Vor zwei Jahren riss uns Marcus Fenix in eine neue Generation brachialer Shooter. Gnadenlose Action, schicke Optik und Millionen von Salven als Erfolgsgeheimnis. Kann der Nachfolger einen drauf setzen?
Schon vor zwei Jahren machten die widerwärtigen Locust den Lebensraum der Menschheit unsicher. Einziger Ausweg aus der Misere war damals Marcus Fenix. Ein stämmiger Kerl, der nicht lange fackelt. Ein Mann der Taten. Im Kampf gegen das schreckliche Übel, das den fiktiven Planeten Sera zu invadieren drohte, gefiel er durch seine oftmals primitive und dennoch treffende Ausdrucksweise. In fünf Akten hat er es geschafft, ohne viel Feingefühl, ohne großen Hintergrund und ohne jedwede erzählerische Tiefe in einem Atemzug mit Konamis in Würde gereifter Cash Cow Snake genannt zu werden. Zu verdanken hat Fenix den schnellen Aufstieg zum Shooter-Sternchen Cliff Bleszinksi und seinen Mannen vom Epic-Team. Und genau die haben sich auch dieses Jahr wieder Mühe gegeben, den zweiten Auftritt zu einem Highlight zu machen.
Schade um die schöne Architektur der Stadt. Die Kulisse begeistert trotzdem durchweg.
Die Locust sind noch immer nicht ausradiert. Gewohnt skrupellos treiben sie ihr Unwesen, töten Menschen, bombardieren Soldaten-Trupps, reißen diesmal sogar ganze Städte in die Tiefen Seras. In einem letzten, aus der Verzweiflung geborenen Gegenangriff wollen die Überlebenden in die Höhle des Löwen. Das Innere des Planeten ist das Ziel. Dort, wo Gefahren an jeder Ecke lauern und die brutalsten Geschöpfe hausen, soll der ewige Krieg ein Ende haben. Der Einstieg in das Locust-Abenteuer fällt Spielern des ersten Teils denkbar leicht. Waffe in die Hand, Deckung gesucht und Feinde ins Visier genommen - Gears of War 2 fühlt sich anfangs wie eine neue Mission des ersten Teils an.
Als unerschütterlicher Teil der Bodentruppe sichert ihr hier den Weg für einen der riesigen Stahlbohrer.
Klar, grafisch lässt Epic wieder mal die Muskeln spielen und zeigt, wer Herr im Ring ist. Detailreiche Texturen, überwältigende Landschaften und ein fesselndes Setting fühlen sich im starken, kernigen Artdesign pudelwohl und liefern auch im zweiten Auftritt das Beste, was die Xbox360 derzeit hergibt. Doch Unterschiede im Gameplay sind anfangs nur schwer auszumachen. Noch immer schlagt ihr euch im Kugelhagel durch bröckelnde Ruinen, rutscht und springt von Deckung zu Deckung und zerstückelt Widersacher mit dem Kettensägen-Bajonett, wenn sie euch zu nahe kommen. Neu dagegen ist, dass ihr verwundete, am Boden kriechende Gegner als Schutzschild nehmen könnt. Ihr klemmt sie entweder kinderleicht in die Fänge eures prallen Bizeps' und habt so einen fleischigen Schild. Oder ihr zwingt einen der behäbigen Boomer in die Knie und schnappt euch dessen Schild. Das könnt ihr dann nicht nur vor euch her tragen, sondern auch in den Boden rammen und als Deckung nutzen.
Hinter dem schuppigen Riesenwurm könnt ihr in Deckung gehen. Im Hintergrund stürmt ein angriffslustiger Locust auf euch zu.
Kriechende Locust könnt ihr übrigens alternativ auch durch eine spezielle Nahkampfattacke auf spektakuläre Art und Weise aus nächster Nahe ins Jenseits befördern. Wollt ihr aus sicherer Entfernung für ein Ableben des in der Tiefe lebenden Scheusals sorgen, könnt ihr nun auch Granaten blind Richtung Kugelhagel werfen. Epic erweitert die bewährten Methoden um Kleinigkeiten, die schlichtweg perfekt ins Spiel passen und das gesamte Erlebnis runder wirken lassen.
ps3 hat doch gran turismo, killzone, resistance 2, uncharted 2, ff und little big planet...zwar nicht alles solche highlights wie gears of war, aber genug exklusiv-material um zurück zu schlagen ;)
Leschni
07.11.2008, 15:05 Uhr
Aber Gears 2 also erwartete Kracher geworden. Freu mich schon auf mein Exemplar, auch wenns vor nächste Woche wohl nichts wird mit zocken.
Gnoos
07.11.2008, 14:15 Uhr
DevilsSeed
07.11.2008, 13:55 Uhr
Ghaleon
07.11.2008, 13:51 Uhr
Die PS3 braucht dringend ein alles vernichtenden 96% Final Fantasy-Rettungspaket =)
Alex
07.11.2008, 12:54 Uhr
Rochenkoenig
07.11.2008, 12:51 Uhr