Doom 3 - Test
Das Gruseln jetzt auch auf der Xbox
Chaos in der Forschungsstation
Es ist nicht schwer zu erkennen, dass in der Forschungsstation der UAC nicht alles nach Strich und Faden verläuft, denn sowohl Forscher, als auch Soldaten laufen aufgeschreckt und hektisch durch die Gänge. Uns bleibt vorerst nur wenig Zeit, um uns Gedanken darüber zu machen, schließlich haben wir einen Auftrag. Damit man in das Innere der Station gelangen kann, muss man sich zunächst Scannen lassen, während dieses Prozesses wird uns auch ein Gerät überreicht, welches noch von großer Bedeutung im Spielverlauf sein wird. Der PDA wird es später unter Anderem ermöglichen Nachrichten und Informationen abzurufen, die überlebenswichtig sein können. Nachdem wir für den Aufenthalt ausgerüstet wurden, erteilt man uns die Aufgabe einen Forscher zu suchen, der seit geraumer Zeit vermisst wird, sich aber noch im Komplex befinden soll, und so begeben wir uns mit Pistole und Taschenlampe bewaffnet auf den Weg. Große Kaliber und schlagende Argumente ist man schon aus den ersten beiden Doom-Teilen gewöhnt, doch mit der Taschenlampe wird eine zentrale Neuerung zu Beginn des Spiels eingeführt. In Doom 3 arbeiten die Entwickler gekonnt mit Licht- und Schatteneffekten, um dem Spieler die beklemmende Atmosphäre zu vermitteln. Mittels der Taschenlampe kann man dunkle Ecken ausleuchten, um sich zu vergewissern, das dort nicht ein Monster wartet, welches dem Protagonisten an den Kragen möchte. Damit der Spieler aber nicht ständig mit der Taschenlampe und dem Maschinengewehr im Anschlag durch die Katakomben rennt, muss man die Wahl treffen, ob man gerade die Waffe oder die Lampe in der Hand halten möchte. Bevor Angst und Schrecken aber gänzlich vom Spieler Besitz ergreifen, verrät der gefundene Forscher einige Details über die Machenschaften auf der Forschungsstation und was sich dort ereignet haben soll. Anschließend kommt die Handlung voll in Fahrt und man erkennt warum Doom 3 mehr als nur ein einfacher Shooter ist, denn das Horror-Genre ist ebenso stark vertreten. Enge Gänge, aufgerissene Stromleitungen, die Funken sprühen und Angsteinflößende Schreie von unheimlichen Kreaturen. Greift plötzlich ein Arm aus einer dunklen Ecke, dann steigt der Herzschlag des Spielers merklich.
Die Zeit der Horden von Gegner ist vorbei!
Wer sich an die Vorgänger erinnert, wird sicherlich auch an die Horden von Gegnern denken, die besonders gegen Ende des Spiels auftauchten, um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen. Bei Doom 3 haben sich die Entwickler davon verabschiedet mittels dieser Masse den Anspruch zu bestimmen.
