Gear Grinder - Test
Abwrackprämie auf Russisch
Dabei beginnt alles so vielversprechend, denn schon das Menü zeigt, was die Stunde geschlagen hat. Im Hintergrund befindet sich eine kraftstrotzende Zugmaschine mit dicken Spikes an der Stoßstange und Turbinen am Heck. Die Navigationselemente wirken wie archaische Höhlenmalereien und wir stürzen uns kurzerhand in die ersten Rennen, die gleichzeitig das Tutorial darstellen. Auf der ersten Strecke reicht es, vor Ablauf der Zeit den nächsten Checkpunkt zu erreichen - keine große Heerausforderung, denn so ein LKW liegt träge auf der Straße und lässt sich sehr simpel kontrollieren. Per Tastendruck zünden dicke Jetturbienen und sorgen für einen Schub, gegen den selbst der Delorean aus Zurück in die Zukunft alt aussähe. Das Gegenmodell dazu stellt die Handbremse dar, die in den Kurven für den richtigen, gut kontrollierbaren Drift sorgt.
Der zweite Parcours bietet ein Rennen, in demwir zwei Runden auf der Straße verbringen sollen und dabei nach Möglichkeit alle anderen Trucks hinter uns lassen. Baugerüste brechen bei Kontakt zusammen und auch die Konkurrenz können wir - dank der Spikes am Kühlergrill - in Flammen aufgehen lassen. Das funktioniert natürlich auch mit dem vorhanden Gegenverkehr. Kleine PKWs schleudern wie Papierkugeln durch die Luft, doch die Wracks liegen spätestens bei der zweiten Runde im Weg herum und müssen umfahren werden, wenn sie uns nicht ausbremsen sollen. Im dritten Rennen benutzen wir erstmals das rotierende Vulcan-Geschütz auf der Fahrerkabine und lernen, dass sich unser Lastkraftwagen transformieren kann - Michael Bay und Mattel bereiten wahrscheinlich schon eine Klage vor. Optimus Prime begegnet man in Gear Grinder natürlich nicht, stattdessen faltet sich entweder das Turbinenduo oder der Ballerman aus dem Fahrzeug, beides gleichzeitig funktioniert nicht. Die Krux dabei: in der Standardeinstellung ist die Taste für die Handbremse und die Verwandlung identisch.
Das Tutorial ist sogar, wie jedes weitere Rennen, in eineGeschichte eingebettet. Die ist flacher als ein tiefergelegter Manta und nicht nur völlig belanglos, sondern geradezu grenzdebil. Der Spieler schlüpft in das Trucker-Outfit von Jack Hammer, der wegen Mordes auf seine Todesstrafe warten würde, wäre da nicht ein durchgeknallter Cowboy. Für den Mann mit Hut müssen wir im Truck Missionen ausführen und sollten wir uns weigern, explodiert unser Schädel. Leider stellt sich in den nächsten Minuten heraus, dass der Tiefgang dieser Rahmenhandlung symptomatisch für das ganze Spiel ist.





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