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Test zum Spiel: Geheimakte 2 Spiel-Test

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Plattformen:
PC
Release:
PC: 29. August 2008
Status:
keine Angabe
Publisher:
Deep Silver
Entwickler:
Animation Arts
Genre:
Adventurespiel
USK:
keine Angabe
Offizielle Seite:
geheimakte-game.de
Fanseite:
keine Angabe

DISKUSSIONEN zum SPIEL

Test
Verirrte Sektenjünger 1
Neuste: 11.09.2008 14:59
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Alexander Glup | 10.09.2008, 19:40 Uhr

Geheimakte 2 - Test
Verirrte Sektenjünger

1

Geheimakte: Tunguska war wohl die Adventure-Überraschung der letzten Jahre. Intelligente und faire Rätsel, eine spannende Storyline und ein kleiner Schuss Lachmuskeln traktierender Humor waren ihre Markenzeichen. Der Nachfolger ließ zum Glück nicht so lange auf sich warten. Und will jetzt in diese Fußstapfen treten.
Beziehungen, die durch lebensbedrohliche Situationen entstanden sind, halten meist nicht lang. Das zeigen nicht nur diverse Hollywood-Steifen, sondern auch Adventures aus deutschen Landen. Nina und Max haben sich getrennt, beide verarbeiten die Trennung auf unterschiedliche Art und Weise. Während Nina in Hamburg eine Kreuzfahrt antritt, fliegt Max nach Indonesien, dem Hilfeersuch einer Wissenschaftlerin folgend. Beides ist der Beginn einer Geschichte, die auf den ersten Blick nicht zusammenhängt. Im Hintergrund zieht eine Sekte namens Puritas Cordis die Fäden, die ganz nebenbei droht, die Weltordnung zu zerstören und die geborene Anarchie für ihre Zwecke zu nutzen.

Das Intro macht bereits Lust auf mehr: Zwei Pastoren fallen einem Mord zum Opfer, und Nina wird von einer verwirrten Person am Hafen angesprochen, die kurz darauf einen Gabelstapler etwas näher kennen lernt. Mit wenig zukunftsfreudigen Aussichten, versteht sich. Im ersten Moment beunruhigt, geht es an Bord des Schiffs. In der Kabine angekommen, bemerkt ihr zuerst, dass euer Koffer vertauscht wurde. Eine Nachfrage beim Portier ergibt: Das Gepäckstück gehört dem armen Pechvogel. Angenehm beschwipst vom süßen Verschwörungs-Feeling beginnt ihr zu ermitteln. Aber anstatt eine spannende Story aufzudecken, bekommt ihr eine den Schrecken des heutigen Zeitgeschehens zwar glaubhaft nachempfundene, aber zu platt in Szene gesetzte Geschichte serviert, in der es kaum Wendungen gibt. Die Motivation weiterzuspielen verdankt ihr den beiden charismatischen Hauptcharakteren, die vor Ironie, Sarkasmus und trockenem Humor förmlich sprühen.

Ein weiterer Grund, Geheimakte 2 nicht unter Bergen anderer Adventures zu vergraben, sind die Rätsel. Einfallsreich, gut durchdacht, logisch und ein leicht ansteigender Schwierigkeitsgrad - so lauten die typischen Tugenden, die das zweite Hauptelement in diesem Genre ausmachen. Und Geheimakte 2 meistert diese Hürde mit Bravour.
Die Knobeleinlagen sind nie zu schwer, unlogisch, hanebüchen, aber auch selten wirklich leicht und lassen sich nach einiger Bedenkzeit immer lösen. Sollte das Hirnschmalz doch ausgehen, gibt es für jede Situation eine Ingame-Hilfe, mit der Geheimakte 2 zwar nicht komplett gelöst werden kann, die aber immerhin Tipps und Kniffe zum weiteren Vorgehen verrät. Die praktische Hot-Spot-Funktion lässt euch auf Tastendruck erkennen, wo es noch etwas Spannendes zu sehen gibt. Damit entgeht euch nicht mal das kleinste Detail, und auch wenn vieles nicht rätselrelevant ist, solltet ihr euch die kessen Sprüche von Nina und Max nicht entgehen lassen - für einen Witz sind sich beide Charaktere nie zu schade.

Die Änderungen in den Bereichen Steuerung und Interface sind minimalistisch ausgefallen. Wer bereits Tunguska gespielt hat, wird sich innerhalb kürzester Zeit blind zurecht finden. Aber auch nicht vorbelastete Genossen brauchen keine Angst zu haben, denn alle Steuerungsbefehle sind einfach über Maus und Tastatur erreichbar und beschränken sich auf drei Knöpfchen. Sofern ihr über ein Objekt huscht, verwandelt sich der Maus-Cursor in ein Symbol, das sofort erkenntlich macht: Hier könnt ihr etwas anstellen.
In den Dialogen wird die Kamera nah an die Gesprächspartner herangezoomt. Dadurch entsteht ein Gefühl wohliger Dynamik, und man kann Mimik und Gestik besser deuten. Per Multiple-Choice führt ihr Gespräche, die nicht selten als Lösungshilfe für Rätsel dienen. Wer etwas Wichtiges verpasst hat, muss sich nicht grämen. Einfach die Person erneut anplappern und man erhält die Info nochmals. Lustige Randnotiz: Manchmal regiert der wiederholt angesprochene NPC durchaus pampig, wenn er öfter wegen eines Themas ausgefragt wird.

Die Schauplätze sind allesamt wunderschön gezeichnet und strotzen vor Details. Geheimakte 2 unterstützt im Gegensatz zu seinem Vorgänger nun auch das 16:9- bzw. 16:10-Format, womit ihr deutlich mehr Übersicht genießen dürft und nur selten über den Bildschirm scrollen müsst.

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Verirrte Sektenjünger Kommentare (1)

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Zup

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11.09.2008, 14:59 Uhr

10 Stunden für ein Adventure sind klar zu kurz. Auch wenn die Demo Lust auf mehr machte, warte ich bis es das Spiel als Budgettitel gibt.

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