Ghostbusters: Das Videospiel - Special
Wir glauben an Gespenster
Das erste Spiel mit dem passenden Namen Ghostbusters erschien noch im selben Jahr wie der Film - also 1984 - und feierte sein Debüt auf dem Heimcomputer Commodore 64. Innerhalb der nächsten Monate folgten dann Umsetzungen für verschiedene Plattformen wie zum Beispiel das Nintendo Entertainment System (NES), Atari VCS2600 und das Sega Master System. Die Spielmechanik war für damalige Verhältnisse überraschend vielschichtig. So kaufte man von seinem geringen Startkapital ein Auto, stattete es mit Equipment aus und legte los. Auf einer Übersichtskarte der Stadt hielt man nach Geisteralarm Ausschau, fuhr mit dem Auto (aus der Vogelperspektive) durch die Straßen und versuchte dann den Geist per Protonenkanonen und Energiefalle zu fangen. Gleichzeitig musste man das Energieniveau der Stadt im Auge behalten - stieg es zu stark an, kam es zum Angriff des Marshmallow-Manns. Die Grafik war für die damalige Zeit ebenfalls recht ansehnlich.
Noch bevor der zweite Film in die Kinos und somit die zweite offizielle Spielumsetzung in die Regale der Händler kam, brachte das Studio Data East Corporation 1988 das Actionspiel The Real Ghostbusters auf den Markt. Der Titel erschien ausschließlich für Heimcomputer wie den C64, Amiga und Atari ST und basierte auf der gleichnamigen Cartoon-Serie, die hierzulande auf dem Privatsender RTL zu sehen war. Das Spielprinzip war recht einfach gestrickt: Man schlüpfte in die Rolle eines Geisterjägers, säuberte zehn Levels voller Spukwesen und sammelte ab und an ein Power Up auf. Auch der berühmte grüne Knubbelgeist Slimer war mit von der Partie. Cineastischer wurde es dann 1989, als nahezu zeitgleich mit dem zweiten Kinofilm Activision das passende Spiel auf den Markt brachte - Ghostbusters 2.
Hierbei handelte es sich ebenfalls um einen Actiontitel, der sich mehr oder weniger streng an die Filmvorlage hielt. So seilt man sich beispielsweise als Ray Stantz in die Kanalisation ab, um Schleimproben zu sammeln, stapft mit der Freiheitsstatue durch New York und legte sich am Ende mit dem Obermotz Vigo an. Grafisch war das Spiel deutlich hübscher und farbenfroher als sein Vorgänger. Das Spiel erschien für zahlreiche Plattformen (z.B. C64, Amiga, NES etc.) und bot teilweise variierte Mechaniken und Features - der Kern blieb jedoch stets identisch.
Es folgten noch einige Umsetzung der bereits erwähnten Spiele für den GameBoy, SEGA Mega Drive und andere Plattformen, die zwar einige spielmechanische Variationen aufwiesen, aber keine eigenständigen Spiele waren. Mit mäßigem Erfolg erschien im Jahr 2001 das GameBoy Color-Spiel Extreme Ghostbusters, das auf der jüngsten Zeichentrickserie des Franchise basierte und ebenfalls sehr actionlastig war. Hinzu kam 2006 eine Art Puzzlespiel für Handys, das jedoch qualitativ kaum erwähnenswert war und noch immer ist.
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