God of War 3 - Preview
Brutal genial
Doch Stillstand allein reicht nicht, um abermals den Wertungsolymp zu erklimmen. Das wissen auch die Jungs von Sony und kramen tief in der Bosskiste. So kommt es, dass wir in der recht kurzen Spielsession schon drei kernige Widersacher erledigen mussten. Der erste war ein dick bepanzerter Pferdemensch, der mit seinem schweren Stab immer wieder ausholte, um uns über den Jordan zu schicken. Etliche Attacken später konnten wir ihm allerdings Stück für Stück seines Schutzes berauben und ihm den Todesstoß verpassen. Den Todesstoß verpassen bedeutet auch im dritten Teil wieder Brutalität in Reinkultur. Per Quicktime-Event umkurvt Kratos den Pferdemenschen, ringt ihn zu Boden und schlitzt ihm im Vorbeigehen den Bauch auf. Gedärme quellen heraus und eine erste Atempause sorgt für Erleichterung.
Kaum wenige Meter weiter zerschmettert ein Lava durchströmter, meterhoher Koloss die komplette Stadt. Vor uns bricht eine dicke Mauer ein, Passanten suchen fluchtartig das Weite. Wir entdecken eine Belagerungsmaschine, die auf das schier übermächtige Ungetüm zielt. Während wir den Pfeil spannen, kracht es im Hintergrund und die nächste Gestalt macht uns das Leben schwer. Doch statt Angst macht sich Faszination breit. Was haben die da nur wieder erschaffen? Eine Mischung aus Löwe und Wolf, gespickt mit langen, scharfen Hörnern und einem Schwanz, an dessen Ende der fauchende Kopf einer Schlange thront.
Minutenlang stecken wir Hiebe ein, verteilen aber gleichzeitig auch beste Grüße mit unseren wuchtigen Klingen. Endlich ein kleiner Erfolg: Den Schlangenschwanz konnten wir vom restlichen Körper trennen. Das scheint der ungewöhnlichen Kreatur allerdings wenig auszumachen. Mit neuen Attacken stürmt sie nun noch aggressiver auf uns zu. Als wir sie schließlich benommen geschlagen haben, ergreifen wir die Chance beim Schopfe. Ein kleines Quicktime-Event bewältigt und Kratos hämmert wie besessen in den Korpus. Doch noch immer lodert es gewaltig im verkappten Wolf. Mit schnellen Stoßattacken prescht er auf uns zu und feuert uns das ein oder andere Mal schmerzhaft in die Ecke. Eine grün leuchtende Truhe, bekannt aus den ersten beiden Teilen, verschafft uns neue Lebensenergie und Optimismus, das fiese Ding endlich zu erledigen. In einer letzten Sequenz aus Kreis-, Dreiecks- und X-Button, die neuerdings jeweils ihren festen Platz im Bildschirm haben, erleichtern wir unserem Freund in bester Kratos-Manier den Weg ins Jenseits: Eines der beiden langen Hörner brechen wir kurzerhand ab, um es sekundenschnell in den Schädel zu hämmern.

Was nach rund 30 Minuten brutalster Schlachtexzesse bleibt, ist die beruhigende Sicherheit, dass auch God of War 3 ein ganz großes Spiel werden kann. Klar ist der Mix aus Gegnerhorden und Quicktime-Events nichts Neues mehr, und auch die funkenden Chaosklingen gehörten schon zum Inventar des ersten Teils. Wenn sich diese pausenlose Aktion allerdings durch das gesamte Spiel zieht, das ein oder andere Rätsel wieder für knifflige Momente sorgen kann und die Bestien so erfrischend kreativ und gewaltig sind, wie in der Präsentation, habe ich keine Bedenken. Dann wird auch God of War 3 ein Pflichtkauf für Playstation 3-Besitzer.
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kratos888
20.06.2009, 18:22 Uhr alex
kratos888
20.06.2009, 18:20 Uhr alex