Forza Motorsport 3 - Test
Award im Tank
Grafik, Physikberechnung und Spielbarkeit müssen den harten Anforderungen der Simulationsfanatiker genauso gerecht werden wie den Bedürfnissen der Genreeinsteiger, Grafikfreaks und Autonarren. Es kommt also alles zusammen, und diese harte Aufgabe meistern beide Programmierschmieden bekanntlich mit einer anderen Philosophie. Während Polyphony nach Perfektion an der PS3 strebt und jeden zeitlichen Aufwand dafür in Kauf zu nehmen scheint, versucht Turn 10 innerhalb einer abgesteckten Zeit so viel wie möglich aus der Xbox 360 heraus zu kitzeln. Zwei Jahre waren es für Forza 3, und man kann den Jungs auf die Schulter klopfen, denn seit dem überaus erfolgreichen Vorgänger von 2007 hat sich einiges getan. Die neueste Inkarnation virtueller Spritvernichtung legt bei jedem Aspekt spürbar zu, egal ob in der Präsentation oder im Umfang. Perfekt ist das Endergebnis aber leider nicht. Tatsächlich offeriert Turn 10 den Jungs von Yamauchi mit kleinen vernachlässigten Details so manche Gelegenheit, am Ende doch noch auf der Kampflinie zu überholen.
Dazu muss ich nicht einmal den Vergleich mit der Konkurrenz heranziehen, der sowieso müßig ist, weil bis auf eine kurze Anspielgelegenheit auf der gamescom und ein paar Videos kein aktuelles Material vorliegt. Es genügt schon, dass Xbox-360-Besitzer ohne Festplatte beim Öffnen der Packung den ersten Schock erleben. Forza 3 kommt auf zwei DVDs, von denen eine auf den Massenspeicher installiert werden soll. Tut man das nicht, kann man zwar noch immer mit der anderen Disc spielen, muss aber auf einige Wagen und Strecken verzichten. Es geht „nur“ um 1,9 Gigabyte, trotzdem wird der Ärger groß sein, denn davon steht nichts auf der Packung. Nicht einmal hinten bei den Speicherangaben, dabei sollten Käufer meiner Meinung nach schon schon auf dem Cover darauf hingewiesen werden.
Wer den Platz hat, kann natürlich auch die Spieldisc auf die Festplatte scheffeln, wird aber außer dem angenehmeren Geräuschpegel durch die Abwesenheit lästiger Laufwerksgeräusche keine signifikanten Vorteile daraus ziehen. Wie sich schon nach den ersten Berührungen mit Menü und dem Einstiegsrennen herausstellt, liegen die Ladezeiten bei jeglicher Abspielmethode gerade so im Rahmen des Erträglichen. So schlimm wie bei Need for Speed Shift ist es nicht, aber es kommt nah heran und zehrt trotz lesenswerter Anekdoten zur Geschichte des Rennsports, die das klinische Weiß der Ladebildschirme füllen, hin und wieder an den Nerven.
Auch in LeMans befinden sich acht Fahrzeuge auf der Strecke. Leider fährt man ausschließlich am Tage.
Zumal zwischen den Rennen nicht viel passiert. In der Karriere, die letztendlich nur aus einem Rennkalender besteht, der mehrmals in einer virtuellen Woche optionale Rennveranstaltungen ankündigt, hangelt man sich lediglich von Event zu Event, bestaunt gewonnene Autos, kauft neue dazu, motzt sie auf oder lackiert sie. Abgesehen von fahrerischem Interesse sollte man also einen ordentlichen Sammeltrieb für die mehr als 400 traumhaft schön modellierten Rennboliden mitbringen, um sich nicht auf Dauer etwas zu langeweilen. Wie schon im Vorgänger stellt das Sammeln, Individualisieren und Präsentieren liebgewonnener Fahrzeuge einen nicht zu verachtenden Anteil des Spielvergnügens, dem dank einem ausführlicheren Lackierstudio, größerem Online-Auktionshaus und einer brandneuen Videoschnitt-Option samt Upload auf forzamotorsports.net noch mehr Aufmerksamkeit zuteil wird. So darf man noch immer 1000 Lackschichten mit Hilfe von frei anpassbaren geometrischen Figuren zeichnen, die bei entsprechender Geduld mosaikartig zu aufwändigen Bildern verschmelzen, und sich als Designvorlage einzeln abspeichern lassen. Im Großen und Ganzen entsprechen die Möglichkeiten denen von Forza 2, allerdings ist der Editor nun übersichtlicher und lässt sich schneller bedienen, da Vorlagen nun nicht mehr direkt auf den Lack gezeichnet werden müssen. Stattdessen steht eine übersichtliche gerasterte Fläche zur Verfügung.
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Fotomoloman
24.10.2009, 19:35 Uhr
die ganzen videos waren auch nicht überzeugender.
Guildmaster89
24.10.2009, 10:43 Uhr
karaokefreak
24.10.2009, 01:09 Uhr
Fotomoloman
24.10.2009, 00:33 Uhr
habe ich irgendwo das gegenteil behauptet? jedoch braucht man, zumindest in der demo-strecke, 0,0 gefühl für das handling der wagen. immer vollgas und vor kurven im richtigen moment auf die richtige kurvengeschwindigkeit abbremsen.toll! O.o
ich glaube ich weiß immernoch am besten was ich suche / brauche ;) und natürlich hängt das mit den strecken UND der physik zusammen. nehmen wir mal dirt: trifft dank der engen und kurvigen strecken (zumindest in diesem einen modus da) genau meinen geschmak. und dank der wechselnden beschaffenheit muss man den wagen auch in den verschiedenen situationen kontrollieren. im dreck gezielt um die engen kurven driften und auf asphalt schön kontrolliert um die kurven. :) bei forza hab ich bisher nur gesehen: vollgas-> abbremsen und kurve nehmen-> vollgas. entspricht halt nicht meinem geschmack
karaokefreak
23.10.2009, 23:15 Uhr
Und BTW: IOch bin ein riesen Ridge Racer Fan, von daher kenn ich auch anderes so zum Thema spektakulär - Reinster Arcade-Spaß. Dennoch ist Forza 3 in der Streckenführung zumindest deutlich spektakulärer als sein Vorgänger.
Fotomoloman
23.10.2009, 20:59 Uhr
karaokefreak
23.10.2009, 20:07 Uhr
Fotomoloman
23.10.2009, 19:38 Uhr
Gnoos
23.10.2009, 12:04 Uhr