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Test zum Spiel: Greed: Black Border Spiel-Test

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Plattformen:
PC
Release:
PC: 10. Dezember 2009
Status:
Released
Publisher:
Headup Games
Entwickler:
ClockStone Software GmbH
Genre:
Action-Adventure
USK:
Ab 16 Jahren
Offizielle Seite:
headupgames.com
Fanseite:
keine Angabe

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Sven 'cobra79' Hollunder | 02.12.2009, 12:54 Uhr

Greed: Black Border - Test
Im Weltall nichts Neues

1 Wertung

„Gewalt ist keine Lösung“ ist das Mantra der Friedensbewegung. „Aber ein gutes Argument“ denken sich die einzelnen Splitterfraktionen der Menschheit. Die Allianz der fünf Kolonien ist zerfallen und neben politischem Gerangel um Macht und Einfluss bestimmt vor allem die Gier nach dem neuen Hybridmetall Ikarium die von Headup Games gezeichnete Zukunftsvision.
Bis auf das Setting scheint jedoch nichts an Greed: Black Border zukunftsorientiert. Entwickler Clockstone hat sich im Gegenteil bewusst an altbekannten Gameplay-Mechaniken orientiert und ein klassisches Hack’n’Slay hervorgebracht. Action-Rollenspielfans wird’s freuen zu hören, denn immerhin hat das Konzept auch über den Primus Diablo hinaus viele Anhänger, und die Auswahl an dreckiger, dystopischer Science-Fiction ist in diesem Genre ziemlich selten. So stehen natürlich auch keine mit Schwert und Schild bewaffneten Barbaren oder leichtbekleidete, agile Elfen mit Pfeil und Bogen zur Auswahl, sondern ein schwer gepanzerter Marine mit Minigun, ein noch schwerer gepanzerter Pyro mit Flammenwerfer und eine Plasmaingenieurin, die mit durchschlagender Railgun für Ordnung sorgt.

Dabei stolpert man als Spieler eher zufällig an Bord der Yukon 5, einem Ikarium-Minenschiff, das am Rande des bekannten Universums operiert und ein Notsignal abgesetzt hat. Als 1-Mann- bzw. 1-Frau-Rettungsteam betritt man das Landungsdeck des offenbar verlassenen Schiffes, um nach dem Rechten zu sehen. Was einem bereits im zweiten Raum begegnet, lässt nichts Gutes erahnen: Eine zermatschte Leiche, deren Gedärme auf dem Boden festgetrocknet sind, bildet das Empfangskomitee und unterstreicht den Grundtenor des Spiels. In Greed gibt es nichts zu retten, sondern nur dafür zu sorgen, dass man nicht ebenfalls als rotbrauner Fleck in einem der Stahlkorridore, die das erste von drei Kapiteln kennzeichnen, endet. Gemäß dieser Prämisse ballert man auf alles was sich bewegt und stellt die Fragen später. Oder auch nicht, denn eigentlich interessiert es nicht wirklich, warum kleine und große Kampfdruiden in euch einen Eindringling sehen, der Bordcomputer Gift-, Kampf- und Feuerspinnen auf euch hetzt und wild gewordene ehemalige Crew-Mitglieder wie Zombies mit Kettensägen auf euch losgehen.

Der Pyro trägt seinen Namen nicht zum Spaß. Legt der wandelnde Flammenwerfer richtig los, sollte man besser Abstand halten.

Wer will, kann sich die Hintergrundgeschichte, die in kleineren Ingame-Sequenzen aber vor allem auch in Textform transportiert wird, zwar zu Gemüte führen, wird aber keinen großen Spielspaßmehrwert feststellen. Die Story mit ihrer Mischung aus Alien und Resident Evil ist einfach zu 08/15 und hat auf das Geschehen keinen Einfluss. Für Verständnis- und Zusammenhangsfanatiker liegen jedoch an verschiedenen Stellen Logbücher aus, die von einer merkwürdigen, sich ausbreitenden Krankheit berichten und über kurz oder lang offenbaren, dass die Menschheit in ihrem Streben nach Ikarium in den Raum fremdartiger Wesen eingedrungen ist, die auf diese Provokation natürlich mit Vergeltung reagieren. Leider muss man selber lesen und es ist schade, dass man an diesen Stellen auf eine Vertonung verzichtet hat, denn die Sprachausgabe kann sich ansonsten durchweg hören lassen.

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