Driver 76 - Test
Komische Frisuren, abgedrehte Klamotten – ab in die 70er!
Zwar wird spielerisch auf Dauer kaum Abwechslung geboten, dennoch kann die Handlung überzeugen und macht in vielen Passagen richtig Spaß.
Schnell beginnt ein actionreiches Abenteuer, bei dem über 27 Missionen auf den Spieler warten. Auf einer Karte der Stadt sind die einzelnen Aufgaben eingezeichnet und können nach und nach abgeschlossen werden. Meistens ist es eine gute Hand voll, die zeitgleich zur Verfügung steht. Sind diese Missionen erfüllt, kommt die nächste Handlungsstufe und damit auch die nächsten Markierungen, an denen die neuen Aufgaben bereits warten. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei sehr leicht ausgefallen, es gehört nicht übermäßiges Können dazu, um sich durch die Welt zu schlagen und erfolgreich Rennen zu gewinnen oder Schurken zu erledigen. Schade auch, dass die Abwechslung zu wünschen übrig lässt. Zumeist heißt es das Gaspedal der Karossen durchdrücken, schneller sein als alle anderen oder zumindest auf gleicher Höhe des Verfolgten zu bleiben.
Ein wenig mehr Tiefgang wäre vor allem in den späteren Missionen erfreulich gewesen, schließlich bietet das recht frei gestaltete Spieldesign viele Ansätze, um auch Elemente mit höherem Anspruch einzubauen. Wer schnell ist, kann die Verfolgungsjagden mit der Polizei, das Auslöschen von Feinden, das Gewinnen von Rennen oder das Stehlen von Fahrzeugen in wenigen Stunden erleben und wird recht enttäuscht sein, dass nur so kurzweiliger Spaß geboten wird. Wer aber abseits des starren Missionssystems auch noch Tokens einsammelt, um besondere Objekte zu erhalten, wird schon länger mit Driver 76 unterhalten werden. Die mit den Token ersammelten Items sind aber nicht mehr als nette Gimmicks, denn einen Einfluss auf das Spiel haben sie leider nicht. Doppelte Gegenstände dürfen dafür per Ad-Hoc getauscht werden - was aber eigentlich eher überflüssig ist.Schon interessanter sind die Nebenmissionen, die die Entwickler eingebaut haben. Hier darf sich schon mal als Taxifahrer betätigt werden, im schnellen Motorradrennen die Geschwindigkeit erlebt oder im Destruction-Derby die Karre zerlegt werden. All dies täuscht aber nicht darüber hinweg, dass es an Tiefgang fehlt - war der erste Teil der Serie noch zu anspruchsvoll und damit teils frustrierend, fehlt es Driver 76 an dem Schwierigkeitsgrad, der einen fordert. Zwar werden auf Dauer die zu erfüllenden Zeiten knapper, ist es ansonsten zu leicht, erfolgreich zu sein. Erfreulich ist es hingegen, dass über 40 Fahrzeuge zur Verfügung stehen, die aber nicht einfach gestohlen werden können. In Driver 76 heißt es sich den fahrbaren Untersatz zu verdienen. Wer will schon zu sehr auffallen und die Polizei auf sich aufmerksam machen? Als besonderer Bonus können alle Autos und Motorräder auch noch individuell angepasst werden. Dies beginnt bei Speziallackierungen für die Karosse, setzt sich mit Tuning-Kits für den Motor und Styling wie getönten Scheiben fort.





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