Guild Wars - Special
Top-Interview mit den Arenanet-Gründern
Mike O'Brien: Ich denke, wir haben beide Spielertypen. Wenn ich mit Hardcore-Rollenspielern über Guild Wars rede, sagen die: "Ich liebe die Rollenspiel-Elemente in Guild Wars, aber ich glaube nicht, dass die Leute die PvP-Features mögen". Und wenn ich die PvP-Fans frage, sagen die: "PvP ist euch echt klasse gelungen, aber interessiert eigentlich irgendwen die Rollenspiel-Elemente, die ihr eingebaut habt?" Das ist lustig, aber es ist auch eine der Sachen, die wir mit Guild Wars 1 offensichtlich nicht so toll hinbekommen haben. Wir ziehen beide Spielertypen an, aber sie können miteinander nicht sonderlich viel anfangen.
OnlineWelten: Der ganze Wettkampfaspekt in Guild Wars war ja überhaupt ziemlich neu.
Mike O'Brien: Stimmt! In herkömmlichen MMOs spielst du mit einer Gruppe von Leuten auf einem bestimmten Server. Aber um echten Wettkampf zu haben, mussten wir den Leuten die Möglichkeit bieten, sich mit allen anderen Spielern auf der ganzen Welt zu messen. Das war eine der grundsätzlichen Technologien, die wir eingebaut haben. Ich bin überzeugt, dass Guild Wars immer noch das einzige wirklich internationale, kompetitive MMO ist. Aber wir hätten die Spieler besser an PvP heranführen müssen. Wenn ich ein guter Rollenspieler bin in Guild Wars 1, und zum ersten Mal bei PvP mitmache, nehme ich meinem Team einen von vier Plätzen weg. Wenn wir dann verlieren, bin ich als PvP-Einsteiger schuld daran, und die anderen sind sauer auf mich. Das ist nicht gerade eine schöne Erfahrung!
OnlineWelten: Was wollt ihr denn in dieser Beziehung besser machen in Guild Wars 2?
Mike O'Brien: Wir werden zwei PvP-Modi haben. Zum einen den gewohnten, e-Sport-artigen, wo beide Seiten die gleichen Voraussetzungen haben und sich sportlich messen können. Und zum anderen führen wir den "Welt-PvP" ein. In Guild Wars 2 wird die Welt "persistent" sein. In bestimmten Abständen wird sich deine Welt mit einer anderen Welt verbinden. Dann kommt es zum Kampf um gemeinsame Ressourcen, die du für deine Welt haben willst. Auch als Rollenspieler werde ich also an die Grenzen laufen und dort meine Welt verteidigen. Wenn ich nur einen Anfangscharakter spiele, kann eine Handelsroute im Inneren meiner Welt beschützen. Wenn ich ein Highlevel-Recke bin, könnte ich zum Beispiel eine Schlüsselfestung einnehmen. Es wird eine große Vielfalt geben! Das Schöne an dieser Art von PvP ist, dass es immer besser ist, für die Gemeinschaft zu kämpfen, als einfach wegzubleiben. Auch ein niedrigstufiger Charakter hilft seiner Seite! Übrigens, wenn du ein Newbie bist, können dich erfahrene Spieler einladen, dadurch wirst du temporär in der Stufe angehoben und kämpfst besser. Du brauchst aber keinem Team beitreten, du brauchst noch nicht einmal einen speziellen PvP-Helden: Es ist einfach jeder, der zu deiner Welt gehört, dein Verbündeter.
OnlineWelten: Aber wird dadurch nicht der herkömmliche PvP-Modus eher unwichtig?
Mike O'Brien: Ganz im Gegenteil! Gerade weil wir dieses neue System haben, müssen wir mit dem gewohnten Modus nicht mehr einsteigerfreundlich sein! Wir können den e-Sport-Aspekt also noch viel kompetitiver machen. Zum Beispiel musst du in Guild Wars 1 bestimmte Features und Maps erst freischalten, wenn du mit PvP beginnst. Aber die echten e-Sportler werden in Guild Wars 2 sofort mit allen Funktionen loslegen wollen, und das können wir ihnen aufgrund des zweigeteilten Systems bieten.
OnlineWelten: Mit Eye of the North führt ihr die "Hall of Monuments" ein. Ihr habt angekündigt, dass man diese Errungenschaften mit nach Guild Wars 2 nehmen kann. Wie soll das funktionieren, Ben?
Ben Miller: In Eye of the North dient die Hall of Monuments dazu, alle Errungenschaften und Triumphe der GW1-Spieler unsterblich zu machen. Also Dinge, für deren Erreichung sie Hunderte von Stunden investiert haben. Wir wollen nicht, dass sie das alles aufgeben müssen, wenn wir 2008 Guild Wars 2 herausbringen. Die Halle führt also Buch über die Titel, die du errungen hast, die Kampagnen, die du geschafft hast. Die Helden, die du gesammelt hast, die Mini Pets, die dir folgen. Deine High-End-Rüstung und deine speziellen Waffen. All das wird sozusagen dein neuer Charakter in Guild Wars 2 erben. Du wirst merklich anders aussehen als ein Spieler, der erst mit Guild Wars 2 zu spielen begonnen hat.
Mike O'Brien: Nur, um das klarzustellen, wir wollen natürlich nicht, dass du einen Teil des Spaßes in Guild Wars 2 sozusagen überspringst. Es geht darum, dass andere Spieler mitbekommen, was du in der Vergangenheit geleistet hast. Wenn du viele Errungenschaften in GW1 gesammelt hast, dann bist du in GW2 ein Veteran, die Leute sollten dich anschauen und denken: "Wow, das ist ein alter Hase, der spielt offensichtlich schon seit 2005!"
Mehr zu Guild Wars:
-
News: Balance-Update - Änderungen am Elementarmagier (1003 News insgesamt)





Fan werden
Newsletter 
RSS 



Anjtuk Orem
13.03.2008, 00:26 Uhr
Nightsilver
17.01.2008, 21:44 Uhr
Cardolan
24.11.2007, 13:40 Uhr
Das irgendwann kein neuer Content für GW1 kommen wird, ist doch logisch. Ich freu mich aber erstmal tierisch auf GW2.
JoeLanger
24.11.2007, 00:35 Uhr
Realka
23.11.2007, 19:38 Uhr
Schneegeist
23.11.2007, 14:33 Uhr
Andhor
23.11.2007, 12:28 Uhr