EA Origin
Analysten sicher: Origin keine große Konkurrenz für Steam
Mittlerweile haben sich die Wogen zwar wieder ein wenig geglättet, Experten gehen aber trotzdem nicht davon aus, dass die Dominanz von Steam in naher Zukunft gebrochen werden könnte. So äußerte David Cole, Analyst bei DFC Intelligence, kürzlich gegenüber der englischsprachigen Webseite industrygamers.com, dass man bei Electronic Arts etwas arg spät dran sei, um zur ernsthaften Konkurrenz der Valve-Plattform zu erwachsen. Zudem sei auch Origin nur ein Angebot unter vielen, die es mit Steam aufnehmen wollen würden:
"EA hat zwar eine große Anzahl von Kunden, die gerne auf die Produkte des Unternehmens zurückgreift, weshalb sie als Distributor für diese Zielgruppe natürlich in einer guten Position sind. Im Grunde genommen ist das mit dem Start von Steam zu vergleichen. Aber es gibt noch andere Anbieter auf dem Markt, darunter GameStop und Best Buy, die vielleicht noch mehr mit den Kunden verwoben sind und das ist dann auch die wahre Konkurrenz für EA. Ja, EA tritt dem Markt jetzt bei und folgt dem Valve-Modell, aber sie machen das zu einem wirklich schrecklich späten Zeitpunkt."Allerdings, so räumt auch Cole ein, täte etwas Konkurrenz für Steam dem Markt sicherlich gut:
"Im Moment ist Steam der dominanteste Distributions-Kanal. Kein anderer kommt dem auch nur nahe. Es macht als Sinn, dass neue mögliche Konkurrenten auf den Markt preschen, und dass die Publisher auch Willens sind, diese neuen Distributoren auszuprobieren. Origin ist dabei nur ein Angebot unter vielen."Aufgrund der jüngsten Entwicklungen könnte es für Steam in Sachen Marktanteile zwar irgendwann wieder bergab gehen, aber das sei nun einmal der normale Lauf der Dinge, wenn man eine Marktlücke als Pionier für den Massenmarkt vorbereite.
Ähnlich sieht das auch Coles Kollege Billy Pidgeon von M2 Research. Steam genieße in Sachen digitaler Einzelhandel zu Zeit eine einzigartige Stellung auf dem Markt, so Pidgeon. Lediglich Next-Generation-Angebote wie OnLive und Gaikai könnten Valve und seiner Distributions-Plattform irgendwann einmal gefährlich werden. Und auch Michael Pachter von Wedbush Morgan stimmt in den Grundtenor mit ein:
"Ich glaube nicht, dass sich viele Leute um Origin scheren, und ich glaube auch nicht, dass viele Leute von Steam zu Origin wechseln werden, es sei denn Origin ist günstiger oder Steam versaut es. Ich sehe aber keine der beiden Sachen passieren."
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