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Plattformen:
MMOG
Release:
MMOG: 3. Quartal 2006
Status:
keine Angabe
Publisher:
Nexeon Tech
Entwickler:
Ojom
Genre:
Onlinespiel
USK:
Ab 12 Jahren
Offizielle Seite:
faceofmankind.com
Fanseite:
keine Angabe

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Alexander Glup | 25.07.2006, 18:29 Uhr

Face of Mankind - Test
Böse Außerirdische!

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MMORPG gibt es in der Zwischenzeit, wie Sand am Meer. Face of Mankind sticht aber aus der Masse heraus.
Die Probleme der heutigen Moderne sind auch die Schwierigkeiten der Zukunft. Überbevölkerung und schwindende Rohstoffvorkommen zwingen die Menschheit in den Weltraum aufzubrechen und ferne Kolonien auf rohstoffreichen Planeten zu gründen. Die Technik macht riesige Fortschritte und die Menschen bevölkern langsam die Galaxie und die Probleme scheinen gelöst. Aber ein großes Netzwerk an Planeten erfordert auch eine vernünftige Politik, bevor die Menschen dies erkennen, ist es schon fast zu spät. Mehrere Fraktionen haben sich die Befugnisse in der Zwischenzeit unter einander aufgeteilt und denken gar nicht daran, den anderen irgendetwas zu schenken und dadurch Macht einzubüßen. So beginnt ein teilweiser offener aber auch ein versteckter Krieg hinter den Kulissen, Parteien verbünden sich und geraten wieder in Streit. Die Blindheit, die durch die eigenen Konflikte entstand, trübt die Sicht für die wirklichen Gefahren, eine unbekannte außerirdische Macht kann dem Treiben der Menschheit nicht mehr zu sehen und beginnt einen unerbittlichen Krieg.

New York, Berlin usw. viele bekannte Städte werden in Face of Mankind besucht, dabei wurden bestimmte Sehenswürdigkeiten fast originalgetreu nachgebildet.

Face of Mankind beginnt wie jedes andere MMORPG auch mit der Charaktererschaffung. Dabei wurde vor allem auf Einfachheit wert gelegt. Das bedeutet jedoch nicht, dass man den Spieleravatar nicht nach Belieben individualisieren kann. Anders als bei bekannten Genrekollegen gibt es keine weiteren Rassen neben den Menschen auszuwählen, auch in die Rolle der unbekannten Rasse der Aliens darf man nicht schlüpfen.Als Rassenersatz bieten sich die acht verschiedenen Fraktionen an, die allesamt unterschiedliche Ziele verfolgen und teilweise untereinander verbündet oder verfeindet sind. Spielt man mit Freunden oder Bekannten zusammen, muss man sich auf eine Partei einigen, ansonsten ist ein Zusammenspiel nicht oder nur eingeschränkt möglich.
Mediziner, Händler, Kämpfer und Kommandant sind die vier wählbaren Klassen. Jede Ähnlichkeit mit Spielen wie Return to Castle Wolfenstein: Enemy Territory ist beabsichtig und erwünscht. Die unterschiedliche Spielbarkeit und hohe Sterberate, motivieren dazu, die verschiedenen Klassen auszuprobieren und sorgen somit für eine hohe Widerspielbarkeit.

Das Tutorial klärt den Spieler über die einzelnen Aspekte der Welt auf. Neben einer Einführung in die Steuerung erhält man auch einen Einblick in die Spielmechanismen: "Wie werden Quest angenommen?", "wie wird gekämpft" oder "wie werden Gegenstände zum alltäglichen Gebrauch hergestellt". Auf den ersten Blick ein sehr ausführlicher und einfacher Spielbeginn. In der wahren Welt sieht die Praxis aber schon komplett anders aus. Dem Spieler steht zu Beginn von Face of Mankind bereits die gesamte Welt offen, man kann zu jedem Ort der Galaxie reisen oder einfach die örtliche Stadt erkunden. Dabei gibt es keine weitere Hilfestellung, weder vom Spiel selbst noch durch das gerade einmal drei Seiten starke Handbuch. So vergehen bereits die ersten Stunden, bevor man die Spielmechanik richtig verstanden hat. Besonders Anfänger dürften von der Komplexität überwältigt sein, wer von vornherein Ungeduldig ist und übermäßige Einsteigerfreundlichkeit erwartet wird von Face of Mankind enttäuscht sein. Aber auch geübte Rollenspielveteranen werden ihre Schwierigkeiten haben, sich in der Welt zu Recht zu finden. Dies liegt vor allem daran, dass kaum deutsche Spieler unterwegs sind mit denen man eine adäquate Gruppe bilden könnte.

