Drakensang: Am Fluss der Zeit - Test
Rückkehr nach Aventurien
Genau hier befindet sich auch Ferdok, das sicherlich auch Cochem, Bingen oder Koblenz heißen könnte, an den Ufern des großen Flusses. Hier spielten die Abenteuer in Drakensang und hier erzählt der Zwerg Forgrimm der Diebin Kladdis im Introvideo zu Am Fluss der Zeit eine Geschichte von Heldenmut und Tapferkeit. Lange vor den Abenteuern in Drakensang, 23 Jahre um genau zu sein, machte sich ein junger Abenteurer auf, etwas von der großen Welt zu sehen. Ihr ahnt es schon, der Junge Abenteurer, ist der Spieler und wir bewegen uns durch Forgrimms Erzählung. Alles beginnt mit der Charaktererstellung. Zu den 20 schon vorhandenen Archetypen, so nennen sich die Klassen im Schwarzen Auge, gesellen sich der Gjalskerländer, ein zäher Barbar aus Thorwal, und der Geode, ein Zwergenmagier und somit ein Exot in DSA. Neben dem bisherigen System zur Charaktererstellung, das einen in rund zwei Minuten Aussehen und Können festlegen lässt, gibt es jetzt einen Expertenmodus, der ausführliche Anpassungen ermöglicht, die das Regelwerk voll ausschöpfen.
Kaum ist unser Alter Ego erschaffen, beginnen wir auf dem Schiff Thalaria an der Seite von Kapitän Dielbrack, stechen damit aber nicht etwa in See, sondern gehen stattdessen an Land. Denn das Spiel beginnt damit, ein Nachtlager auf einer Insel zu errichten. Der Flussvater, Gott Efferd, sieht es nicht gerne, wenn nach Sonnenuntergang Schiffe unterwegs sind. Unser Kapitän sieht das allerdings von einer etwas weltlicheren Warte aus und stellt schlicht und ergreifend fest, dass man nachts die Untiefen nicht ausmachen kann. Doch erst einmal gilt es, eine kleine Aufgabe zu lösen, die gleichzeitig das Tutorial darstellt. Außerdem lernt der Spieler hier Ritter Ardo von Eberstamm, Cuano den Dieb und Waldläuferin Fayris kennen, sobald die lustige Reisegruppe samt Forgrimm im Städtchen Nadoret ankommt die ersten Gefährten. Dabei gibt sich der bunte Haufen höchst tölpelhaft Mühe, seine geheime Identität zu verschleiern. Es dauert allerdings nicht lange, bis man gemeinsam einem Mysterium hinterher jagt. Während kämpferisch ausgerichtete Charaktere sich anfangs bei der Stadtwache verdingen, finden Magier bei den Elfen Unterschlupf.
Schnell fallen die ersten Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger ins Auge, man hat sich die Kritik spürbar zu Herzen genommen. War Drakensang noch sehr textlastig, wurden in Am Fluss der Zeit sämtliche Rollen bis auf den eigenen Charakter vertont. Und das auf sehr hohem Niveau, man hört den Sprechern den Spaß an der Arbeit vollständig an, besonders kleine Rollen wie der Witzeerzähler in der Kneipe oder das Trio Infernale am Flussufer, bestehend aus dem Waschweib, der Klatschbase und der Tratschtante, sind es, die dem Spiel eine Atmosphäre zum Versinken verleihen. Gepaart mit den toll eingesetzten Lichtstimmungen bleibt man gerne mal ein paar Minuten stehen, guckt sich den Lauf der Sonne an und hört den Leuten zu.
Mehr zu Drakensang: Am Fluss der Zeit:
-
News: Add-On auf der Role Play Convention anspielbar (12 News insgesamt)





Fan werden
Newsletter 
RSS 




Galhara
11.02.2010, 20:50 Uhr
außerdem sind einige Kampfplätze so eng, dass der Spieler die Meldung „Zu wenig Platz zum Kämpfen“ zu hassen lernt,
--> Heißt das, dass sie im Gegensatz zum Vorgänger mit Kollisionsabfrage arbeiten?
Mich würde auch interessieren, inwieweit die KI anders zum Vorgänger ist. Dort war es so, dass nach einer festen Aggroliste vorgegangen wurde. Hat man z.B. seine Magierin irgendwo festgepinnt und ist mit seinen Nahkämpfern vorgerückt, so sind die Gegner meist trotzdem an den Nahkämpfern vorbeigelaufen, obwohl sie noch gar nichts von der Magierin gesehen oder gehört haben konnten.
... und wie sind die Dungeons konzipiert? Im Vorgänger waren es langweilige schlauchartige Teile. Im Gegensatz dazu standen die Oberflächengebiete im krassen Gegensatz.
Nestro
11.02.2010, 19:44 Uhr
Das ist durchaus umsetzbar. Geld gegen Zeit. So war das doch eigentlich schon immer :)
(Weniger arbeiten = weniger Geld = mehr Zeit) ;)
Driman
11.02.2010, 17:10 Uhr
1: Gibt es ein Beziehungssystem wie in Bioware Games oder Fable? (ich liebe solche sachen in RPGs^^)
2: Hat man von Anfang bis Ende immer die selben Leute in der Gruppe oder kann man sie sich im laufe des Spiels selber aussuchen.........habe keine lust auf Herr Zwerg^^
Lucille
11.02.2010, 17:04 Uhr
Und noch ein schönes Spiel auf meiner Liste. :)