Sebastian Thor | 06.08.2008, 21:37 Uhr
DSA 4 - Drakensang
Mit Schwarzem Auge davongekommen
Fazit zum Test von DSA 4 - Drakensang
Schade, schade, schade ...Nach zehn Stunden war ich bitter enttäuscht, hätte Drakensang nicht mal 70 Prozent gegeben. Die blassen Partymitglieder, die austauschbaren Quests, die wenig mitreißende Story - all das lässt die Hoffnungen auf einen epischen Knall schnell wieder verfliegen. Man vermisst das Große, das Pompöse, einen dramaturgischen Paukenschlag, der einen aus dem ermüdenden Sammel-Beeren-töte-Bären-Trott erlöst. Die Handlung kommt schleppend in Gang, verzichtet weitgehend auf markige Charaktere und kann sich mit verpatzt inszenierten Schlüsselszenen gerade noch auf ein befriedigendes Niveau retten. Viel enttäuschender sind allerdings die Partymitglieder, die stumm bleiben, keinen zickigen Charme, sondern Teilnahmslosigkeit versprühen. Wie soll hier die Gruppenbindung entstehen, die das große Vorbild Baldur's Gate so unvergesslich macht? Ich möchte dieses Abenteuer genießen, will ja fasziniert eintauchen. Aber die schwache städtische Kulisse, die fehlenden Reaktionen beim Diebstahl und nicht zuletzt viele töte-sammle-kämpfe-Quests nagen an einer Welt, die landschaftlich richtig viel Lust weckt, die mit Fledermäusen, Spinnweben und schrillen Streichern solides Dungeon-Flair heraufbeschwört. Einer Welt, deren taktische Party-Kämpfe trotz kleinerer Macken auf gutem Niveau rangieren. Einer Welt, die euch stundenlang über der Charakterentwicklung brüten, gegen immer knackiger werdende Obermotze kämpfen und sogar kleinere Rätsel lösen lässt. All das motiviert irgendwie - auch ohne erkennbare Bedrohung, ohne Adrenalinkicks. Aber spätestens wenn man auch nach vielen Stunden, nach etlichen gefallenen Orks, Goblins und Ogern noch spießige Laufarbeit erledigen muss, entschwindet auch der am schwächsten glimmende Hoffnungsfunke auf das große Epos. Wie lang ist das letzte jetzt schon her?
Pro
- taktische Kämpfe
- leichte Menüführung
- weitgehend bugfrei
- schöne Wasserdarstellung
- DSA-Regeln gut umgesetzt
- landschaftlich abwechslungsreich
- umfangreiche Charakterentwicklung
- schöne Soundkulisse, Kampfgeräusche
- Unmengen an Quests
Kontra
- ... die oft aufs Töten oder Sammeln hinauslaufen
- blasse Charaktere
- Kameraprobleme in Innenräumen
- keine Reaktion auf Diebstahl
- stumme Partymitglieder
- KI-Probleme in Kämpfen
- wenig mitreißende Story
- kaum vertont





Fan werden
Newsletter 
RSS 


Baldora
13.08.2008, 11:22 Uhr
nicht laden
o weeee
VirtualZeraphine
08.08.2008, 00:52 Uhr
Nathaniel22
07.08.2008, 20:44 Uhr
Ich finde du hast mit einem Review den Nagel auf den Kopf getroffen. Wo bei 4Players, die eine ähnliche Wertung vergeben haben, die Kritikpunkte aber teilweise fragwürdig erscheinen, erläuterst du ausgezeichnet warum dieses Spiel es nicht auf den Gipfel schafft. Genau das selbe Gefühl hatte ich beim Spielen auch, auch wenn ich es noch nicht durch habe (die Chancen stehen schlecht dass ich es jemals schaffe, aufgrund der wenig mitreißenden Story/Inszinierung). Was ich im Review vermisst habe ist, dass du auf die stark eingeschränkte Charaktergenerierung hinweist. Aber das muss ja jeder für sich selber gewichten.
Bereite dich schonmal auf eine Menge Flame vor: du hättest es nicht mal durchgespielt, du seist subjektiv, du willst nur Aufsehen erregen... Das wird jetzt ganz hässlich :D
seb
07.08.2008, 18:02 Uhr
zur Spielzeit: Sorry, aber das stimmt einfach nicht. Wenn man bis weit nach der Drachenqueste spielt, Dutzende Orks, Oger und ein paar richtig gute Bossgegner getötet hat, immer noch Laufarbeit verrichten muss und zu schnöden 0815-Quests verdonnert wird, dann ist das einfach unbefriedigend - zumal es hier wirklich ein paar tolle Ansätze gibt. Ich denke da an den Zwerg im Fass oder die Trolle in der Taverne.
Okay, selbst Baldur's Gate oder NWN konnten in den ersten Momenten wenig Zauber versprühen, kamen stockend in Gang. Aber nach Stunden zog es an, die Quests wurden besser und die kleinen Geschichten interessanter.
Bei Drakensang vermisse ich das einfach; selbst die seelenlosen Söldner in NWN waren witziger, hatten mehr Ecken und Kanten als die Begleiter in Drakensang, das mit seinen taktischen Kämpfen durchaus Spaß machen kann.
Aber man vermisst Gezicke, man vermisst Lebendigkeit, nachvollziehbare Reaktionen, Konsequenzen. Und nicht zuletzt den großen epischen Knall, den es einfach nicht gibt.
Drakensang ist an wichtigen Stellen nicht intensiv genug und lässt den Spieler lange Zeit durch einen Sumpf aus lahmen Quests, schwacher städtischer Kulisse und blassen Charakteren waten. Aber das steht ja auch alles im Text.
Dennoch: da die Meinungen zum Spiel dermaßen pulsieren, ist die Demo keine schlechte Idee. ;)
und @Valve:
Sorry, aber das ist einfach Blödsinn... :)
Valve
07.08.2008, 16:59 Uhr
-20%
Nestro
07.08.2008, 12:18 Uhr
basti1407
07.08.2008, 12:02 Uhr
Wer sich dennoch absichern möchte, sollte sich lieber in verschieden Foren umsehen, da könnt ihr Meinung von Leuten
lesen die nicht nur die Oberfläche angekratzt haben.
Ihr sucht ein neues, innovatives und Actionreiches Spiel?
Da seit ihr bei Drakensang auf jeden fall falsch. Wer jedoch auf Klassische RPG´s steht wird an diesem Spiel sicher seine freude haben. Ich empfehle daher den Kauf von Drakensang, da es zum einen deutlich Bugfreier ist als andere Rpg´s die uns in der letzten Zeit "beglückt" haben, die Quests nicht so langweillig sind, wie sie dargestellt werden (Ich bitte euch mal die Quests bei den lezten "Top" Rpg´s an zuschauen, die keineswegs besser sind) und natürlich das flair was bei so einem RPG aufkommt, wie ich es zuletzt bei Gothic 1 hatte.
Deher Rate ich euch ladet euch die Demo, macht euch ein eigenes Bild und verlasst euch nicht auf Meinungen anderer die keine Ahnung von Genre haben.
mfg
plissken
07.08.2008, 10:20 Uhr
Seradest
07.08.2008, 09:20 Uhr
TheFireWolf
07.08.2008, 07:45 Uhr