Gothic 3
Führte Druck vom Publisher zu verfrühtem Release?
Doch warum bringt man ein derart verbuggtes Spiel überhaupt auf den Markt, und nimmt sich nicht noch etwas Zeit für den abschließenden Feinschliff? Michael Hoge, Co-Gründer des verantwortlichen Entwicklerstudios Piranha Bytes, hat zumindest für den Fall Gothic 3 nun die Antwort parat: Weil der Publisher Druck gemacht hat.
"Das Ganze ist eskaliert, als der Publisher uns dazu gezwungen hat, Gothic 3 zu veröffentlichen bevor wir es fertig hatten. Um gerecht zu sein, muss man sagen, dass es ein wirklich gutes Spiel geworden wäre, wenn wir es in der Zeit hätten fertigstellen dürfen, die wir ihnen zuvor versprochen hatten. Doch anstatt gemeinsam mit uns eine Lösung zu finden - wie man das Ganze hätte auf die richtige Bahn lenken können - wollten sie nur, dass wir es veröffentlichen. Ich glaube diese Entscheidung haben sie getroffen, weil sie sehr fokussiert auf den Aktienmarkt waren. Also haben wir uns entschlossen, getrennte Wege zu gehen."Durch diese Entscheidung von Piranha Bytes verlor das Unternehmen jedoch auch die Rechte an der Marke Gothic für einen weiteren Ableger des Franchises an JoWooD.
"Zur Zeit hat JoWooD keinerlei Rechte mehr daran, weitere Gothic-Titel zu entwickeln. Die Rechte liegen also [schon bald] wieder bei uns... Schon sehr bald wird der Vertrag auslaufen und wir werden die Rechte zurück bekommen. Wir wussten das von Anfang an. Wir dachten uns, OK, Szenario eins: Sie machen ein gutes Spiel und es bringt die Marke voran. Szenario zwei: Sie versagen und jeder weiß warum."Eine Win-win-Situation für den ursprünglichen Rechte-Inhaber also, der die Gothic-Reihe nach dem Zurückerhalt der Lizenzen sicherlich weiter führen wird.
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