Everquest 2 - Test
Auf nach Norrath!
Kingdom of Sky teilt sich in drei sehr große Gebiete auf. "The Barren Sky" ist die erste der Luftinsel, hier herrscht ewiges Tageslicht. Die Architektur erinnert stark an den mittelalterlichen Orient. Paläste schließen mit wunderschönen goldenen Kuppeln ab und ragen weit in den Himmel. Das zweite Gebiet nennt sich "The Bonemire", hier ist violett die hervorstehende Farbe. Auf dieser Insel ist es immer Nacht, die Sonne hat keine Möglichkeit aufzugehen. Stattdessen sorgt die felsige Landschaft für ein ständiges unheimliches Licht. "Tenebrous Tangle" ist die dritte Insel im Bunde. Hier herrscht ständiger Wechsel zwischen Nacht und Tag, auch wenn es nie komplett dunkel oder richtig hell wird. Die vorherrschenden Architekturen sind verschiedene Formen von Tempelanlagen und orientalischen Palästen.
Neben den neuen Gebieten gibt es auch viele neue spielerische Feinheiten. Vielspieler freuen sich über die Erhöhung der Stufengrenze, so ist es nun möglich als Adventurer und Artisan das Level 70 zu erreichen. Spieler die sich zu einer Gilde vereinigt haben, dürfen nun einen maximalen Gildenlevel von 50 erreichen. Ruhm und Anerkennung waren bisher nur Gilden bzw. ihren Mitgliedern vorenthalten, dies gehört der Vergangenheit an. Durch spezielle Charakteristik-Quests kann man nun Status sammeln. In einem Wertungssystem auf der Everquest II-Seite kann man jederzeit sehen, auf welchem Rang man gerade steht.Der in der Zwischenzeit sehr beliebte Player vs Player-Modus wurde weiter aufgebohrt. Es gibt zwei neue Arenen und vier neue Champions, mit denen man sich gegen andere Spieler behaupten darf.
Das Filetstück von Kingdom of Sky ist das neue "Achievements"-System. Dieses verleiht den Charakteren viele neue Fähigkeiten. So kann ein Beschwörer zum Beispiel kurze Zeit sein eigenes herbeigerufenes Tier übernehmen, um so schwer erreichbare Gegenden zu erkunden oder gefährliche Wege zu gehen, ohne seinen eigenen Kopf zu riskieren. Die neuen Fähigkeiten sind für jede Everquest 2-Klasse in fünf verschiedene Kategorien aufgeteilt. Die Kategorie teilen sich in weiteren fünf Unterpunkten auf, so dass man mit verschiedenen Charakteren viele neue Fähigkeiten lernen kann. Achievement-Points sammelt man ähnlich wie Erfahrungspunkte im Adventurer- oder Artisan-Modus. Hier zählt es aber nicht, einfach nur Monster zur Strecke zu bringen oder Gegenstände herzustellen, vielmehr geht es darum besondere Nicht-Spieler-Charaktere zu töten, Orte auszukundschaften oder Sammlungen zu vervollständigen.
Die Grafik braucht sich vor Konkurrenz nicht zu fürchten, mit einer annährend unendlichen Sichtweite und tollen Wettereffekten - wie Regen, Schnee, Nebel etc. - macht Everquest 2 mit seinen eineinhalb Jahren immer noch einen sehr guten Eindruck. Die 25 neuen Gegnertypen machen hierbei eine seht gute Figur, durch Bump-Mapping und Shader Effekte erreichen sie einen fast unerreichbaren Detailreichtum. Wie bereits im Preview geschrieben wurde, gibt es auch einige kleinere Mankos, die es - leider auch - in die Finalversion geschafft haben. Während manche Orte liebevoll und mit vielen hübschen Details versehen wurden, gibt es an manchen Schauplätzen außer einigen gutaussehenden Gegnern nur leere und kahle Wände zu sehen. Etwas mehr Abwechslung wäre schön gewesen, bei Everquest 2 heißt es aber oftmals, was noch nicht ist, kann aber noch werden. Grafische Detailverbesserungen gab es in der Vergangenheit zu genüge und werden sicherlich nicht in der Zukunft abgeschafft werden.
Endlich haben es die Entwickler auch geschafft, den größten Teil des Spieles einzudeutschen. Besonders am Anfang sind bereits die meisten Stellen komplett übersetzt und sogar mit guter deutscher Sprachausgabe unterlegt. Dies wurde aber auch langsam Zeit, in Anbetracht dessen, dass World of Warcraft bereits zum Release komplett übersetzt war.
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