikspielmarkt wird es immer enger - Nach Guitar Hero und Rock Band (dessen Fortsetzung bereits für die USA angekündigt wurde) wollte uresprünglich auch noch Konamis Rock Revolution ein Stück vom Kuchen haben. Doch noch bevor Guitar Hero World Tour und alle anderen Mitstreiter um das Weihnachtsgeschäft kämpften, versuchte Activision mit Neversoft noch ein wenig Kohle aus der Guitar-Hero-3-Engine zu quetschen. Klingt drastisch formuliert, aber wenn man erst mal weiß, dass einem für die knapp 40 Songs von Guitar Hero: Aerosmith der volle Preis abverlangt wird, sinkt die Motivation rapide, nach netteren Umschreibungen zu suchen.

Grafisch wurde GH: Aerosmith nur minimal aufgebohrt

Nun gut, als Aerosmith-Fan könnte man durchaus gewillt sein, das Geld locker zu machen, auch wenn von den 41 Songs nur 28 tatsächlich von Steve Tyler und seiner Band stammen, während die restlichen 13 Beiträge von Acts kommen, die Aerosmith entweder beeinflusst haben oder von der Band favorisiert werden. Seltsam eigentlich, dass trotzdem kein einziger Song von den Rolling Stones zu finden ist. Schließlich lässt sich nicht abstreiten, dass Aerosmith in Habitus, im Musikgenre und auch beim Alter ein verzerrtes Abziehbild von Mick Jagger, Keith Richards und Co darstellen. Das ändert natürlich nichts an der hohen Qualität des Bluesrock, den Aerosmith schon seit Jahrzehnten spielt. Ganz zu schweigen davon, dass sie sich mit Projekten wie dem Crossover mit RunDMC auf ganz eigene Weise in der Musikgeschichte verewigen konnten. Ob das Grund genug für eine eigene GH-Auskopplung ist, muss jeder selbst mit seinem Musikgeschmack ausmachen. Die Wahl der Tracks ist angesichts des Repertoires jedenfalls über jeden Zweifel erhaben. Und als kleines Schmankerl gibt es zwischen jedem Konzert der Karriere kleine Schnipsel aus einem Videointerview mit der Band zu begutachten.

Der Wiedererkennungswert der Band ist äußerst hoch

Konzeptionell hält man sich weiterhin an die Regeln des Mutterschiffs Guitar Hero 3. Daher setzt auch die Aerosmith-Auskopplung hauptsächlich auf den Karrieremodus für einen Spieler. Dabei gilt es, in jedem von sechs Konzerten das virtuelle Publikum mit zwei Einstiegs-Acts anzuheizen, bevor drei Aerosmith-Stücke den Gig perfekt machen. Zwischen "Love in an Elevator", "Dream on", "Sweet Emotion" oder "Walk this Way" sollt ihr also auch "Always on the Run" von Lenny Kravitz, "I hate myself for loving you" von Joan Jett sowie eine Hand voll weiterer genrefremder Klassiker auf der Plastik-Les Paul anstimmen. Dank eines nachgelieferten Patchs, den ihr automatisch angeboten bekommt, sobald ihr euch mit dem Spiel online einwählt, ist die Xbox 360 Ausführung der Rock Band-Gitarre übrigen kompatibel und kann mit GH:A verwendet werden. Allerdings nicht auf dem PC, was ziemlich ärgerlich ist. Genau genommen gibt es nämlich gerade mal zwei Gitarren, die man in der Theorie ohne großen Aufwand am PC verwenden kann: Die quitschige, kleine und klapprige Guitar Hero 2- Xplorer oder die Rock Band Stratocaster. Einfach aus dem Grund, weil sie beide über USB verkabelt sind. Für alle anderen Gitarren bräuchte man einen Wireless-Empfänger, wie er auch für Xbox 360-Pads zum Einsatz kommt, und das wäre den meisten Spielern für eine Runde Guitar Hero sicherlich zu teuer.

Da beide Gitarren letztendlich nur Standard-Controller mit anderer Form abgeben - ja man kann sogar viele andere Games mit ihnen Spielen, auch wenn es sich oft nicht als praktischste Lösung herausstellt - wäre davon auszugehen, dass beide Gitarren voll funktionstüchtig sind. Aber weit gefehlt. Die Rock Band Gitarre funktioniert in allen Menüs, wird aber falsch belegt, sobald ein Song beginnt. Fahrlässigkeit? Nein, Absicht. Anders ist es jedenfalls nicht zu erklären, dass sogar Joypad-Mapper wie Xpadder nicht in der Lage sind, die falsche Belegung der Buttons zu umschiffen. Somit bleibt PC-Rockern ohne Wireless-Adapter leider nur der Griff zur veralteten und unzuverlässigen X-Plorer. Es sei denn, man spielt Frets on Fire-Like auf den F-Tasten der Tastatur. Angesichts der Qualität der X-Plorer fast schon die bessere Alternative. Aber auch nur fast, denn auf der Tastatur rockt es sich einfach nicht so gut. Druckpunkte und Aufteilung der Buttons sind dafür einfach nicht geschaffen. Aber die Wahl liegt ja bei euch!

Sobald Aerosmith dann erstmals die Bühne betritt, seht ihr die wenigen grafischen Fortschritte, die mit der Engine seit Guitar Hero 3 erzielt wurden. Die komplette Band wurde mit hohem Wiedererkennungswert digitalisiert und weist trotzdem einen gelungen überzeichneten Stil auf. Allerdings wirken die Abbilder der Musiker erstaunlich brav für ein Spiel, das sich als Rock-Simulator anpreist, was vielleicht auch einfach nur dem Alter der Vorbilder zuzuschreiben ist. Als Ausgleich dafür werden die etwas steif gefrorenen Grinsegesichter nun in neuen Kamerawinkeln präsentiert. Steve Tyler spielt beim Singen hin und wieder sogar mit dem virtuellen Kameramann, schubst ihn zu Seite oder umkreist ihn. Davon bekommt man als Spieler zwar nur selten wirklich etwas mit, da man zu sehr mit dem Notenlaufband beschäftigt ist, doch dass die gesamte Grafik nun einen Tick flüssiger und sanfter über den Screen flimmert, ist nicht von der Hand zu weisen. Offensichtlich wurde das Letzte aus der Grafikplattform herausgeholt, um auch die Bühnen mit mehr Details schmücken zu können. Wobei sich echte Aerosmith-Fans in diesem Zusammenhang sicherlich darüber freuen werden, Nachbauten bekannter Schauplätze aus der Bandkarriere zu finden.

1 Wertung




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