Guild Wars - Special
Gestern, Heute, Morgen #3
Am 08.09.2005 war es so weit: ArenaNet baute ein komplett neues Gebiet, neue Quest und vieles mehr kostenlos ins Spiel ein. Der Hochofen der Betrübnis bot 17 neue (größtenteils wiederholbare) Quests mit hohen EP-Belohnungen. Außerdem gab es neue Boss-Monster, neue Zwischensequenzen und die neuen grünen "Unique"-Waffen. Die hatten feste Werte und wurden von Bossen nur in den neuen Gebieten gedroppt. In den südlichen Zittergipfeln wurde Grenths Fußabdruck hinzugefügt, durch den man den Hochofen erreichen konnte. Auch die Titanen-Quests kamen hinzu und waren speziell für Abenteurer gedacht, die Guild Wars bereits durchgespielt hatten. Beginnend in Droknars Schmiede gab es diese fünf neuen Veteran-Quests. Die ursprünglich festen Truhen in manchen Gebieten wurden entfernt und durch zufällig positionierte ersetzt; außerdem benötigte man Schlüssel, wodurch die Farmruns zu den festen Truhen unterbunden wurden. Man konnte Fertigkeiten nun leichter erlernen, weil man weniger Erfahrung für Fertigkeitspunkte benötigte, jedoch stieg der Preis beim Fertigkeiten-Händler drastisch an. Ab 20 Fertigkeiten musste man nun immer 1 Platin bezahlen. Dafür stand nun ein Fertigkeiten-Händler im Glutscheinlager, der alle Nicht-Elite-Fertigkeiten anbot. Bis dahin gab es manche Fertigkeiten nur in bestimmten Außenposten.
Ein anderes System wurde gänzlich entfernt: die Rückerstattungs-Punkte. Man konnte seinen Charakter nicht wie heute ständig umskillen, sondern benötigte Rückerstattungs-Punkte, die man immer nach einer bestimmten Anzahl an Erfahrungspunkten bekam. Dies war eine erste Form des erzwungenen Grindings in Guild Wars, denn wer oft umskillen wollte, musste farmen gehen. Erst senkte man die Punktezahl, die nötig war, um die Rückerstattungs-Punkte zu erhalten, führte Schriftrollen ein, die einem mehr Erfahrungspunkte brachten, doch letztlich gab man das System ganz auf. Für die PvP'ler brachte dieses Update auch etwas Neues: Sie bekamen nun mehr Balthasar-Punkte im PvP und konnten diese nun auch mit einem PvP-Charakter abgeben; vorher gab es Balthasar-Priester nämlich nur in PvE-Gebieten. Klingt komisch, war aber so.
Wer nun jemanden in seine Gilde einladen wollte, musste 100 Goldstücke zahlen, dafür konnte man von nun an auch jemanden als Gast in seine Gilde holen, der an Gildenkämpfen teilnehmen durfte, wenn mindestens die Hälfte des Teams aus festen Gildenmitgliedern bestand. Am Gildenkampf wurden Änderungen vollzogen, die das so genannte "Ganken" des gegnerischen Gildenherrn erschweren sollen. So wurde die Verteidigung der Gildenhallen weiter ausgebaut; der Schrei "Sieg oder Tod" kam im Gildenkampf nach 30 statt wie bisher nach 45 Minuten. Am Beginn eines Gildenkampfes ist nun außerdem die Platzierung des Gegners zu sehen.
Guild Wars: eine Million Accounts
Diese Pressemeldung erschien am 22.09.2005 und zeigte den großen Erfolg, den Guild Wars bis zu diesem Tag schon zu verbuchen hatte. ArenaNet nahm dies zum Anlass, eine Special-Edition anzukündigen.
Die erste Weltmeisterschaft
Um die Position auf dem PvP-Sektor zu festigen, sollte eine große Weltmeisterschaft durchgeführt werden. Die besten Teams aus Amerika, Europa und Korea sollten gegeneinander antreten. Neben Ingame-Preisen winkten auch große Geld-Gewinne. Am Ende sollte die koreanische Gilde The Last Pride als Weltmeister hervorgehen.
Das erste Halloween
Die Städte Löwenstein, Droknars Schmiede und das Grab der altehrwürdigen Könige wurden gruselig geschmückt. Am 31.10.2005 erschien der verrückte König Thorn alle drei Stunden in Löwenstein und verteilte Kürbiskronen an Spieler, die seine Anweisungen befolgt haben. Dieses erste Event ist vielen Spielern noch in guter Erinnerung.
Gaile Gray
Ende 2005 begann Gaile Gray immer öfter im Spiel aufzutauchen und sich mit der Community zu unterhalten. Erst machte sie dies nur in Amerika, später dann in den internationalen Distrikten von Löwenstein. Ab und an erschien auch der Frosch mit Gaile gemeinsam, und beide lieferten sich Wortgefechte. Die meisten ihrer Besuche endeten mit der Konga durch den Distrikt. Der meist volle Distrikt (maximal 150 Spieler) rannte mehr oder minder hinter Gaile her. Irgendwann durfte sie dann statt in Grün in ihrer Lieblingsfarbe Pink schreiben. Diese Besuche wurden schnell Kult, und speziell in den englischen Foren wurde viel Arbeit darauf verwendet, sie zu dokumentieren. Die so genannten Gaile-Talks hatten jedoch stets zwei Schwächen: Man konnte die Fragen, auf die sie antwortet, nicht lesen, und oft antwortete sie mehrdeutig. Dies gipfelte darin, dass Gaile-Talks oft zum Streit und wildesten Spekulationen führten.
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