Fußball Manager 2008 - Test
Konstant gut
Etliche Tapetenwechsel musste man in den vergangenen Jahren hinnehmen. Dieses Jahr wurde zwar auch an der Optik des Menüs gefeilt, doch nichts Grundlegendes verändert. Das Menü ist intuitiv und besticht durch eine wahnsinnig gute Übersicht. Zu verdanken hat man den guten Überblick übrigens der neuen 1280x1024-Auflösung. Das Wesentliche spielt sich dabei immer in der Mitte des Bildschirms ab. Aufgeteilt in die vier Hauptkategorien "Team", "Transfers", "Verein" und "Karriere", kann man jederzeit in die einzelnen Bereiche wechseln. Hier kann man Aufstellung, Formation oder auch die Taktik planen. Über dem Menü findet noch der Kalender Platz, der den aktuellen Monat sowie die Woche samt bevorstehenden Partien anzeigt. Während man links stets die Tabelle, den nächsten Gegner und nützliche Tools im Blick hat, kann man am unteren Bildschirmrand ein Auge auf auffällige Spieler, Trainingsfortschritt, Teamstatus oder auch den eigenen Status werfen. Doch damit nicht genug: Wie auch die Internet-Browser entwickelt sich der Manager immer mehr zum individuellen Funktionswunder. Wer kein Interesse am Trainingsfortschritt seiner Schützlinge hegt, kann einfach ein anderes Widget anzeigen lassen; insgesamt stehen 20 zur Wahl. Praktisch: Alle Bereiche, in denen man sich nicht mit dem Mauszeiger befindet, werden abgedunkelt. So kann man bei Bedarf noch immer wichtige Statistiken sehen, ohne das Wesentliche aus den Augen zu verlieren.
Ordentlich aufgestockt wurde auch der Stadioneditor, der dank des Baukastensystems interessanter ist als je zuvor. Über 400 Elemente sorgen dafür, dass wahre Traumstadien mit nur wenigen Klicks zumindest schon geplant sind.
Erstmals in der Geschichte des Fußball Managers locken die Regionalliga-Lizenzen auch Fans der unteren Ligen. Wer sich mit Rot-Weiß Essen, dem Wuppertaler SV oder Kultclub Union Berlin bis ins Oberhaus kämpfen will, kann entweder direkt bei den Vereinen anheuern oder eine echte Trainer-Karriere beginnen. Wer sich noch mehr Arbeit aufhalsen möchte, nimmt zudem eine Spieler-Karriere in Angriff, bei der man in die Haut eines Fußballers schlüpft und ihn während den Partien optional steuern kann. Ansonsten ist die Vorgehensweise bis zum unterschriebenen Vertrag gleich: Persönliche Daten angeben, einen Verein wählen, in Verhandlungen treten und schließlich unterschreiben. Wie viel Kohle man für neue Spieler ausgeben darf, hängt nicht nur von der Finanzkraft des Vereins ab, sondern auch vom eigenen Handlungsgeschick. In mehreren Runden kann man Erwartungen in Bundesliga, DFB-Pokal und internationales Geschäft abgeben.
Werden die Ziele hoch gesteckt, öffnet der Vorstand auch gerne die Brieftasche, um an neue Stars zu kommen. Doch Vorsicht: Wer sich zu weit aus dem Fenster lehnt, kann schneller seine Sachen packen, als ihm lieb ist. Vor allem weil der Schwierigkeitsgrad selbst auf "normal" sehr knackig ausfällt. Sogar mit den Über-Bayern rund um Klose, Toni und Schweinsteiger sollte man nicht gleich mit den Planungen für die Meisterschaftsfeier beginnen.
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