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Test zum Spiel: Drakensang: Am Fluss der Zeit Spiel-Test

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Plattformen:
PC
Release:
PC: 19. Februar 2010
Status:
keine Angabe
Publisher:
dtp Entertainment AG
Entwickler:
Radon Labs
Genre:
Rollenspiel
USK:
Ab 12 Jahren
Offizielle Seite:
drakensang.de
Fanseite:
drakensang.onlinewelten.com

DISKUSSIONEN zum SPIEL

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Hauke Schweer | 11.02.2010, 17:00 Uhr

Drakensang: Am Fluss der Zeit - Test
Rückkehr nach Aventurien

1 Wertung

Die Welt Aventurien ist von Haus aus auf Hochglanz poliert und kitschig. Die Einwohner des Kontinents reden geschwollen daher, halten ihre zwölf Götter in Ehren und kämpfen verbissen gegen die Schurken, die nur zu gerne fehlgeleiteten Mächten wie Borbarad dienen. Doch in Am Fluss der Zeit soll der Spieler ausnahmsweise mal nicht die Welt vor dem Untergang retten, sondern einfach kleine Abenteuer genießen, und genau hier liegt die Stärke des Spieles.
Wenn man an deutsche Rollenspiele denkt, drängt sich der Name Das Schwarze Auge unweigerlich in den Vordergrund. Seit 1984 wird das System liebevoll gepflegt und weiterentwickelt, und das merkt man dem umfassenden und ausgereiften Regelwerk auch an. Vor allem die detailliert ausgearbeiteten Hintergründe und Kampagnen sind es, die dem Spiel so viel Tiefe verleihen und es Rollenspielrunden erlauben, in eine märchenhafte Welt einzudringen. Denn genau das ist Aventurien, märchenhaft. Dabei erinnert die Landmasse an die Umrisse Nordamerikas und die vorgelagerte Insel Maraskan in jederlei Hinsicht an Madagaskar. Auch die Einwohner kommen einem unwillkürlich bekannt vor. Im Norden leben die Thorwaler, eine seefahrendes Volk mit frappierender Ähnlichkeit zu den Wikingern. Im Süden, am Rande der Khom-Wüste finden sich orientalische Kalifate und dazwischen das Mittelreich mit Schlössern, Burgen und einer Kultur, wie man sie im 14. Jahrhundert in ganz Mitteleuropa fand.

Atmosphäre wird in Am Fluss der Zeit groß geschrieben und es lohnt sich schon einmal zu verweilen.

Genau hier befindet sich auch Ferdok, das sicherlich auch Cochem, Bingen oder Koblenz heißen könnte, an den Ufern des großen Flusses. Hier spielten die Abenteuer in Drakensang und hier erzählt der Zwerg Forgrimm der Diebin Kladdis im Introvideo zu Am Fluss der Zeit eine Geschichte von Heldenmut und Tapferkeit. Lange vor den Abenteuern in Drakensang, 23 Jahre um genau zu sein, machte sich ein junger Abenteurer auf, etwas von der großen Welt zu sehen. Ihr ahnt es schon, der Junge Abenteurer, ist der Spieler und wir bewegen uns durch Forgrimms Erzählung. Alles beginnt mit der Charaktererstellung. Zu den 20 schon vorhandenen Archetypen, so nennen sich die Klassen im Schwarzen Auge, gesellen sich der Gjalskerländer, ein zäher Barbar aus Thorwal, und der Geode, ein Zwergenmagier und somit ein Exot in DSA. Neben dem bisherigen System zur Charaktererstellung, das einen in rund zwei Minuten Aussehen und Können festlegen lässt, gibt es jetzt einen Expertenmodus, der ausführliche Anpassungen ermöglicht, die das Regelwerk voll ausschöpfen.

