In einem Interview mit der englischsprachigen Webseite industrygamers.com hat sich Peter Moore, seines Zeichens COO bei Publisher
Electronic Arts, zum aktuell stattfindenden Übergang vom Verkaufsboxen-Vertrieb im Einzelhandel hin zum digitalen Vertrieb von Videospielen über das Internet geäußert, und dabei gewarnt:
Diese Änderung bei den Vertriebswegen werde Opfer mit sich bringen.
"Das Geschäft mit verpackten Videospielen im Einzelhandel wird sich, auch wenn es immer noch florierend und stark ist, möglicherweise - wie wir es bereits bei Musik und Filmen gesehen haben - in Richtung Cloud bewegen. Es wird ein digitaler Weg eingeschlagen werden, und wir werden Spiele aus der Cloud ausliefern und sie direkt auf die Festplatten der Kunden bringen. In absehbarer Zukunft werden wir aber auch weiterhin noch jede Menge Datenträger ausliefern. Möglicherweise jedoch werden physische Medien als Hauptbezugsweg für die Spieler langsam verschwinden."
Und weiter:
"Wie bei jeder Änderung dieser Größe werden es einige Publisher vielleicht schaffen, während andere auf der Strecke bleiben - Veränderungen sind hart, weil die Gewinne zurückgehen und die Kosten steigen", so Moore.
Gefahr sieht Moore vor allen Dingen für all jene Unternehmen, die immer noch einzig und allein auf das alte Modell der physischen Medien setzen. Als Gewinner werden nur die Firmen aus diesem bereits begonnenen Übergang hervorgehen, die ihre Angebote bereits diversifiziert und auf den digitalen Markt ausgeweitet hätten. Natürlich zählt Moore sein eigenes Unternehmen dabei zur Gewinner-Gruppe:
"Wir werden vielleicht das Unternehmen sein, das den letzten Datenträger verkauft. Aber zu diesem Zeitpunkt werden wir auch schon Milliarden an US-Dollar auf dem digitalen Markt umsetzen - wie auch immer dieser digitale Vertriebsweg dann aussehen wird."
Driman
09.12.2011, 19:25 Uhr
Inso
09.12.2011, 19:02 Uhr
XellDincht
09.12.2011, 17:51 Uhr