Fallout 3 - Special
Auf zum Atom!
Die Gespräche gleichen denen von Oblivion. Die Gesichter sind erstklassig animiert; Emotionen wie Wut, Freude oder Trauer sind sofort erkennbar.
Als der Bunkerbewohner zum ersten Mal die Außenwelt betritt, greifen die Fänge der Blindheit um sich. Das Tageslicht, so hell wie eine Supernova, lächelt ihm ins Antlitz - die Sicht verschwommen, die Umgebung schemenhaft. Erst nach ein paar Sekunden legt sich der Schleier und gibt die totale Zerstörung zu erkennen. Straßenzüge sind bis zur Unkenntlichkeit zerbombt, Autowracks bis in die letzte Schraube demoliert. Rabenschwarze Häuserruinen ragen standhaft gen Himmel, während ein endzeitlicher Sandwind über das graubraune Brachland fegt. Bethesda nahm sich die Gamebryo-Engine zur Brust und verbesserte, polierte, werkelte und schraubte, wo es nur ging. Wie uns Pete Hines versicherte, sei von dem ursprünglichen Technikrahmen nicht mehr viel übrig. Dank Parallax-Occlusion-Mapping wirkt die Spielwelt einzigartig, zerklüftet, wie aus aus einem endzeitlichen Guss. Während man Oblivion die Herkunft aus dem Editor schon an der Nasenspitze ansah, wurde in Fallout 3 an wirklich jeder Stelle Hand angelegt. Kein Fleck gleicht dem nächsten, kein Stein dem anderen.
Schon nach wenigen Augenblicken kommen die ersten Gegner zum Vorschein. Krabbelnde Riesenameisen, mutierte Genmonster mit dünnen Stelzen, schleimiger Haut und festem Schritt. Kein Problem für den Protagonisten, der flugs eine zuvor aufgesammelte Waffe zückt und den Viechern mit Leichtigkeit auf die Pelle rückt - aus der Ego-Perspektive, in Echtzeit. "Oh nein!", wir hören das Nostalgiegejammer schon aus allen Ecken hervordringen. "Fallout in Echtzeit? Ich hab gewusst, dass Bethesda ein schlechtes Ohmen ist" Nur die Ruhe: Obwohl nicht mehr alle Kämpfe auf das gute alte Rundensystem setzen, müssen Kenner der ersten Stunde nicht gleich in Tränen ausbrechen. Mit Hilfe des Vault-Tec-Assisted-Targeting-Systems ist es jederzeit möglich, die Gefechte zu pausieren und in aller Ruhe die Lage zu checken. Gerade in späteren Situationen, wenn mehrere Feinde unvermittelt zum Vorschein kommen, ist dieser Kniff Gold wert.
In diesem Modus könnt ihr wie gewohnt einzelne Körperregionen der Gegner anvisieren - etwa Kopf, Arm oder Bein. Je nachdem, wie hoch euer Wahrnehmungswert liegt, ändert sich auch die Trefferchance, die in Prozent angegeben wird. Das Ganze basiert noch immer auf Aktionspunkten, deren Anzahl mit jeder Bewegung schrumpft. Sind irgendwann alle Punkte aufgebraucht, müsst ihr euch wieder in Echtzeit beweisen, was - zumindest bei großen Gegnern - entsprechend schwerer zu handhaben ist.
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Kardo
22.10.2008, 15:27 Uhr
tardan
23.08.2007, 23:11 Uhr