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Torsten Kägler | 25.02.2008, 16:41 Uhr

Games Convention 2008
Meinungsbild aus Sachsen: "Schlechter Tag für Messestandort Deutschland"

Spätestens seit der Games Convention 2007 geriet die Standortfrage der Messe in eine breite Diskussion und eine Vielzahl von Städten warben um die höchst erfolgreiche Spielemesse. Seit heute ist es offiziell, dass es die Games Convention 2009 auf deutschem Boden vermutlich nicht geben wird. Zumindest nicht mit Unterstützung des Branchenverbandes BIU. Stattdessen wird die GAMESCom 2009 in Köln veranstaltet und das nicht mehr im August, sondern im September. Das berichteten wir euch bereits vor einigen Stunden, direkt im Anschluss an die Pressekonferent des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware.

Mittlerweile ist die nächste Diskussion entfacht worden. Dabei geht es darum, ob der neue Standort und der neue Messename tatsächlich den erhofften Aufschwung für die Fachmesse bringen können. Olaf Wolters, Geschäftsführer des BIU, nannte als Gründe für den Wechsel nach Köln unter anderem die höheren Messekapazitäten, die größeren Unterbringungsmöglichkeiten in sämtlichen Hotel-Kategorien und die internationale Anbindung des Standortes durch einen Großflughafen.

"Die Koelnmesse hat die Mitgliedschaft mit einem professionellen Konzept überzeugt, verfügt über ein modernes Messegelände in einer der bevölkerungsreichsten Regionen Zentraleuropas und eine motivierte und professionelle Messemannschaft. Die internationale und nationale Verkehrsanbindung der Messe ist über die Flughäfen Köln/Bonn und Frankfurt/Rhein-Main sowie den Messebahnhof Köln-Deutz ausgezeichnet. Die Hotelinfrastruktur bietet in der Millionenstadt Köln ausreichende Reserven", begründete Olaf Wolters die Standortentscheidung zugunsten von Köln.

Nachdem wir bereits die eine Sichtweise des Branchenverbandes dargestellt haben, wollen wir euch auch andere Meinungen in einem kleinen Spiegel präsentieren. Vor allem aus Sachsen werden die Stimmen laut, dass die Entscheidung am Ende mehr schädlich als vorteilhaft für die Spielemesse sein könnte. Ganz klar ist, dass der hohe Prestigewert der Messe und die Einnahmen durch die Veranstaltung bei der Diskussion ein ganz wichtiger Bestandteil sein werden.

"Die Verlagerung der Games Convention konterkariert sämtliche Bemühungen zum Aufbau Ost", sagte der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Manfred Kolbe und spielte dabei auch auf die immernoch bestehenden wirtschaftlichen Nachteile der neuen Bundesländer an. Von der internationalen Messe erhofften sich viele Menschen vor Ort auch Vorteile durch Saisonarbeit und möglicherweise auch die Ansiedlung neuer Industrien der Entertainmentbranche.

"Messe und Industrie haben von Sachsens Ruf als führendem IT-Standort in Deutschland profitiert. Eine erfolgreiche Leitmesse wurde beschädigt. Darum ist dies auch ein schlechter Tag für den Messestandort Deutschland insgesamt. Es kann und darf nicht sein, dass öffentlich getragene Messegesellschaften in einen ruinösen Wettbewerb treten und sich Messen - auch durch Dumpingpreise - gegenseitig streitig machen", sagte Thomas Jurk, sächsischer Wirtschaftsminister.


"Die Games Convention ist eine international bekannte Marke", stellte der Leipziger Messechef Wolfgang Marzin deutlich heraus. "Als europäische Leitmesse ist sie das wichtigste Branchenereignis der europäischen Spiele-Industrie, und das bei jährlich wachsender internationaler Beteiligung. Keine andere Messe hat den Messestandort Deutschland in den vergangenen Jahren so schnell in einer Branche verankert wie die Games Convention", sagte Marzin weiter und spielte dabei vor allem auf den Aufbau der Marke "Games Convention" an. Zugleich untermauerte Marzin die Bereitschaft der Ausrichtung einer Spielemesse und der Unterstützung mit dem erworbenen Know-How.


Eines ist aber klar: Die Würfel sind gefallen und der Stein ist ins Rollen gekommen. Die kommenden zwei Jahre dürften zeigen, ob sich Köln als neuer Standort etablieren kann. Vor allem muss sich zeigen, ob mit Tagesgästen wirklich die Zahl der "Ferienbesucher" ausgeglichen werden kann, die im September wegfallen werden.



