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Rock, Rap und Gegröle
Funktionierte nur dieses Jahr nicht, denn der SingStar-Stand blieb stumm. Statt einer großen Bühne zierten nun lauter kleine Anspielstationen die Halle, vor denen aber auch niemand ins Mikrofon hauchte. An funktionierenden Schreikolben fehlte es nicht - davon waren genügend vor Ort. Die blieben aber liegen, weil die Meute viel zu sehr mit dem neu eigeführten Spielablauf mit der Pseudo-Gitarre beschäftigt war. Wobei das Wort „neu“ im letzten Satz eigentlich in Anführungszeichen stehen müsste. Neu war an SingStar: Guitar rein gar nichts, bis auf die nötigen Änderungen im Layout. Auf der rechten Hälfte finden bis zu zwei geschrumpfte Symbol-Highways Platz, während die Gesangslinie samt Text links davon nur noch etwa drei Viertel des Bildschirms ausfüllt. Der Rest ist eben Singstar mit Plastikklampfen-Unterstützung. Schnörkellos, brauchbar umgesetzt und sicherlich nicht übel. Aber war es nötig?
Offensichtlich schon, denn scheinbar haben gleich mehrere Softwareschmieden mitbekommen, dass eine Armee Fünf-Knopf-Balalaikas auf den Dachböden der Welt schlummert, weil so mancher Spieler in den fünf Jahren seit Guitar Hero 1 das Interesse verloren hat. Das Hauptargument lautet dabei nicht „Zück‘ die Gitarre und spiel mich durch!“, sondern „Wenn die Klampfe schon einmal da ist, dann kannst Du sie auch auspacken, sobald deine Schwester SingStar grölt.“ Konkurrenzprodukte wie Lips für Xbox 360, die Sprechgesangabwandlung Def Jam Rapstar (X360, PS3, Wii) oder We Sing für Nintendos Fuchtelkiste tun ihr Übriges und zwingen Sony offenbar dazu, alternative Spielweisen anzubieten.
Wobei die We Sing-Serie sich keinesfalls vor dem Vorbild verstecken muss. Deren Macher haben sich nämlich eine hochgradige Lizenz geangelt und erringen mit We Sing: Robbie Williams höchstwahrscheinlich viel Aufmerksamkeit in den Ladenregalen. Zumindest bei weiblichen Fans, die allein wegen der vielen Bonusvideos und der guten Songauswahl zugreifen. Mehr als den klassischen Singsang vorm Fernseher hat Robbie aber nicht im Angebot. Ob Def Jam Rapstar überhaupt eine Chance hat, Käufer zu finden, muss sich erst erweisen. Die Musikauswahl ist hervorragend, aber welcher Pseudo-Homie will denn vor dem Bildschirm rappen? Und dann auch noch auf vorgegebenem Flow?
*Kreisch* Robbbiiiieeeee.... Ja, er bekommt sein eigenes Spiel. Jungs, stellt euch darauf ein, dass eure Freundin euch die Ohren vollplärrt.
Sprechgesang statt Koloratur: Mit Def Jam: Rapstar sollen die Holmes unter euch ans Mikrofon gelockt werden.
Allerdings muss man recht anspruchslos sein, um sich mit dieser Lösung zufrieden zu geben. Einerseits kann eine unbearbeitete MP3-Datei, die als finaler Mix vorliegt, nur komplett oder unter Verlust der Klangqualität ausgeblendet werden, wenn man eine Note nicht trifft. Instant Jam ist somit kein Fest für die Ohren, sondern eher eine Notlösung der Marke „Frets on Fire“, weil bei Fehlern auf der Gitarre auch Drums, Bass und Gesang aus dem Klangspektrum verschwinden.
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karaokefreak
02.09.2010, 17:16 Uhr
Ghaleon
02.09.2010, 17:08 Uhr
Aber ist ein Midi-Anschluss stark verbreitet bei Gitarren ? Denke eher nicht oder?
karaokefreak
02.09.2010, 16:39 Uhr
Sieht so aus:
http://de.academic.ru/pictures/dewiki/77/Midi_ports_and
_cable.jpg
@ endusia - kein Problem, deine Sorgen sind ja auch teilweise berechtigt. Und das Spiel ist auch kein ultimativer Gitarrenlehrer. Aber es ist ein gewaltiger Fortschritt - Spaß und dabei lehrreich- wo gibts das denn in der Welt der Videospiele?
Wenn einer wirklich ein Gitarrencrack werden will, wird er sich auch abseits des Spiels Infos holen. Und das ist doch auch gut, das SPiel soll ja Gitarrenlehrer nicht arbeitslos machen ;) Ich glaube es ist sogar umghekehrt. Ich kann mir denken, dass Gitarrenlehrer anschließend mehr Arbeit haben ;)
Ghaleon
02.09.2010, 16:29 Uhr
http://www.hagstromguitars.com/Ultra_Swede.html#
endusia
02.09.2010, 16:20 Uhr
Ne, das passiert bei mir leide recht oft das ich mich selber in einen Streit verwickeln will und schnell recht böse wirke oder so.
Das hab ich zum Ende hin sogar diesmal selbst gemerkt xD
Verzeih mir^^
Ich mein das mit der Technik gar nicht auf die Akkorde oder so bezogen, sondern. Ach egal...^^
karaokefreak
02.09.2010, 16:18 Uhr
Zumal das System jeder Gitarre so aufgebaut ist, dass man immer den "leichtesten" Weg nimmt. Natürlich kann ich auch einen umgekehrten Akkord so spielen, dass ich mir die Finger dabei verkrampfe, aber da wird dir auch ein Lehrer auf die Finger hauen.
Ein Instrument ist kein Mittel um seine Fingerfertigkeit zu beweisen bzw. damit anzugeben. Es sollen Töne und Akkorde herauskommen, und zwar auf dem leichtesten Weg. Jeder Lehrer wird dich dazu animieren, locker und minimalistisch zu spielen - also nicht zu viel zu tun, das unnötig ist und sogar störgeräusche erzeugen kann.
Wie du das erreichst, ist letztendlich wurst, solange du kein profi bist und dir jeder kritisch aufs Fretboard schielt. Es gibt zum Beispiel leute, die tappen ausschließlich - ist auch nicht korrekt gespielt, aber wen juckts?
Ich glaube du nimmst das alles zu ernst. Mach dich mal locker. Als echter Musiker solltest du eigentlich froh sein, dass es leute gibt, die versuchen, junge Leute zum Spielen eines Instruments zu bekommen. Oder fandest du etwa die ollen 5-Button Gitarren besser?
endusia
02.09.2010, 12:53 Uhr
INFI
02.09.2010, 11:01 Uhr
Da seh ich noch ein Problem. Greifen die Leute dann zur echten Gitarre wirds weh tun ;)
Naja, ich freu mich drauf, mein Geldbeutel eher nicht.
Auf der GC konnte ich wenigstens Pro Drum anspielen, was auch ziemlich genial war. Wenn sie jetzt noch das Hi-Hat richtig einführen bin ich vollkommen zufireden :D
Ahja, Peter Bursch. Das waren noch Zeiten
karaokefreak
02.09.2010, 00:26 Uhr
Hoffe natürlich, dass der MIDI-Adaptrer auch MIDI-Gitarren akzeptiert. Dann brrauchen sich Gitarristen keine neue Klampfe kaufen. Wir halten euch auf dem Laufenden.
Ghaleon
02.09.2010, 00:13 Uhr
Oder muss es diese mitgelieferte 6-Saiten sein ?