Zurzeit werden nur Nachteulen in einem internationalen Verbund, der meist aus Amerikaner und Engländern besteht, in anständiger Gruppengröße auf Erfahrungspunktejagd gehen können.

Völlig unterschiedlich zu Konkurrenzprodukten ist das Gameplay. Zwar werden in Face of Mankind auch unterschiedliche Quests angenommen, aber der Teamgedanke steht deutlich im Vordergrund. So ist es unumgänglich sich mit anderen Spielern der gleichen Fraktion zu verbünden um Aufträge zu lösen, die gegen eine gegnerische Gruppierung gezielt sind. Für gelöste Aufgaben gibt es neben Erfahrungspunkten auch Macht und Ansehen. Spieler können andere Mitspieler in einem gewissen Rahmen beurteilen. Sammelt man überwiegend positive Meinungen, steigt man in der Gunst der Fraktion auf und erhält neue Befugnisse, dies kann sogar dazu führen, dass man eine zeitlang Oberhaupt der eigenen Fraktion wird und sich um Politik, Diplomatie oder weit reichende Geldgeschäfte kümmert. Natürlich wird man aber auch gleichzeitig das Ziel für Attentate und Vergeltungsaktionen seiner Gegner.
Frei nach dem Motto "illegale Mittel heiligen jeglichen Zweck" ist es dem Spieler auch möglich eine Rolle als kriminelles Individuum einzunehmen. Je mehr der Spieler auf dem Kerbholz hat, desto wahrscheinlich ist es, dass er von Mitspielern auf der Straße erkannt wird. Bei sehr gefährlichen Verbrechern, kann er sogar von einer oder mehreren Fraktionen für Vogelfrei erklärt werden und ist somit Freiwild für jeden Mitspieler.Egal ob man nun für eine Fraktion arbeitet oder das Leben als Krimineller wählt, auf sich aufpassen sollte man immer. Anders als bei MMORPG hat der Spieler nicht unendlich viele Leben oder steht wie durch Geisterhand wieder in der nächsten Stadt auf. Als Lebensversicherung kann man eine Klonversicherung abschließen, je mehr Geld man für sein Duplikat übrig hat, desto bessere physische Eigenschaften werden übernommen. Stirbt der Charakter flutscht automatisch der neue Charakter aus dem Klontank und ist bereit für neue Aufgabe. Sollte man Mal vergessen haben, seine Klonversicherung zu verlängern oder erneut abzuschließen und man stirbt, ist der Charakter unwiederbringlich verloren.

Wenig spektakulär laufen die zahlreichen Kämpfe ab, man merkt der Engine ihr Alter an.

Das Grafikgerüst fällt unter die Rubrik "angestaubt und sehr veraltet". Die alte LithTech-Engine, die bereits bei Aliens vs. Predator 2 oder No One Lives Forever 2 zum Einsatz kam, tickt im Herzen des Spiels. Zwar wurden die einen oder anderen kleineren grafischen Verbesserungen vorgenommen, trotzdem kann das Spiel zu Zeiten von World of Warcraft oder Everquest 2 einfach nicht überzeugen. Die Texturen leiden unter einer geringen Auflösung, die Animationen der Charaktere wirken übertrieben Anmutig und die Lichteffekte kommen lange nicht an das Niveau eines Doom 3 heran.
Die Soundeffekte sind spärlich gesät und bleiben hinter den Erwartungen, die man an ein MMORPG stellt, zurück. Wenn man über Stunden durch eine Welt marschiert um sie zu erkunden wünscht man sich Abwechslung und nicht immer wieder den gleichen wiederkehrenden Mix aus Eintönigkeit.
Erfreulich hat sich der Netzwerkcode weiterentwickelt. Hat man bei Aliens vs. Predator 2 noch unter sehr hohen Verzögerungen gelitten, spielt sich Face of Mankind vollkommen flüssig und ohne nervendes Hängen bleiben.

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