Fallout 3 - Preview
Spagat zwischen alten Tugenden und Moderne
Die halbe Stunde unseres Probespiels erlaubte uns sicher keinen auch nur halbwegs umfassenden Überblick über Fallout 3. Aber zusammen mit mehreren von uns erlebten "passiven" Präsentationen setzt sich schon das Bild einer stimmigen, detaillierten Welt zusammen. Der schwarze Humor, der die Vorgänger auszeichnete, wird eindeutig auch von Fallout 3 zelebriert. Auch die ständige Entscheidung zwischen mehreren Vorgehensweisen, zwischen Gut und Böse, soll enthalten sein. Allerdings glauben wir nicht, dass das Spiel häufig derart einschneidende Story-Gabelungen anbietet wie im oft zitierten Megaton-Beispiel: Dabei handelt es sich um eine Stadt, die um einen Atombomben-Blindgänger herum gebaut wurde. Es ist eine typische Rollenspiel-Ortschaft mit NPCs, Händlern und Questgebern. Doch wer einen Halunken mit rabenschwarzer Seele spielen möchte, kann auch die ganze Ortschaft verschwinden lassen, indem er die Bombe doch noch zündet. So etwas ist natürlich großes Games-Kino, dürfte aber die Ausnahme bleiben. Wichtiger wird sein, ob Fallout 3 diesen schwer zu beschreibenden Mix aus Hauptquest, Nebenquests und Zufallsbegegnungen hinbekommen wird, der bei Fallout 1 und 2 so motivierend wirkte. Und ob tatsächlich die vielen Skills und Spezialfähigkeiten sinnvoll und nach Belieben zum Einsatz kommen - und nicht nur an einigen genau dafür designten Stellen.
Happy Birthday! Der Geburtstag des Protagonisten ist allerdings nur ein kleiner Teil vom Spieleinstieg.
Was mit Sicherheit gut aus der Serien-Vergangenheit in die Neuzeit transportiert wird, sind die Waffen: Sie haben einen Zustand, der ihre Effizienz bestimmt, sie benötigen Munition, die meist sehr selten ist, und um sie effizient einzusetzen, muss man die entsprechenden Fertigkeiten trainieren - also alles so "wie früher", nur dass man sie eben in Shooter-Manier einsetzt. Die Missionen dürften die Masse früherer Teile erreichen ¬- ihre Güte können wir noch nicht beurteilen. Wir sind ziemlich sicher, dass das fertige Spiel nicht so actionlastig sein wird, wie die von uns gespielte Version. Aber ob am Ende nicht doch das Kämpfen deutlich mehr Spielzeit einnehmen wird als schlagfertige Multiple-Choice-Gespräche mit den NPCs?

Fallout 3 hat das Zeug zu einem Hit. Bethesda hat jedoch seit Elder Scrolls: Arena auch immer wieder viel Unfug getrieben, wenn es um den Feinschliff ihrer Produkte ging - sei es die extreme Bug- und Exploits-Dichte früherer Spiele oder das völlig verkorkste, zum gesunden Menschenverstand gegenläufige Levelaufstieg-System von Oblivion. Insoweit gibt's trotz aller Faszination, die das neue Endzeit-Abenteuer bereits in seoner jetzigen Version auf uns ausstrahlt, nur ein vorsichtiges "Sehr gut". Das kann sich bis zum fertigen Spiel durchaus auf ein "Ausgezeichnet" steigern. Doch ebenso wenig können wir ausschließen, dass Fallout in der Bewertung noch absacken wird
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Valve
11.08.2008, 23:05 Uhr
den rest wird die modding community besorgen müssen...
JoeLanger
08.08.2008, 16:07 Uhr
- Die E3-Version spielte sich einfacher als üblich, weil alle Waffen-Stats maximiert waren. Es sei aber längst nicht jeder V.A.T.S.-Treffer ein Kritischer Treffer gewesen, Kritische Treffer würden zufällig bestimmt.
- Ein V.A.T.S. Kopftreffer (oder ein Treffer auf eine andere Körperregion) richtet laut Pete Hines einen gewissen Schaden an diesem Körperteil an und schädigt außerdem die Gesamt-Hitpoints des Gegners. Die Anfangsgegner haben nur geringe Gesamt-Hitpoints, deshalb könnten die auch mal nach einem Schuss ins Bein sterben. Die schwierigeren Gegner aber können auch Gliedmaßen verlieren, und kämpfen trotzdem weiter.
- Das "Verstümmeln" (also Gegner verliert ein Bein oder einen Arm) klappt nur, wenn man durch Treffer die Hitpoints des entsprechenden Körperteils auf Null bringt, nicht durch einen beliebigen V.A.T.S.-Treffer. Dasselbe gilt auch für den Spieler.
Ich poste dasselbe auch nochmal bei meiner Juli-Kolumne :-)
Wartock
04.08.2008, 15:53 Uhr
Kardo
01.08.2008, 23:21 Uhr