Free Realms - Special
Fünf Millionen irren nicht
Doch nicht so eilig, bei der Charakterstellung hat man vorab die Wahl zwischen zwei verschiedenen Völkern, den Pixies und den Menschen. Erfreulich, wer möchte, kann seinen Charakter nach eigenem de Gusto individualisieren. Zwar sind Gesichter, Frisuren, Kleidung und Farben vorgeben, aber bei der Anzahl an Auswahlmöglichkeiten dürfte die Anzahl der virtuellen Zwillinge jedoch gering bleiben. Bei der Namensvergabe kommt SOE seinem pädagogischen Auftrag nach. Der Charaktername kann zwar frei gewählt werden, durchläuft aber zuvor eine interne Prüfung. Da dieser Vorgang durchaus ein bis zwei Tage dauern kann, gibt es solange einen eigens generierten Lückenfüller wie Riley Herzrune oder Madeline Königstänzerin. Wie und nach welchen Kriterien geprüft wird, bleibt unbekannt. Mein Versuch jedoch, mit einem leicht schlüpfrigen Namen eine Bewilligung zu erhalten, wurde abgelehnt. Lob dafür!
Auf der offiziellen Webseite wird jedoch nicht nur der Charakter erstellt, sondern ebenso verwaltet und organisiert. Hier erfahre ich alle Details vom Inhalt meines Goldbeutels, die Stufenränge in meinen Berufen, welche Freunde gerade on- und offline sind bis hin zu welche Vorzüge das kostenpflichtige Abonnement bietet.
Im Spiel selbst gibt es keine feste Charakterklasse, vielmehr kann man mit einem einzigen Mausklick frei zwischen den neun kostenfreien und gegebenenfalls den fünf kostenpflichtigen Berufen wählen. Reise ich mit flinken Füßen durch die Spielwelt und verteile Briefe, Karten und Pakete, dann steht der Karriere als Postbote nichts mehr im Wege. Liebe ich Haustiere und die Dressur, dürfte der Tiertrainer von Interesse sein. Aufgrund des vielfältigen und zeitintensiven Angebots werde ich mich jedoch in diesem Test lediglich auf drei Berufe konzentrieren: Koch, Go-Kart-Fahrer und Raufbold.
Im Gegensatz zu einem genretypischen MMOG steht der Kampf in Free Realms keineswegs im Mittelpunkt, auch wenn sich mehrere Berufe diesem Thema widmen. In meinem Bestreben als Raufbold zu Ruhm und Ehre zu gelangen, folge ich zunächst der klasseneigenen Questreihe. Diese reicht vom einfachen Startkampf gegen einen gewaltigen Oger bis hin zu großen instanzierten Dungeons, in denen man seine Kräfte mit mehreren Gegnern zeitgleich messen muss.
Die wenigen unterschiedlichen Angriffsvarianten, die über die Actionleiste aktiviert werden, sorgen für einen flüssigen, jedoch auf Dauer recht monotonen Ablauf. Steinchen werfen, Wirbelattacke und Hammerschlag werden abwechselnd aktiviert bis der Feind nieder gestreckt ist. Ärgerlich, des Öfteren verliere ich aufgrund der unglücklichen Kameraperspektive die Übersicht im Gefecht und der Kampf verkommt zu einem blinden Tastaturgehämmere. Im Bezug zur Zielgruppe nicht ganz unwichtig, die Kämpfe verlaufen unblutig, ja geradezu harmlos. Bezwungene Gegner bleiben mit kreisenden Sternchen einfach am Boden liegen oder fliehen aus dem Areal.
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Hoher Irokese
15.09.2009, 12:49 Uhr
Hoher Irokese
15.09.2009, 12:48 Uhr
100% agree
Kenne einige, die sagen sich "Naa 12-15 Euro pro Monat (um ein Spiel spielen zu "dürfen") sind mir viel zu viel" - kaufen sich jedoch dann im Umkehrschluss immer mal wieder für "wenige" Euros einige Zusatzitems, die in der Summe letztendlich die monatliche Gebühr anderer RPGs übersteigen.
