FIFA 10 - Test
Willkommen in der Königsklasse
Zu verdanken hat Electronic Arts diese Huldigung vor allem der neuen 360Grad-Steuerung. Statt hölzern wirkenden Animationen in eine von acht Richtungen, dribbeln Ribery und Co nun leichtfüßig jeden Zentimeter des Platzes entlang. Das ermöglicht auch mehr Flexibilität im Zweikampf, wenn ihr zum Beispiel schnelle Richtungswechsel vollziehen oder Finten schlagen wollt. Auch im Defensivverhalten könnt ihr durch die neugewonnene Bewegungsfreiheit profitieren und nun schneller auf das Angriffsverhalten des Gegners reagieren. Letztendlich schließt FIFA 10 somit sogar zu Pro Evolution Soccer auf, das in diesem Bereich die letzten Jahre deutlich besser war.
Auch die Änderungen an der Ballphysik werden schon nach wenigen Pässen deutlich. Das runde Leder rollt nun realistischer über das satte Grün der Stadien. Man bekommt mit der Zeit ein eigenes Gespür für den Ball. Ist der Pass in den Lauf zu lasch gespielt? Lohnt sich der Fernschuss? Wann muss ich zum Kopfball ansetzen? FIFA 10 überrascht mit vielen kleinen Momenten, in denen man selbst aufgrund der direkten Steuerung und dem neuartigen Ballgefühl den einen oder anderen Fehler macht. Mal segelt ein Abstoß über den Kopf des Abwehrspielers und der gegnerische Stürmer hat freie Bahn. Mal schickt ihr euren Mitspieler zu steil und eine gute Kontermöglichkeit ist passé. Das wird für manche FIFA-Kenner neu sein, macht aber auf Dauer wesentlich mehr Spaß, da mehr von euch abverlangt wird.
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