Diablo 3 - Medien-Hysterie: Diablo 3 soll angeblich erstes Todesopfer nach 72-stündiger Spielsession gefordert haben

Tobias Ritter | 02.11.2011, 13:30 Uhr

EA Origin
Weitere Stellungnahme durch Electronic Arts: Was ist dran, am Spyware-Vorwurf?

Nachdem sich Olaf Coenen, Geschäftsführer von EA Deutschland, bereits am vergangenen Montag, den 31. Oktober 2011 zu den kontroversen Diskussionen rund um die Online-Vertriebsplattform Origin und diverse Spyware-Vorwürfe äußerte, ist nun ein weiteres Statement des EA-Managers auf der offiziellen Unternehmens-Webseite ea.com aufgetaucht.

In der neuesten unter dem Titel 'Was ist dran am Spyware-Vorwurf?' veröffentlichten Stellungnahme geht Coenen unter anderem auf die technischen Gegebenheiten des Betriebssystems Windows und der hauseigenen Software Origin ein, und gibt die Schuld an den unerwünschten Festplatten-Scans indirekt an Microsoft und dessen OS weiter:
"Natürlich ist Origin keine Spyware und installiert auch keinerlei Spyware auf den PCs der Nutzer. Damit Origin Spiele und Patches auf Rechnern installieren kann, ändert es die Zugriffsrechte auf dem jeweiligen PC. Das führt dazu, dass Windows – nicht etwa Origin – auf alle Dateien in einem Verzeichnis zugreift – ein Vorgang, der leicht wie ein Scan wirken kann. Dabei handelt es sich allerdings um eine gewöhnliche Windows-Funktion und nicht um einen Prozess zur Datenerfassung. Dabei scannt Origin selbst nicht das Verzeichnis, und auf Informationen wird weder zugegriffen noch werden sie von der Software gesammelt oder gespeichert. Wir sind uns allerdings bewusst, dass dieser Vorgang zu Verunsicherung bei unseren Kunden geführt hat und werden unsere Software in künftigen Versionen entsprechend aktualisieren, um unnötige Abläufe auszuschließen."
Kurzum: Viel falsch gemacht haben will man mit Origin und dessen Funktionen zwar nicht, dennoch sollen die strittigen Prozesse des Programms zum Wohle der Kunden schon bald aus der Software entfernt werden. Warum man die 'unnötigen Abläufe' nicht schon von vornherein unterbunden hat, bleibt allerdings weiter fraglich.

Folgende von Electronic Arts bereitgestellten technischen Hintergrundinformationen zu Origin sollen zudem das Verständnis der Kunden für die Funktionsweise des Programms erweitern:
  • "Als Teil des Installationsprozesses eines Spiels wird Origin mit Administrationsrechten ausgeführt, sodass es eine Zugriffsrechteänderung auf verschiedene Verzeichnisse anwenden kann, die notwendig sind, um Spiele zu installieren, die dann auf dem PC genutzt werden können."
  • "Dies ist notwendig, um Origin, Spiele und Patches für alle Nutzer des PCs zu installieren."
  • "Als Konsequenz daraus, wie das Windows Betriebssystem Verzeichnis-Zugriffsrechte ändert, greift Windows intern auf jede Datei in dem jeweiligen Verzeichnis zu, was wie ein Scan anmutet."
  • "Der Installer, den wir nutzen, macht etwas Vergleichbares für ein temporäres Verzeichnis, und jede Software, die den gleichen Installer-Typ nutzt, verhält sich genau so."
  • "Währenddessen greift Origin weder auf Informationen zu, noch werden sie dabei gesammelt oder gespeichert. Auch werden keinerlei Informationen an Dritte weitergegeben noch für Dritte zugänglich gemacht."
  • "Wir sind dabei, unsere Software zu überprüfen, um den Rahmen der Zugriffsrechteänderungen einzugrenzen."



Weitere Stellungnahme durch Electronic Arts: Was ist dran, am Spyware-Vorwurf? Kommentare (1)

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Kull

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Friendinvite

02.11.2011, 22:31 Uhr

War ja klar, daß für die der Schwarze Peter bei wem anders liegt. Wundert mich wirklich, dass EA auf rechtlicher und technischer Ebene solche Zugeständnisse macht. Das dürfen Datenschützer zu recht als Sieg für sich verbuchen.

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