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eSport - Was die Bundesliga über eSport denkt

Mit Schalke 04 und dem VfL Wolfsburg expandierten die ersten Bundesliga-Vereine in Richtung eSports. Was ander Fußballclubs über den Sport an Maus und Tastatur denken, hat GamesWirtschaft nun herausgefunden.

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Der FC Schalke 04 ist das wohl beste Beispiel für die nahtlose Verbindung zwischen klassischem Fußball und der Unterhaltung von morgen. Nachdem man eher klotzte statt zu kleckern und sein Debüt in der LCS feierte, folgte vor kurzem der logische Schritt, ebenfalls ein FIFA-Team unter Vertrag zu nehmen.

Der VfL Wolfsburg hat dieses Potenzial ebenfalls gesehen und als erster deutscher Verein mit eigenen FIFA-Spielern einen Zeh ins lauwarme eSports-Gewässer gesteckt.

Was diese Erweiterungen für die gesamte Bundesliga bedeuten und welche Teams sich vorstellen könnten nachzuzuiehen, klärte GamesWirtschaft in Rücksprache mit allen Erstliga-Vereinen der kommenden Saison.


Einige Bundesligisten zeigen großes Interesse an eSport.

Einige Bundesligisten zeigen großes Interesse an eSport.

Hoffenheim mit großem Interesse

Während viele Vereine davon sprechen, Angebote von Sponsoren, Spielern und PR-Kontakten zu bekommen, scheint keiner in seiner Planung so weit fortgeschritten zu sein wie der TSG Hoffenheim. „Wir beobachten diesen Megatrend schon seit geraumer Zeit aufmerksam“, teilten sie GW mit.

„Die Dimensionen, die eSport angenommen hat, geht weit über ein Nischendasein hinaus. Unter Zugzwang sehen wir uns gar nicht. Nicht zuletzt dank unseres Partners SAP haben wir einige Experten in unserem Haus, die entsprechende Einschätzungen abgeben können.“

Der Verein sieht eSport als Möglichkeit eine größere Zielgruppe zu erreichen und scheint ganz und gar nicht abgeneigt zu sein, Hoffenheim auch in virtuellen Stadien groß zu machen.

HSV, Mönchenglad und Ingolstadt haben Pläne

Der FC Ingolstadt 04 wurde durch besondere Umstände auf eSport aufmerksam: Daniel Butenko, der Gewinner der TAG Heuer Virtuellen Bundesliga spielte im Finale mit dem Verein und zog so die Aufmerksamkeit der Großen auf sich.


Für PR und Marketing öffnen sich neue Tore.

Für PR und Marketing öffnen sich neue Tore.

„Es war spannend, diese Entwicklungen zu verfolgen. Entsprechend analysieren wir derzeit den E-Sports-Markt und werden darauf aufbauend über Aktivitäten in diesem Bereich entscheiden.“, heißt es von Marketing-Vorstand Franz Spitzauer.

Der HSV sieht es gelassen, findet aber grundsätzlich, dass es ein interessantes sei Thema und man sich dementsprechend mit dem Thema auseinandersetzen würde. Auch Mönchengladbach verliert nicht viele, aber dafür hoffnungsvolle Worte: Sie möchten „in absehbarer Zeit eine Grundsatzentscheidung treffen, ob Borussia Mönchenglabach auch in diesen Bereich einsteigen wird.“

Kein Ruhrpott-Derby: Dortmund desinteressiert

Der BVB stellt im Artikel der GamesWirtschaft den krassen Gegenpol dar - genau wie Bayern München - sehen sie keine Verbindung zwischen Fußball und eSport. Ihnen ist zwar bewusst, das Sportspiele auch professionell gespielt werden, allerdings sind die bei weitem nicht so profitabel wie League of Legends oder CS:GO.

Da man sich mit den großen Titeln des eSports nicht identifizieren kann, sieht Borussia Dortmund keinen Grund, um in das Geschäft einzusteigen.

Ebenfalls zurückhaltend sind kleinere Vereine wie der 1. FC Köln - das Thema wird zwar verfolgt und aktiv wahrgenommen, aber ein so großes Engagement wie der FC Schalke 04 kann man ganz einfach nicht aufbringen - dass ginge sschon aus finanzieller Sicht nicht.

Fazit: FIFA 17 könnte durchstarten

Wenn es für die Fußballvereine um eSports geht, dann reden sie instinktiv von FIFA und das obwohl die Fußballsimulation von Electronic Arts vergleichweise wenige Zuschauer anlockt. Mit der Verschmelzung von klassischen Fußballvereinen und den virtuellen Kickern könnte man eine ganz neue Zielgruppe ansprechen und das kommende Jahr zum besten werden lassen, das FIFA je erlebt hat.

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