Fury - Preview
PvP pur - Konkurrenz für Guild Wars?
Auch wenn das Spiel zunächst lauthals protestierte, dass es nur auf einer englischen Windows-Version laufen will, ließ es sich schließlich davon überzeugen, seinen Dienst auch auf der deutschsprachigen Version anzutreten. Dann hieß es endlich: Auf in die Schlacht!
Auferstanden von den Toten
Das Spiel mit dem Namen, das entfernt an ein Pferd aus einer alten Fernsehserie erinnert, belästigt den Spieler nicht mit langweiligen Grindorgien oder stupiden Botengängen, dafür aber mit trockenen Textwüsten. Ich hatte mich bereits voll und ganz auf rasante PvP-Action eingestellt, doch musste ich mein Adrenalinspiegel erst einmal wieder herunterfahren, denn anstelle eines schönen Introvideos wird die Hintergrundgeschichte leider nur in einfachen Texten präsentiert.
Im Großen und Ganzen geht es darum, dass der Avatar des Spielers wieder zurück ins Leben geholt wurde, um erneut in die Schlacht zu ziehen und einen Krieg zu gewinnen. Das Warum und Wie bleibt erst einmal im Dunkeln. Wirklich neugierig macht einen dieser Einstieg nicht, aber bei einem Unreal Tournament fragt schließlich auch keiner nach einer Hintergrundgeschichte und mit dem Genre der Firstperson-Shooter hat Fury durchaus Einiges gemein. Das Tutorial zieht sich ein wenig hin und lässt sich im momentanen Zustand des Spiels nicht überspringen. Aber so lernt man jedenfalls Einiges, das später im Spiel sehr wichtig ist. Zum Beispiel, was es mit Essenz auf sich hat: Durch Kämpfe erhält man so genannte Essenz-Punkte. Mit diesen wiederum erkauft man sich neue Fertigkeiten. Dazu jedoch später mehr.
Erst einmal werden wir von Ausbilder zu Ausbilder geschickt, lernen unsere Kampffertigkeiten zu benutzen und können uns schließlich für einen von acht Archetypen entscheiden. Zur Auswahl stehen: Champion, Healer, Oracle, Warden, Destroyer, Invoker, Defiler und Overlord. Diese legen aber nur eine gewisse Grundausrichtung fest und bevor man sich endgültig entscheidet, darf man zunächst jeden der Acht Probespielen. Klassen im eigentlichen Sinne gibt es in Fury nicht.
Dann endlich dürfen wir mit einem der Kriegsmeister reden, der uns in unsere erste richtige Schlacht schickt.
Kristalle statt Flaggen, Blutbad statt Deathmatch
Laut Hersteller soll Fury eine Mischung aus Firstperson-Shooter und MMORPG sein. Und besser könnte man es wirklich kaum beschreiben. Wer Spiele wie Unreal Tournament kennt, der dürfte bei den verschiedenen Spielmodi von Fury sofort Parallelen erkennen.
Insgesamt gibt es vier verschiedene Spielmodi. Bloodbath (zu Deutsch Blutbad) beschreibt dabei einen Jeder gegen Jeden Modus, der sich ganz wie eine Deathmatch-Partie spielt, nur dass man hier die dicken Wummen gegen Schwert und Magie getauscht hat.
Elimination ist nicht viel anders. Nur dass man hier nicht ganz auf sich allein gestellt ist, sondern im Team mit bis zu drei Freunden gegen andere Gruppen antritt.
Vortex ist das Gegenstück zum guten alten Capture The Flag. Anstelle einer Flagge gilt es hier jedoch Kristalle in die eigene Basis zu bringen. Diese Kristalle werden von fliegenden Insekten auf der Karte fallen gelassen oder lassen sich aus der gegnerischen Basis stehlen. Das Team, das als erstes vier Kristalle in seiner Basis hat, hat gewonnen. Insgesamt können die Gruppen bei dieser Variante bis zu 16 Spieler umfassen.
Das Spannende an diesem Spielmodus ist, dass Kristalle und damit entscheidende Punkte wieder gestohlen werden können. Dadurch kann ein hoher Vorsprung schnell kippen und sich ins Gegenteil verkehren. So bleibt die Partie bis zum Ende spannend und offen. Fortress (Festung) soll das Endgame in Fury darstellen. Hier treten auf riesigen Schlachtfeldern Gruppen von 32 Spielern gegeneinander an. Ziel ist es bestimmte Kontrollpunkte auf der Karte einzunehmen und zu halten und letztendlich sogar die gegnerische Basis zu erstürmen.
