Michael 'Michos' Günther | 16.12.2010, 14:15 Uhr
Dragon Age: Origins
Verkaufsstart der Ultimate Edition
Fazit zum Test von Dragon Age: Origins
Feuer und FlammeIch mache diesem Spiel den Hof – nicht mit einem dafür vorgesehenen Editor, sondern mit einem Knicks. Schon bei der Charaktererschaffung beginnt die Spirale der Langzeitunterhaltung und lässt den geduldigen Spieler dort einige Zeit verweilen. Mit dem Einstieg greift eine ungeahnte Linearität nach der Hand des Steuernden und lässt sie erst nach ca. zehn Stunden wieder los. Aber genau das ist nötig, um aufzuzeigen, wo man sich befindet und mit welchen Gefahren und Gepflogenheiten zu rechnen sind. Ab dann beginnt die Reise der Weltrettung erst richtig und entführt den Spieler immer tiefer in die Sphären der Geschichte. Die Spannung ist mit einem interaktiven Buch gleichzusetzen, die an lange Rollenspielkampagnen mit Würfeln, Stift und Papier erinnern könnten – nur dass man dafür keinen Termin oder Ort für die Spielsitzung finden muss.
Das epochale Meisterwerk aus geschichtlichen Hintergründen, Politik, gesellschaftlichen Machenschaften, charakterlichen Eigenschaften und dramaturgischen Wendungen ist leider so groß, dass die Ausarbeitung der technischen Aspekte nicht immer ganz so kolossal wirkt. Die atmosphärische Grafik ist für ein Spiel dieser Größe wahnsinnig gut gelungen, keine Frage, dennoch für die gewohnten Ansprüche unzureichend. Auch die riesig wirkende Karte gibt Grund für Entdeckerdrang, der durch die Unterteilung einzelner Etappen nicht ganz befriedigt werden will. Die Meckerei an Kleinigkeiten setzt sich beim Thema „Intelligenz der Mitreisenden“ fort. Sie darf manches Mal angezweifelt werden, wenn ein Krieger im Blutrausch auch mal durch eine magische Gewitterfront rennt, um den Feind das letzte bisschen Leben auszuhauchen. Für Vollblutrollenspieler wirkt auch die Reaktion der NSCs nicht immer verzückend, weil weder eine gezogene Waffe noch ein gescheiterter Diebstahl nennenswerte Folgen im Umgang mit den Passanten haben. Diese Meckerei ist aus dem Drang heraus entstanden, Fehler zu suchen. All das bemerkt man gar nicht mehr, wenn man dem tiefen Kern des so genial ausgearbeiteten epischen Werkes verfallen ist. Der PC erhält dennoch zwei Punkte mehr, weil sowohl die Steuerung als auch die optische Erscheinung um einiges besser ist, als bei den Konsolen.
Kurz gesagt: Dieses Spiel muss keine Geschichte mehr schreiben - es hat schon Geschichte geschrieben.
Pro
- Außerordentliche lange Geschichte
- Grandiose Ausarbeitung der Hintergründe
- 80-100 Spielstunden
- Gut ausgeklügelte Charakterentwicklung über die Spielzeit...
- Atmosphäre eines Fantasy-Epos...
- Geniale Ausarbeitung der Nicht-Spieler-Charaktere
- Sehr gute Synchronisation
- Lebhafte Mimik
- Jede Handlung hat seine Konsequenz
- Belustigende Wortgefechte der Charaktere untereinander
- Dynamische Kampfabläufe mit taktischer Pausefunktion
- Geduldige, redselige Spieler werden nicht selten mit Quests belohnt
Kontra
- Keine wirklich offene Karte
- Eingangs sehr linear
- Optische Defizite bei Konsolen
- ..., die bei Erstellung des Charakters recht wenige Möglichkeiten lässt
- ..., der in den ersten Stunden von Tolkien abgekupfert wirkt
- Zeigt seinen modularen Aufbau beim nochmaligen Spiel





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VampireEdward
16.12.2010, 21:58 Uhr
ctkoy
16.12.2010, 21:51 Uhr
xdave78
16.12.2010, 15:21 Uhr
Danoku
16.12.2010, 14:22 Uhr
Nuuri
17.11.2009, 10:40 Uhr
Die deutsche Synro ist erstklassig aber ich bevorzuge die Original-Sprache.Leliana lisbelt so süß in der Originalfassung. <3
Ragul returns
07.11.2009, 13:26 Uhr
Sarah Sarafina
07.11.2009, 10:49 Uhr
nizzie
06.11.2009, 22:55 Uhr
Schminho
04.11.2009, 23:48 Uhr
... gefällt mir :)
erstmal crack in time, dann assassins creed 2 und dann bei borderlands die fehlenden trophys sammeln. danach mal weiter schauen... oder mit anderen worten: objektiv sicherlich ein toptiel, für mich persönlich "nur" interessant.
nizzie
04.11.2009, 10:30 Uhr