Kaum ist unser Alter Ego erschaffen, beginnen wir auf dem Schiff Thalaria an der Seite von Kapitän Dielbrack, stechen damit aber nicht etwa in See, sondern gehen stattdessen an Land. Denn das Spiel beginnt damit, ein Nachtlager auf einer Insel zu errichten. Der Flussvater, Gott Efferd, sieht es nicht gerne, wenn nach Sonnenuntergang Schiffe unterwegs sind. Unser Kapitän sieht das allerdings von einer etwas weltlicheren Warte aus und stellt schlicht und ergreifend fest, dass man nachts die Untiefen nicht ausmachen kann. Doch erst einmal gilt es, eine kleine Aufgabe zu lösen, die gleichzeitig das Tutorial darstellt. Außerdem lernt der Spieler hier Ritter Ardo von Eberstamm, Cuano den Dieb und Waldläuferin Fayris kennen, sobald die lustige Reisegruppe samt Forgrimm im Städtchen Nadoret ankommt die ersten Gefährten. Dabei gibt sich der bunte Haufen höchst tölpelhaft Mühe, seine geheime Identität zu verschleiern. Es dauert allerdings nicht lange, bis man gemeinsam einem Mysterium hinterher jagt. Während kämpferisch ausgerichtete Charaktere sich anfangs bei der Stadtwache verdingen, finden Magier bei den Elfen Unterschlupf.

Diese Festung ist von außen idyllisch, birgt aber ein dunkles Geheimnis.

Schnell fallen die ersten Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger ins Auge, man hat sich die Kritik spürbar zu Herzen genommen. War Drakensang noch sehr textlastig, wurden in Am Fluss der Zeit sämtliche Rollen bis auf den eigenen Charakter vertont. Und das auf sehr hohem Niveau, man hört den Sprechern den Spaß an der Arbeit vollständig an, besonders kleine Rollen wie der Witzeerzähler in der Kneipe oder das Trio Infernale am Flussufer, bestehend aus dem Waschweib, der Klatschbase und der Tratschtante, sind es, die dem Spiel eine Atmosphäre zum Versinken verleihen. Gepaart mit den toll eingesetzten Lichtstimmungen bleibt man gerne mal ein paar Minuten stehen, guckt sich den Lauf der Sonne an und hört den Leuten zu.

1 Wertung




Rückkehr nach Aventurien Kommentare (4)

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Galhara

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Friendinvite

11.02.2010, 20:50 Uhr

zitat
außerdem sind einige Kampfplätze so eng, dass der Spieler die Meldung „Zu wenig Platz zum Kämpfen“ zu hassen lernt,

--> Heißt das, dass sie im Gegensatz zum Vorgänger mit Kollisionsabfrage arbeiten?

Mich würde auch interessieren, inwieweit die KI anders zum Vorgänger ist. Dort war es so, dass nach einer festen Aggroliste vorgegangen wurde. Hat man z.B. seine Magierin irgendwo festgepinnt und ist mit seinen Nahkämpfern vorgerückt, so sind die Gegner meist trotzdem an den Nahkämpfern vorbeigelaufen, obwohl sie noch gar nichts von der Magierin gesehen oder gehört haben konnten.

... und wie sind die Dungeons konzipiert? Im Vorgänger waren es langweilige schlauchartige Teile. Im Gegensatz dazu standen die Oberflächengebiete im krassen Gegensatz.

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Nestro

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Friendinvite

11.02.2010, 19:44 Uhr

Zitat von Lucille:
Ahhhhhhhh, WTB mehr Zeit.

Und noch ein schönes Spiel auf meiner Liste. :)


Das ist durchaus umsetzbar. Geld gegen Zeit. So war das doch eigentlich schon immer :)

(Weniger arbeiten = weniger Geld = mehr Zeit) ;)

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Driman

11.02.2010, 17:10 Uhr

Ich habe mal 2 fragen zu dem Spiel^^

1: Gibt es ein Beziehungssystem wie in Bioware Games oder Fable? (ich liebe solche sachen in RPGs^^)
2: Hat man von Anfang bis Ende immer die selben Leute in der Gruppe oder kann man sie sich im laufe des Spiels selber aussuchen.........habe keine lust auf Herr Zwerg^^

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Lucille

PM schreiben
Friendinvite

11.02.2010, 17:04 Uhr

Ahhhhhhhh, WTB mehr Zeit.

Und noch ein schönes Spiel auf meiner Liste. :)

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