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Plattformen:
PC
Release:
keine Angabe
Status:
keine Angabe
Publisher:
DreamCatcher Games
Entwickler:
Heuristic Park
Genre:
Adventurespiel
USK:
Ab 12 Jahren
Offizielle Seite:
keine Angabe
Fanseite:
keine Angabe
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Alexander Glup | 04.08.2005, 10:39 Uhr

Dungeon Lords - Test
Da rasseln die Ketten...

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D. W. Bradley ist bekannt für großartige Rollenspiele. Da kann bei seinen neusten Werk eigentlich nichts schief gehen. Jedoch ist nicht alles Gold, das glänzt.
Eine holde Prinzessin heißt es zu finden, Intrigen aufzudecken und einen König an der Macht zu halten. Dungeon Lords bedient sich aller Klischees, die eine Fantasywelt zu bieten hat. Bevor man sich aber an die Rettung des Reiches und der schönen Prinzessin begibt, muss man einen Helden erstellen. Dies funktioniert, wie in anderen Rollenspiel üblich, durch ein einfaches Charaktergenerierungssystem. Schnell hat man zwischen den sieben Rassen und vier Grundklassen ausgewählt. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn zu jeder Rasse passt nicht jede Klasse, so ist eine Elfenkriegerin nicht besonders kräftig und macht nicht all zu viel Sinn, da sie an Stärke bereits vielen Monstern zu Beginn unterlegen ist. Das Spiel bietet nur Hilfestellung durch das Handbuch, bei welchem man sich allerdings durch einige Tabellen kämpfen muss. Danach gilt es nur noch schnell einige Zusatzpunkte auf die Hauptattribute, wie Stärke bis Geschick zu verteilen und einige Spezialfertigkeiten zu erlernen. Eben diese speziellen Fertigkeiten können bei Dungeon Lords den Unterschied ausmachen. Der Spieler entscheidet hierbei völlig frei, wohin er seinen Charakter entwickeln möchte. Lieber leichte Rüstungen oder doch Äxte und Beile. Ein gesundes Gleichgewicht ist zwar auch möglich, ist aber nicht zu empfehlen, da stärkere Gegner gegen schwache Waffen fast immun sind.

Ab in den Kampf
Den ersten Quest erhält der Held bereits zu Beginn, an einem Lagerplatz trifft der Recke auf einen Mann, der ihn bittet einen Brief in die Stadt zu bringen. Durch die Entführung der Prinzessin wurde aber die gesamte Burg abgeriegelt. Es muss also ein anderer Weg gefunden werden. Da kommt der Goblin aus dem Gebüsch gerade recht, er bietet dem Spieler seine Hilfe an. Natürlich kann man kleinen Goblinen nicht trauen, der hat nämlich nur eines im Sinn: den Helden ausrauben. Zum Glück kann man auf ein fantasy-typisches Waffen- und Zauberarsenal zurückgreifen und macht den ersten Feinden ziemlich schnell den Gar aus.

Das war es dann auch erstmal mit den Dialogen. Jetzt beginnt ein schier endloser Weg durch die Kanalisation. Wobei ununterbrochen Gegnerhorden auf den Spieler einstürmen. Dies wirkt nicht nur dumpf sondern auch wie eine Beschäftigungstherapie, da Gegner immer wieder respawnen, selbst an Ecken, wo bereits alles gesäubert worden ist. Entkommen ist unmöglich, die Monster verfolgen den Spieler durch den gesamten Dungeon, bis einer von beiden erledigt ist. Zu Beginn ist dies meist der Heldencharakter, dies ist nicht nur sehr frustrierend, sondern auch nervig, da ein Nachladen nur im Hauptmenü möglich ist und dieses erreicht man nur durch das Beenden des Spiels.

Ab und an stellt das Spiel den Spieler auch vor Rätsel, diese bestehen aber meist nur aus Knöpfen drücken oder finde Schlüssel A um Tür B aufzusperren. Durch kleine Geschicklichkeitsspiele entschärft man Fallen oder öffnet, die dafür vorgesehenen, Türen. Für das Lösen von Aufgaben oder das Töten von Monstern gibt es Erfahrungspunkte. Das Einsetzen der Punkte ist jederzeit möglich, man muss nicht erst einen Stufenanstieg abwarten. Dadurch kann man bereits nach den ersten Schnetzeleien seine Attribute oder Fertigkeiten erhöhen. Dies bringt den Vorteil, gefundene Waffen sofort anzulegen ohne erst Stundenlang auf einen Erfahrungspunkteaufstieg zu warten.

Stock und Steif stillgestanden
Die Welt von Dungeon Lords wirkt lieb- und leblos. In Wäldern hausen nur Goblins und andere Monster, die dem Spieler an den Kragen wollen. Neutrale Gestalten sucht man vergebens. Die Städte wirken steril und langweilig. Die Häuser sind nur spärlich eingerichtet und Dungeons wirken nur dahingeklatscht, ein langweiliger eckiger Raum an den nächsten.
Die komplett deutsche Sprachausgabe kann auch nicht vollends überzeugen. Es gibt zwar vereinzelt gute Sprecher, leider wirken die Nicht-Spieler-Charaktere auf dem Spieler aber total lieblos und langweilig. Sie stehen einfach nur da, als hätten sie einen Stock verschluckt, Mimik und Gestik sind ein absolutes Fremdwort für sie. Lippenbewegungen beim Sprechen gibt es auch nicht, dies verstärkt nur noch den Eindruck einer gestellten Welt.

Die Steuerung mit Maus und Tastatur erweist sich als gewöhnungsbedürftig. Die Kamera, die hinter dem Protagonisten platziert ist, bewegt sich nur Träge und wenn sie an Mauern stößt, kann man durch plötzliches zoomen und verrutschen schnell den Überblick verlieren. Es kommt auch häufig vor, dass der Charakter an unsichtbare Hindernisse stößt und man sich nur mit Fummelarbeit wieder befreien kann. Bei Kämpfen muss man um die eigene Maus fürchten, den Anstatt mit gedrückter Maustaste Aktionen auszuführen, muss man in Diablo 1-Stil für jeden Schlag auf die Maustaste drücken. Dies kann bei Kämpfen mit vielen Gegnern nicht nur den Zeigefinger arg beanspruchen. Die Steuerung reiht sich somit in die übrigen negativen Aspekte mit ein.

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