Zu Beginn scheinen sich die Gegner noch zurückzuhalten und so hat man ausreichend Zeit, um sich einzugewöhnen. Mit dem Fortschritt des Spiels wird aber klar, dass auch die Zeiten des endlosen Ballerns der Vergangenheit angehören, denn die Munition wird vor allem gegen Ende des Spiels sehr knapp, so dass man sich überlegen muss, ob man eine Salve für den Feind verschwendet oder diesen doch lieber mit den blanken Fäusten oder der effektiveren Kettensäge ins Jenseits befördert, um Munition zu sparen. Insgesamt ist das Waffenarsenal wie gewohnt sehr gut bestückt und jeder Spieler wird die Waffe seines Vertrauens finden können, sei es die einfache Pistole, Schotflinte oder die durchschlagskräftige Photonenkanone. Sollte man sich bei den Kämpfen doch einmal ernster verletzen, gibt es glücklicher Weise ausreichend Medi-Packs, die über die Station verteilt sind und mit denen man sich die Lebensenergie schnell zurückholen kann. Zusätzlich gibt es fest installierte Medi-Automaten an denen man sich ebenso die Lebenspunkte bis zu einem gewissen Level wieder auffrischen kann. Wie schon zu Beginn des Artikels erwähnt, erhält man einen PDA, der eine zentrale Aufgabe im Spiel einnimmt. Mittels dieses Gerätes können wir stets den Stand der momentanen Mission kontrollieren, um herauszufinden, ob wir auf dem richtigen Weg sind und was das nächste Unterziel sein wird. Verschlossene Türen sind dank der Codes, die man per Message erhält meist kein Problem, wenn man diese ausführlich liest. Zwar erhält das Spiel durch diese Nachrichten sehr viel mehr Tiefgang, da mehr Informationen vermittelt werden, gleichzeitig sinkt der Action-Faktor deutlich. Interessant ist auf jeden Fall die Idee, dass, wie im wahren Leben, Spam- und Falschnachrichten auf den PDA landen. Die Auswirkung auf den Spielverlauf ist dabei jedoch unwesentlich, da man diese Nachrichten schnell erkennt.
Angst und Schrecken endlich mit zwei Spielern!
Mit Halo wurde es bereits auf der Xbox vorgemacht, dass ein Shooter mit CoOp-Modus sehr erfolgreich sein kann und so entschlossen sich die Entwickler bei Doom 3 ebenfalls eben diesen Modus einzubauen, der zuvor von vielen Computerspielern bei der PC-Version vermisst worden war. So kann man endlich das Böse mit einem zweiten Spieler erleben. Damit der Singleplayer-Part mit einer zweiten Person an der Seite nicht zu einfach zu bewältigen ist, wurden mehr und auch stärkere Gegner integriert, so dass der Spaßfaktor ebenso hoch ist, als wenn man alleine spielen würde. Zusätzlich gibt es einige abgeänderte Missionsziele, die nur mit einer zweiten Person gelöst werden können, um die Zusammenarbeit zu fördern. Wer sich jedoch gegenseitig bekämpfen möchte, kommt in dem bereits bekannten Multiplayer-Modus ebenso auf seine Kosten. Bis zu vier Spieler können an einer Xbox oder über Xbox-Live in bekannten Modi, wie Deathmatch, TeamDeathmatch oder LastMan-Standing gegeneinander antreten.
Es ist kaum notwendig die Grafikpracht von Doom 3 anzusprechen, denn jeder Spieler wird sich über eben diese schon bei der Veröffentlichung der PC-Version informiert haben. Nachdem die Vorgänger noch mit wenigen Pixeln auf dem Bildschirm dargestellt wurden, sind es beim nunmehr dritten Teil so viele, dass sie kaum noch zu zählen sind. Die Spielfiguren wurden exzellent in Szene gesetzt und sorgen dafür, dass sich der Spieler in Angst und Schrecken versetzt fühlt, wenn ein Zombie aus einer dunklen Ecke hervorspringt und die Kehle des Protagonisten am liebsten Aufreißen würde. Hat man dabei die Taschenlampe in der Hand versucht man hektisch den Lichtkegel gegen eine Waffe zu wechseln und den Gegner zu eliminieren. Ist dies geschafft, beruhigt sich das Herz langsam wieder, bevor es vom Neuen beginnt. Das Zusammenspiel zwischen Licht und Schatten ist dabei erstklassig und macht zum Großteil die hervorragende Atmosphäre aus. Würde man die Level stärker erhellen, wäre der Gruselfaktor deutlich geringer. Ähnlich wie mit der Grafik, verhält es sich mit dem Sound im Spiel, der es fast zur Voraussetzung macht, dass man ein 5.1 Soundsystem sein Eigen nennt, denn mittels eben diesem wird die gruselige Atmosphäre noch einmal gesteigert. Schlurfende Zombies, knackende gerissene Stromkabel und heulende Winde im Einklang miteinander, durchbrochen vom knarren der Kettensäge, die sich in das Fleisch des Zombies reißt sind nur ein kleiner Einblick in die vielschichtigen Geräusche des Titels.
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