Daneben kann man andere Spieler oder Gilden noch zu Duellen herausfordern. Diese dienen aber allein dem Training, da hier keine Belohnungen winken und diese Schlachten auch nicht in den Ladders (Ranking) gewertet werden.
Und das war's auch schon. Wirklich innovative PvP-Varianten sucht man bei Fury vergebens. Etwas mager, wenn man bedenkt, dass das Spiel ausschließlich aus den Spieler-gegen-Spieler Kämpfen besteht.
Balancing: Noch nicht vorhanden
Voll Vorfreude stürze ich mich also in eine Vortex-Schlacht. Doch schon beim Anblick meiner Verbündeten fällt mir auf, dass diese bei weitem bessere Ausrüstung besitzen und scheinbar schon einen deutlich höheren Rang inne haben als ich, der gerade erst in Fury angekommen bin. Mutig und entschlossen trete ich dennoch meinem ersten Gegner gegenüber, hole schwungvoll aus und... zack! - schon lag ich mit dem Gesicht im Staub des Schlachtfelds und durfte auf den Respawn-Button drücken.
"Was war denn das?", dachte ich mir. Mein Destroyer war in Nullkommanichts ausgeschaltet worden. So hatte ich mir das aber nicht vorgestellt.
Laut Aussage Aurans soll es ein Matchmaking-System geben, dass auf Grundlage des Rangs dafür sorgt, dass in etwa gleich starke Spieler gegeneinander antreten. Wenn nach einiger Zeit aber nicht genug gleich starke Spieler gefunden wurden, werden die Kriterien ausgeweitet und es kann passieren, dass man gegen deutlich stärkere Spieler antreten muss. Dies scheint in der aktuellen frühen Betaphase leider noch die Regel zu sein.
Wenn es später genug Spieler gibt und das Matchmaking-System so funktioniert wie versprochen, dann wäre es perfekt, um für faire Schlachten zu sorgen. Noch ist es recht frustrierend von Kampf erfahrenen Veteranen niedergemetzelt zu werden.
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Alundril
28.07.2007, 19:38 Uhr
Bei den matches sollte Fury aber noch mehr abwechslung bieten, ich zocke es für ein paar Stunden jedenfalls immer wieder gern am WE!
DDMASterkill
26.07.2007, 10:26 Uhr
BJ
24.07.2007, 14:23 Uhr
...
21.07.2007, 23:13 Uhr
Das Spiel wird garantiert schnell wieder in der versenkung verschwinden, so, wie viele seiner Vorgänger...
lol
21.07.2007, 19:34 Uhr
viel Spielzeit=bessere Items > Skill
Wer ständig spielt kann Casuals beliebig onehitten, ehm, das gibts genau schon so bei WoW, und da gibts sogar noch einiges an PvE-Inhalten.
Aber vielleicht wird dies ja genau das Spiel, das die ganzen blöden Kiddies von AoC und WAR fernhält, denn hier kann jeder Depp, der genügend Zeit investiert, super ROXXXXOOORN1111133377ll!!!!
Fazit: Unbedingt kaufen!
Kane
21.07.2007, 17:53 Uhr
Wo sind denn die innovationen? Ich wart auf jeden Fall lieber auf WAR.
bin
21.07.2007, 11:46 Uhr
imo ist es vor allem die (unschöne) grafik, die mich stark stört
Ghaleon
21.07.2007, 10:30 Uhr
Nunja
21.07.2007, 03:01 Uhr
Und inwiefern hier GW ein guter Vergleich ist bleibt auch abzuwarten, es mag ja anfangs sehr PvP orientiert gewesen sein, aber mit den 2 Kapiteln und bald dem Addon ging der fokus immer mehr auf PvE und Causual PvP.
Bleibt nur zu hoffen, dass das Fury PvP nicht auch nach einiger Zeit an den selbsternanten "Pros" zugrunde geht und an nachwuchsmangel zu leiden hat.
Kai
21.07.2007, 02:42 Uhr