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Die Onlinewelten-Redaktion | 13.11.2011, 08:11 Uhr

Download-Spiele - Special
Fund oder Schund? #17

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War of the Worlds, Daytona: USA, Rocketbirds: Hardboiled Chicken und Sideway: New York sind die Versuchsobjekte in der neuesten Ausgabe unserer Download-Spiele-Testreihe Fund oder Schund. Was die genannten Titel taugen, erfahrt ihr in unseren Kurz-Reviews auf den folgenden Seiten.



Inhaltsverzeichnis:

Seite 1 - War of the Worlds
Seite 2 - Sideway: New York
Seite 3 - Hardboiled Chicken
Seite 4 - Daytona USA



War of the Worlds

Die Geschichte, dass H. G. Wells' „Krieg der Welten“ als Hörbuch im Radio für eine Massenpanik in den Staaten sorgte, ist fast so alt wie das Buch selbst. Trotzdem ist es immer wieder eine schöne Anekdote, wenn es um die Sci-Fi-Story geht, in der die Welt von Marsianer eingenommen und zerstört wird. In der Filmumsetzung war dann höchstens noch Tom Cruise zum Fürchten. Other Ocean Interactive hat sich der Materie angenommen und ein Download-Spiel draus gebastelt – eine Massenhysterie wird es allerdings nie auslösen.

Das Szenario hält sich an die ursprüngliche Ausgabe, in der nicht die USA, sondern die Vereinigten Königreiche von den Marsmännchen angegriffen werden. Die Städte sind völlig zerstört, Familien werden auseinandergerissen, jegliche Infrastruktur ist zusammengebrochen – die Fremden gehen nicht zimperlich mit dem um, was sich die Menschheit in Jahrhunderten aufgebaut hat. Der Grafikstil fängt dieses endgültige Szenario, in der es um nichts anderes als das nackte Überleben geht, wunderbar ein. Auf große Lichtquellen wird verzichtet, stattdessen spielt man sehr viel mit dunklen Farben, deutet mit Schemen Situationen an und eine tiefe Stimme erzählt die Leidensgeschichte rund um unseren Helden, der auf der Flucht vor den unheilbringenden Maschinen der Außerirdischen ist. Sehr atmosphärisch.



Das Gameplay hingegen kann einem die Zornesröte ins Gesicht treiben: Stets seid ihr auf der Flucht vor den Marsianern und müsst dabei durch Ruinen hetzen. Natürlich steht da kein Stein mehr auf dem anderen und so gibt es schier unendliche Passagen, wo ihr über irgendwelche Stromkabel oder Abgründe springen und euch an Vorsprüngen festhalten müsst. Das erinnert nicht nur an das gute, alte Prince of Persia, sondern spielt sich auch genauso. Und der Frustfaktor ist mindestens ebenbürtig: Ständig verpasst ihr dank der ungelenken Steuerung den richtigen Moment und segnet das Zeitliche. Die Flucht wird so zu einer echten Geduldstortour, wenn die Invasoren über euch einbrechen. Manchmal möchte man sogar das Wort „unfair“ in den Mund nehmen, was dazu führt, dass die Konsole in Windeseile wieder ausgestellt wird.

Unsere Meinung:
Erzählerisch ist und bleibt „War of the Worlds“ einfach ein bedrückendes Szenario. Aliens vernichten überraschend und in kürzester Zeit die Menschheit, ohne dass wir auch nur den Hauch einer Chance haben. Dieser Plot wurde mit den richtigen Stilmitteln und einem grandiosen Erzähler sehr gut umgesetzt. Dafür hat sich Other Ocean Interactive auch ein paar Punkte verdient. Wenn doch bloß nicht die grausige und unfaire Steuerung wäre, die den Spieler immer wieder ins offene Messer laufen lässt. So macht auch ein Download-Titel keinen Spaß. Schade, die Idee war gut.

Titel: War of the Worlds
Altersfreigabe: Keine Angabe
Plattformen: XBox 360 – PSN und PC folgen
Kosten: 800 MS-Points
Kurz-Fazit: Nett inszeniert, aber unglaublich frustrierend.

Autor: Mikkel Robrahn

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Fund oder Schund? #17 Kommentare (0)

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