Dofus - Special
Mehr Dynamik, mehr PvP-Spaß
Soviel zur Einleitung. Doch auch in den letzten Monaten haben sich viele Änderungen ergeben. Zunächst einmal sorgt das Grafikupdate 2.0 für Aufsehen. Unter Verwendung von Action Script 3 wurden nahezu 2000 Animationen überarbeitetet, sowie 10.000 Karten neu gezeichnet. Die Grafik wirkt damit weitaus zeitgemäßer, verliert meines Erachtens aber nicht den eigenständigen Charme. Beachtlich, die Hardwareanforderungen ändern sich trotz Update nicht und mit knapp 150MB ist der Client weiterhin verschwindend klein.
Mit Versionsupdate 1.26 schaffen es die Entwickler zudem, weitere bemerkenswerte Inhalte einzufügen. Grundsätzlich verfolgt man dabei das Ziel, die Welt von Dofus zu einem dynamischen Erlebnis zu formen. Dazu wird u.a. ein Challengesystem eingeführt, welches vor jedem Kampf, der im übrigen rundenbasiert verläuft, eine weitere dynamische Komponente hinzufügt. Denn zum Start des Kampfes wird eine zufällige Herausforderung bestimmt, die der Spieler anzunehmen vermag. Genannte Beispiele: "Verwende keinen Zauberspruch." oder "Nutze jede Fähigkeit maximal einmal." Kann man die Herausforderung erfüllen, warten verbesserte Belohnungen in Form von Erfahrungspunkten und Gegenständen auf einen. Bei allen Kämpfen in den Dungeons können sogar zwei Herausforderungen angenommen und gemeistert werden.
Damit nicht genug, Spieler werden sich ebenso auf eine stetig veränderte Spielwelt einstellen können. Dies wird durch Monster-Invasionen realisiert. Soll heißen, eine bestimme Monsterart breitet sich plötzlich in einer Region aus, vertreibt oder tötet die heimische Fauna, und wird diese Region fortan für sich beanspruchen. Hier sind die Spieler aufgefordert, der stetig wachsenden Horde Herr zu werden. Dazu werden in etwa ein bis zwei Gruppen benötigt, um das Muttertier zu bezwingen. Die ersten Ungetüme, welche fortan Amakma tyrannisieren, werden die goldige Bworkin Kabretz, die das Krachlergebirge unsicher macht, und der Chafer Nab, der Kruausame, den es in den Litneg-Wald zieht, sein.
Doch hier endet die Dynamisierung des Spiels noch lange nicht. Für ein völlig neues Spielererlebnis werden PvP-Questen sorgen, bei denen in alter Wild-West-Manier Kopfgeldaufträge vergeben werden. Hier wird der Spieler allerdings nicht, wie in vielen anderen MMOGs üblich, auf die Allgemeinheit oder auf tapfere NPCs losgelassen, hier wird der Spieler aufgefordert, einen konkret benannten, feindlichen Spieler zu finden und zu erledigen. Die Suche vereinfacht ein dafür speziell eingeführtes Zielsuchsystem. Für einen derartigen PvP-Ansatz sind feste Regeln unabdingbar, und so wird ein Kopfgeld nur auf jene Spieler erhoben, die aktuell für den PvP-Kampf markiert sind und mindestens Stufe 50 erreicht haben. Zeitgleich sorgte der Auftragsteller dafür, dass sich Jäger und Gejagter von der Stufe her in etwa entsprechen, um keine Ungerechtigkeit aufkommen zu lassen.
Ebenso ändert sich die Vergabe der Ruhmpunkte, d.i. ein Wert, der die Aktivität des Charakters im PvP widerspiegelt. Je höher die Punktzahl, desto mehr hat der Spieler sich für seine Fraktion eingesetzt. Erkennbar wird der Einsatz u.a. durch die Größe der Flügel, die jeden aktiven PvP-Spieler zieren. Was ändert sich konkret? Nun, zunächst drohen keine Punktverluste mehr, wenn man einen Stellungskampf an den Prismen verliert. Damit wollen die Entwickler den Kampf Spieler vs. Spieler wieder für alle zugänglicher gestalten. Ferner werden für die erfolgreiche Eroberung systematisch Ruhmpunkte ausgeschüttet. Dies geschieht in Abhängigkeit des Kräfteverhältnisses, sprich, je ausgeglichener ein Kampf ist, umso mehr Punkte werden gewonnen.
Einen besonderen Stellenwert wird dem Vertrauten-System in Dofus beigemessen. Diese sind nicht nur profane Begleiter in allen Lebenslagen, sondern sind elementarer Bestandteil des Spiels. Somit kann es durchaus passieren, dass euer geliebtes Haustierchen verstirbt, da es z.B. nicht regelmäßig gefüttert wurde. Doch keine Sorge, die virtuelle Gruft kann geöffnet werden, denn im Heiligtum der Vertrauten können die Geister der Vertrauten wieder zum Leben erweckt werden. War dies zuvor ein langatmiger und aufwendiger Prozess, so soll mit der kompletten Überarbeitung dieses Dungeons nun ein abwechslungsreiches Stück Unterhaltung geboten werden.
Auf für zukünftige Entwicklungen in Dofus ist man bei Ankama Games gerüstet. So werden voraussichtlich alle Dofus-Server mit der Updateversion 2.0 versehen. Ferner wird man unter Verwendung eines gesonderten Gegenstands, seinen Charakter in einen farbigen Ritter verwandeln können. Hierbei wird der Schwarze Ritter einen herausragenden Stellenwert einnehmen.
Fazit
Das Grafikupdate zu Dofus ist innerhalb der Community sehr umstritten. Persönlich spricht mich die Version 2.0 mehr an, wirkt die Spielwelt doch weitaus zeitgemäßer und lebendiger. Die neu eingeführten Änderungen wirken allesamt überzeugend und stoßen innerhalb der Community auf ein positives Feedback. Die nächsten Monate werden nun zeigen, in wie fern sich Dofus auch am deutschen Spielemarkt behaupten kann.
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