Denis Brown | 16.09.2009, 13:12 Uhr
Guitar Hero 5
Score vs. Ohr
Fazit zum Test von Guitar Hero 5
Score vs. OhrAllein wegen der Rettungsfunktion für ausgeschiedene Bandmitglieder, der ausgezeichneten Setliste, einsehbaren Schwierigkeitsgraden für jedes einzelne Instrument und der verbesserten Kompatibilität zu allen erhältlichen Instrumentencontrollern hebt sich Guitar Hero 5 positiv von seinen Vorgängern ab. Partytauglichkeit wird auch in dieser Serie endlich groß geschrieben – hat ja auch lange genug gedauert. Dennoch sind einige Macken nicht abzustreiten, die je nach Herangehensweise an das Thema Musikspiele unterschiedlich schwer wiegen. Für notorische Knöpfchendrücker, denen flinke Finger wichtiger erscheinen als verzückte Ohren, sind die Umstände beinahe ideal. Wer mehr Interesse am musikalischen Anteil und am gemeinsamen Abrocken hegt, könnte jedoch arg enttäuscht werden, sobald er feststellt, dass sein Einsatz am Plastikinstrument keinerlei Ausschlag gibt. So spaßig die freie Instrumentenwahl bei maximal fünf Spielern auch im ersten Moment erscheint, praktisch birgt sie einfach zu viele Nachteile, die zugunsten egoistischer Teilnehmer in Kauf genommen werden. Man merkt leider, dass es bei Guitar Hero noch immer um ein simples Spiel geht, und nicht um eine ernst zu nehmende Musikplattform mit Karaoke-ähnlichem Einsatz. Das spiegelt sich leider auch im respektlosen Umgang mit den Konterfeis so mancher Musiker wider. Sollte euch das nicht stören, dann schlagt ruhig zu, denn dann gehört ihr genau zu der Zielgruppe, die Neversoft ansprechen möchte. Alle anderen bleiben beim noch immer leicht überlegenen Rock Band 2.
Pro
- Hervorragende Musikauswahl
- Party-Modus
- Alle Songs im Freeplay sofort zugänglich
- Rettungs-Funktion
- Viele Multiplayer-Optionen
- Indikator für Schwierigkeitsgrade
- Neues Karrierekonzept
- Bessere Kompatibiliät zu RB-Instrumenten
- Unterstützt drahtlose Mikrofone
- Einige Songs aus den Vorgängern importierbar (außer PS2)
- Technisch gut gelöst
- Minimal übersichtlicheres Aufnahmestudio
Kontra
- Keine Neuerungen im Basis-Spielsystem
- Noch immer sehr schwammiges Anschlags-Timing
- Multiple Instrumentewahl nur für Knöpfchenliebhaber
- Vier Notenspuren auf einem TV sind zu viel
- Bass verliert an Wert
- Pietätlose und kitschige Grafik
- Songimport nur halbherzig
- Inspirationslose Soundabmischung (speziell Wii und PS2)





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