In Europa eher unbekannt sind die Actionfiguren aus dem Universum von G.I. Joe - in den Staaten sind sie ein Massenerfolg. Seit Jahrzehnten verkaufen sich die Figuren wie geschnitten Brot und jedes Kind kennt den vielleicht größten Helden der US-Geschichte. Nun soll der Erfolg weltweit Einzug halten.
Hinter G.I. Joe steckt die weltweit erste Action-Figur, die das Licht der Welt erblickte. Schon 1963 veröffentlichte Hasbro den einfachen amerikanischen Soldaten. Damit aber nicht genug, denn nach dem Erfolg in den USA entwickelte sich die Serie immer weiter vor. Mittlerweile ist es nicht mehr nur Joe, der für die Freiheit eintritt, sondern ein ganzes Team, welches sich unter dem Namen G.I. Joe darum kümmert, dass die Welt ein wenig besser wird. Ob das aber einen Geheimteam aus den USA wirklich gelingen kann? Die Skepsis aller Freunde der Weltpolizei dürfte sicherlich sehr hoch ausfallen. Im Videospiel zum neuen Kinofilm sollte das am besten ausgeblendet werden. Hier geht es nicht um politische Hintergründe, Heldenbilder oder andere tiefgehende Aspekte. Es dreht sich alles um eins: Knallharte Action mit jeder Menge Explosionen und Maschinengewehr-Salven.
Dass dabei die Hintergrundgeschichte ein wenig zu kurz kommt, scheint schon fast vorprogrammiert. Schon die Story des Kinofilms wirkt mit ihren unterschiedlichen Facetten ein wenig verwirrend. Alles dreht sich um den Waffenlieferanten James McCullen. Mit seiner Firma MARS hat er todbringende Sprengköpfe mit spezieller Nano-Technologie entwickelt. Damit sollen sich selbst ganze Städte in Sekundenbruchteilen in Schutt und Asche legen lassen. Die NATO ist daran nicht ganz uninteressiert und ordert gleich vier der Superwaffen und lässt sie von der U.S. Army transportieren. Klar, dass auch die Mannen von G.I. Joe mit von der Partie sind, um den Transport zu schützen. Die beiden Charaktere Duke und Ripcord sichern dabei die Ladung, doch schnell entwickelt sich der einfache Auftrag in ein brenzliges Abenteuer.
Mit 16 Charakteren kämpft ihr euch durch die Missionen. Insgesamt warten knapp acht Stunden Unterhaltung auf euch. Schade nur, dass der spielerische Anspruch dabei auf der Strecke bleibt.
Die geheimnisvolle „Baroness“ greift den Transport an, doch mit der Hilfe von Scarlett, Snake Eyes und Heavy Duty kann der Angriff abgewehrt werden und die Angreiferin landet in Gefangenschaft. Um die Lage zu sichern schafft das Team die Sprengköpfe und ihre Gefangene nach Nordafrika. Dort hat die Global Integrated Joint Operating Entity (G.I. JOE) ihren Sitz. Klingt schon verdammt komplex und auf Biegen und Brechen zu einer Geschichte zusammengeschustert? Ist es auch, denn zu allem Übel stellt sich die „Baroness“ auch noch als Ex-Verlobte von Duke heraus. Im Film beginnt eine actionreiche, wenn auch inhaltslose Hatz nach den größten Schurken des Erdballs.
Im Videospiel steigt ihr ein, wenn die „Joes“ die Gefangene Baroness durch den Bear´s Paw Canyon bringen wollen. Mit einem gepanzerten Transportfahrzeug gesichert sollte dieser Auftrag eigentlich eher leicht sein, entpuppt sich aber schnell als knallharte Aufgabe. Die Cobras greifen an und schaffen es die Baroness zu befreien. Zu allem Überfluss nehmen sie auch noch Heavy Duty gefangen, den es nun zu retten gilt. An das Spielprinzip müssen wir uns nun gewöhnen. Fast den gesamten Spielverlauf versuchen wir mit den zur Verfügungen stehenden Charakteren Gefangene zu befreien oder irgendwie die Welt zu retten.