Meinungsbild aus Sachsen: "Schlechter Tag für Messestandort Deutschland" Kommentare (12)

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Hatori

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26.02.2008, 09:03 Uhr

Es ist eine Ost-West-Debatte, definitiv. Und was heisst, Ihr armen Wessies zahlt Soli-Zuschlag? Wir Ossies auch und zudem kriegen wir immer noch für dieselbe Arbeit weniger Lohn. Aber Ihr müsst es ja wissen, seid Ihr doch schon immer nichts als arrogante Schnösel gewesen, solides Halbwissen und nichts dahinter, Pisa lässt grüßen.
Der Westen hat sich wieder ein Sahnestückchen aus der "Provinz" geschnappt, so siehts aus und da führt kein Schön-Reden drum rum.

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SaschaCap

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26.02.2008, 03:07 Uhr

Nein die Cebit Home war ein eigenständiges Projekt und hat mit der Heutigen Games Convention nichts am Hut!
Zitat:
Die CeBIT Home war eine auf Produkte für den Heimanwender spezialisierte Abspaltung der CeBIT. Sie fand nur zweimal, in den Jahren 1996 und 1998, jeweils im Herbst in Hannover statt. Aufgrund der Expo 2000 sollte sie im Jahr 2000 nach Leipzig verlegt werden, wurde mangels Ausstellerinteresse jedoch abgesagt.

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Chuzz

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25.02.2008, 23:55 Uhr

KoshAtreus:
Das was du hier schreibst ist absoluter Quatsch. Die Games Convention ist ein ableger aus der Cebit. Das hies damals Cebit Home und war wie die Orginal Cebit in Hannover.

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KoshAtreus

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25.02.2008, 21:57 Uhr

Ich find es sehr schade das GC nicht mehr in Leipzig ist.

Ist doch super wenn der Osten ne Messe aufbaut. Und wenn
die Messe läuft und gut besucht ist ab damit in den Westen.

Es ist nicht die erste Messe die von Leipzig in den wilden Westen zieht.

Ich werde auf jeden Fall nicht nach Köln fahren ist mir eindeutig zu weit. Ist ja immer am anderen Ende von Deutschland.

@SaschaCap stimme ich zu

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SaschaCap

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25.02.2008, 19:38 Uhr

Passt auf bald findet bestimmt auch die Leipziger Buchmesse in Köln statt mit den Orginellen Namen "Leipziger Buchmesse" !

@dacascos: Ist dieser T-Shirt spruch nicht schon von einen Shirt hersteller Patentiert (Bundesliga) ???

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Nikki Mond

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25.02.2008, 18:47 Uhr

Ich habe nichts gegen Menschen die Osten leben, ich hab nur etwas gegen heuchlerei als ob nichts für den Osten getan wird.

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Soulbutcher

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25.02.2008, 18:02 Uhr

will halt keiner ostwärts, warum auch wenns im westen 100000 mal hustliger is?!

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Daturias

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25.02.2008, 17:40 Uhr

Nikki hat gar nich so unrecht Turi...wieso zahlen wir seid knapp 18 Jahren immer noch den Soli? War dass nich ma auf 3 Jahre angesetzt?

Na ja...ich find trotzdem scheiße dass die GC etz in Köln is -.-

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dacascos

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25.02.2008, 17:32 Uhr

Zur Hölle mit Kölle.

Da es im Westen nix neues gibt, nimmt mans halt aus dem Osten.

Betten sind genug da, nur nicht 5 Sterne für die verwöhnten Programmierer die nur noch bugverseuchte, schnöde Alphaversionen von Fortsetzungen auf dem Markt werfen. An so etwas merkt man das zu viel Zucker in den Popo geblasen zu bekommen nicht gut fürs Hirn ist.

T-Shirts mit dem Aufdruck meines ersten Satzes kann man übrigens bei mir kaufen. Momentan haben sich knapp 50 Leute dazu entschlossen diese Shirts auf der GC in Leipzig zu tragen.

Ich würde gern die Programmierer und Developer fragen warum Spieler loyal sein sollen wie sie selbst mit dieser Aktion zeigen das sie einen scheiß von Loyalität halten. Schade das da nur Windelpupser rumrennen die keine cojones in der Hose haben.

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cobra79

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25.02.2008, 17:28 Uhr

Wie man aus der Verlagerung einer Messe eine Ost-West-Debatte zimmern kann...armes Deutschland.

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