FlatOut: Ultimate Carnage - Test
Hochkonjunktur für Schrotthändler!
Zimperlich geht es bei Flatout: Ultimate Carnage ganz bestimmt nicht zu. Mit jeder Menge Action geben sich die Duelanten nichts.
Sicherlich nicht gerade wenig, denn dies lassen die blanken Zahlen vermuten: Satte 48 Autos und 39 Pisten laden dazu ein, kräftig aufs Gas zu drücken und nicht auf verbeultes Blech zu achten. Schaut man sich allerdings an, was hinter den Zahlen steckt, macht sich Ernüchterung breit: Neuerungen sucht man wie die bekannte Nadel im Heuhaufen. Liegt der zweite Teil noch nicht im Regal, ist dies aber kein Grund zur Sorge. Die Strecken und Fahrzeuge zeigen sich in einem guten Licht, auch wenn in den ersten Spielminuten in einer Schrottkiste gestiegen werden muss.
Wenig Pferde unter der Haube, das Auto schon vor dem Start ein Fall für die Presse: Triste Aussichten, wäre da nicht das Verlangen bessere Kisten zu fahren und den Gegnern zu zeigen, was man alles kann. Das erste Fahrzeug könnte wohl auch gerade aus der Wolga gefischt sein, wo es die letzten zehn Jahre lag. Mit Äußerlichkeiten sollte man sich aber nicht lange aufhalten: Sehr viel wichtiger ist, dass man selbst im Rennen einen kühlen Kopf behält. Dies liegt vor allem daran, dass die KI sehr durchwachsen daherkommt. Sie scheinen sich stetig dem eigenen Verhalten anzupassen. Fährt man schnell voran, sind sie stetig auf den Versen und Strecke zu machen ist so gut wie unmöglich. Andersrum ist es aber auch möglich nach einem Crash schnell wieder auf eine Topplatzierung zu fahren.Problematisch wird die Fahrkunst der KI vor allem dann, wenn man in der letzten Kurve oder Schikane vor dem Ziel einen kleinen Fahrfehler macht: Schon rasen die anderen vorbei und Frust steht auf der Tagesordnung. Zahlreiche Turniere und Rennen warten darauf, dominiert zu werden, denn mit einem zweiten Platz darf sich niemand zufrieden geben. Erfreulich ist hierbei, dass die Strecken sehr unterschiedlich inszeniert wurden: Vom Baustellenbereich bis in die Innenstadt oder wieder raus aufs das Land wird vieles geboten. Sogar durch Wasserpfützen und Trailerparks rast man und kann dabei so gut wie alles in der Umgebung zerstören.
Dies ist auch bitter notwendig, denn mit Bäumen kann man den Gegnern die Fahrt erschweren, mit kleinen Objekten den Nitro aufladen. Eben jener bringt im entscheidenden Moment kurz vor dem Ziel schon mal den Schub, der zum Sieg verhilft. Will man mit diesen Tricks aber zu viel erreichen, kommt es schon mal vor, dass ein Crash mit einem Felsen für einen hohen Abflug sorgt. Gut für die Nitro-Aufladung, schlecht für die Platzierung. Nur wer ohne Fehler fährt, wird in den späteren Rennen Sieger sein. Erfreulich ist, dass dies durch die gute Steuerung unterstützt wird. Ganz klar arcadelastig präsentiert sich die Fahrphysik. Die Eingaben werden direkt und ohne Umschweife umgesetzt, so dass auch scharfe Kurven mit Leichtigkeit genommen werden können. Aber dies auch nur ohne andere Fahrer, sind die Kontrahenten mit dabei, Rammen sie einen schon mal aus der Ideallinie.
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News: Die PC-Version erscheint etwas später (7 News insgesamt)





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Spoon_of_Doom
03.08.2007, 06:43 Uhr