Segaia
15.09.2009, 10:55 Uhr
Stimmt.... Story hängt generell in MMOs hinterher. Naja irgendwann werden die alle Ihre Konzepte ausgeschöpft haben, dann schaun wa ma. XD
Micropayment kann schnell eine kostenfalle werden (Nutzerseitig), andererseits... hey ihr könnt es kostenlos spielen. So what?
Ich verstehe, dass einige hier missmutig auf neue Spiele schauen. Mir geht es genau so. Alles sieht aus wie der selbe Quark. Spiele heutzutage unterscheiden sich meist nur unter einer handvoll Kriterien, die für einen selbst wichtig sind.
Das einzige was einem übrig bleibt ist warten..... oder sich auf die endlos lange reise des Lieblingsmmos zu begeben. GL^^
Kull
14.09.2009, 23:52 Uhr
Das wäre richtig, wenn jeder Käufer so viel im Monat zahlen würde, wie eine Abogebühr kosten würde. Da aber jeder so viel ausgeben kann wie er will und wir die richtigen Zahlen nicht kennen, ist diese Annahme wertlos.
"Um die" 10% waren es z.B. bei Battlefield Heroes, diese zahlen jedoch im Durchschnitt 20 USD.
Davon abgesehen sind 400.000 zahlende Kunden auch in der Zeit nach WOW verdammt nochmal eine ganze Menge Spieler.
Um mal ein paar harte Zahlen und ein überraschendes Zitat zu bringen: "Free-to-play games take more in digital revenue than any other genre of game, followed by MMOs and social network games, according to a recent survey." (Quelle: http://www.gamesindustry.biz/articles/free-to-play-game
s-account-for-over-half-of-digital-purchases)
Dieses Bezahlmodell ist also viel zu erfolgreich, als daß es in Zukunft nicht auch in AAA-Titeln eine Rolle spielen wird.
Außerdem glaube ich, daß es auch mehr Nicht-MMO'ler davon überzeugen kann, für ein Spiel regelmäßig Geld zu bezahlen, als es eine verhältnismäßig hohe monatliche Gebühr könnte.
Zamzamah
14.09.2009, 19:13 Uhr
Ich rede von der Spieleranzahl.
Obwohl nur 10% zahlen, 100% spielen es (oder ein großer teil davon).
Die Leute spielen ein Spiel nicht nur weil es gratis ist.
Klar: für den Entwickler zählt nur der Umsatz, ich rede aber von der Tendenz zum Kinderspiel seitens der Zocker.
LeFee
14.09.2009, 18:50 Uhr
Star Wars Galaxies hatte zu Glanzzeiten auch um die 300.000 Abonnementen bis SOE das MMO an die Wand gefahren hatte.
Vom Umsatz her ist Free Reals also nicht wesentlich erfolgreicher als Star Wars Galaxies es einst war.
Ragul returns
14.09.2009, 14:53 Uhr
ja, allerdings ist es falsch solche spiele als schlecht zu beurteilen
da dieses system anscheinend nicht für alle verbraucht ist
schade ist es schon...
mittlerweile zock ich lieber offline
Zamzamah
14.09.2009, 11:39 Uhr
Ich denke, dass es an der Umsetzung scheitert.
Ein Beispiel hierfür ist Portal: Innovativ und spaßig. So ein kleines Feature wie die Portal-Gun kann das Spielgefühl komplett abändern.
Gegenbeispiel ist AoC:
Das Kampfsystem war zwar neu, aber sehr schlecht durchdacht. Dadurch, dass alles irgendwelche Kombos waren, konnte man kaum auf den Gegner reagieren, weil eine Kombo zu lange braucht. Zauber hingegen hatten dafür gar keine Kombos, nur das Spellweaving. (Dauert aber nochmals länger als die Kombos UND man kann während dem Zauberweben nix anderes machen. (Bewegen zB)
Baldora
14.09.2009, 11:17 Uhr
Da ich z.Zt aber Atlantica und Sacred Spiele habe ich genug beschäftigung
marianka
14.09.2009, 10:49 Uhr
Atlantica Online ist der Burner:))